Die fünf Säulen der Traditionellen Chinesischen Medizin
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Akupunktur
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Bewegungsübungen z.B. Taichi, Qi gong
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Ernährungslehre nach 5 Elementen
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Phytotherapie
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Tuina Massage
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Die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) ist eine
Zusammenfassung der verschiedenen Lehrmeinungen und Richtungen in der
jahrtausende alten Geschichte der Chinesischen Medizin
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Mao Tse Tung initiierte in den 50iger Jahren ein Programm mit
dem Ziel die eigenen “medizinischen Schätze” zu heben, um die Bevölkerung
unabhängig versorgen zu können. Dies war die Geburtsstunde der TCM. Auf Grund
der ideologischen Ausrichtung der politischen Schöpfer der TCM waren die
spirituellen und philosophischen Aspekte aber konsequent abgelehnt worden.
·
Seit den 80iger Jahren bemühen sich viele Schulen in China und
Europa auf der Basis der TCM unter Einbeziehung aller wesentlichen
historischen Aspekte eine Ausbildung zu bieten, die dem ursprünglichen
ganzheitlichen Ansatz gerecht wird.
Das Bild des Menschen und der
Gesellschaft war abhängig von der jeweiligen philosophischen Richtung und der
zeitlichen Epoche:
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Konfuzianismus
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Taoismus
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Buddhismus
Throughout all creation, there is but one Qi
Zhuang Zi (ca. 400 v.Chr.)
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Das große Leere besteht aus Qi. Qi kondensiert, um zu den
Myriaden von Dingen zu werden. Die Dinge zerfallen notwendigerweise wieder und
kehren zum großen Leeren zurück
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„Verteiltes Qi ist genauso substanziell wie kondensiertes..“
(Zhang Zai)
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„Wenn sich Qi verdichtet, so formt es Wesen“ (Zhu Xi)
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„Qi ist die Basis des Menschen“ (Nanjing, Klassiker der
schwierigen Fragen)
Die grundlegende „Lebensenergie“
Das Sichtbare - das ist unsere Umwelt, die Gesellschaft, ist
alles das, was wir als materiell bezeichnen können. Im medizinischen Kontext
ist das Sichtbare unser körperliches Substrat. Es sind die Flüssigkeiten, die
Zellen, das Gewebe etc., alles das, was man tasten und sehen kann. Die nicht
sichtbaren Kräfte bewirken jedoch zum Beispiel, dass dieser sichtbare Körper
leben kann. Ansehen kann man einem Körper nicht, dass er lebt, nur an
Bewegungen wie z.B. des Atems, oder des Pulses ist dies zu erkennen.
„Die Welt zum einen als sichtbare Welt zu erfassen, zum
anderen aber das offensichtliche Wirken wie auch immer gearteter unsichtbarer
Kräfte zu registrieren, ist eine Grunderfahrung menschlichen Daseins“.
Die Menschen haben verschiedene Erklärungsmodelle für dieses
unsichtbare Wirken entwickelt, im Westen wie im Osten, in Afrika ebenso wie in
Amerika. Ist es ein Schöpfer, ein Gott, der Leben schafft und vernichtet? Sind
es die Ahnen oder die Vorfahren, die im Menschen weiterleben und Heil oder
Unheil bewirken? Sind es Dämonen oder Geister aus der Natur, Hexen oder
Zauberer? Sind es elektrische Ströme oder chemische Prozesse? Im alten China
wurde um die Zeitenwende herum das Konzept "Qi" geschaffen.
Philosophische Aspekte
Dieses älteste Konzept der chinesischen Kultur zeigt einen
grundlegenden Unterschied des chinesischen zum westlichen Denken auf: Anders
als die westliche Philosophie, die in ihren Hauptströmungen nie das
Leib-Seele-Problem auflösen konnte, sondern diesem gegenüber meist extreme
Positionen einnahm, kennt die chinesische Philosophie eine grundlegende
einheitliche Energie, die allem Leben, sowohl in seinen materiellen wie in
seinen psychischen Ausprägungen, zugrunde liegt: Das Qi.
Das Schriftzeichen
Das chinesische Schriftzeichen für Qi stellt aus einem
Reistopf aufsteigenden Dampf dar. Es ist das, was am Leben hält, nährt, es ist
die aufsteigende, nach oben wachsende, sich entfaltende Bewegung. Sie ist im
Menschen ebenso wie in der Natur die Bewegung und das Leben an sich - denn
dieses geht einher mit Bewegung. Auch im heutigen modernen Chinesisch wird der
Begriff "Qi" gebraucht, so in den Zeichenkombinationen für das Auto
(Qi-Wagen) oder für Selterwasser (Qi-Wasser). Der Begriff
bedeutet also nichts Mystisches, sondern ist die Kennzeichnung für Funktion
und Bewegung.
So kann man dem Qi auch keine eindeutige Eigenschaft in
Kategorien von "materiell" oder "immateriell" zuweisen, sondern das Qi kann
gewissermaßen beide Zustände annehmen, es kann zu Materialität kondensieren
oder in die Immaterialität diffundieren. Die Chinesen unterscheiden dabei 3
Abstufungen oder Manifestationen des Qi, die, ebenso wie das Qi selbst, als
vitale Substanzen bezeichnet werden. Dies sind:
·
Blut-xue
·
Essenz-jing und
·
Körperfüssigkeiten (Säfte)-jinye
Die gröberen Manifestationen von Qi werden von den
chinesischen Philosophen häufig unter dem Begriff Erde kategorisiert, wärend
die leichten, immateriellen Formen von Qi dem Himmel zugerechnet werden.
Verschiedene "Qi" und wo sie herkommen
Im menschlichen Organismus gibt es verschiedene
Erscheinungsformen des Qi. Jedes Organ hat sein Qi, verschiedene Funktionen
werden „Ying (Nähr-)-Qi“ oder „Yuan (Ursprungs-)-Qi“, aber auch „Leber-Qi"
oder „Milz-Qi“ etc. zusammengefasst.
Gebildet wird dieses Qi durch Aufnahme und Verwertung
verschiedener Energiequellen. Genutzt wird zum einen ein angeborenes Potential
und zum anderen das, was unsere Umwelt zur Verfügung stellt. Alles
Lebensnotwendige erhalten wir aus der Nahrung und durch die Atmung. Die Lunge,
das Verdauungs- und Stoffwechselsystem haben die Aufgabe, diese „Energien“ für
den Organismus umzuwandeln und verfügbar zu machen.
Das Kanalsystem
Verteilt wird dieses körpereigene Qi dann durch ein gewaltiges
System von Leitbahnen. In "Meridianen" verschiedenster Größe wird dafür
gesorgt, dass jeder Millimeter unseres Körpers, innen und außen mit Qi
versorgt wird und somit lebt. Das Qi garantiert außerdem, dass der Mensch
seine Integrität bewahrt. Über die Körperoberfläche findet ein Austausch mit
der Umwelt statt wobei das Eindringen von krankmachendem fremden Qi verhindert
wird.
Der Mensch in der chinesischen Medizin
Der Mensch wird von den Chinesen, gemäß der obigen
Unterteilung, als ein Wesen betrachtet, dessen Qi aus der Interaktion von
Himmel und Erde resultiert. Die medizinische Relevanz dieser Aussage liegt
darin, dass diese Interaktion bestimmten Gesetzmäßigkeiten folgt. Befindet
sich der Mensch und der Fluß seines Qi im Einklang mit diesen
Gesetzmäßigkeiten, so kann man von körperlicher und seelischer Gesundheit
sprechen. Ist aber der Fluss des Qi über längere Zeit gestört, so entsteht
Krankheit. So kann ein blockierter Qi-Fluß zu übermäßiger Kondensation des Qi
führen, woraufhin z.B. Tumore entstehen können.
Krankheit und Gesundheit
Zu einer Krankheit kann es kommen, wenn Teile des gesamten
Systems nicht mehr richtig funktionieren. Hier kann dann die chinesische
Medizin intervenieren und den richtige Fluss der Energien wieder herstellen.
Versagt das System der Qi-Gewinnung, so stirbt der Mensch. Das ist der Fall,
wenn das angeborene Potential verbraucht ist, oder z.B. die Atmung versagt
oder keine Nahrung mehr aufgenommen werden kann.
Der Arzt hat die Aufgabe, den Qi-Fluß seines Patienten in
seinen natürlichen Bahnen zu gewährleisten, bzw. ihn wiederherzustellen, wenn
er gestört ist. Dazu hat die chinesische Medizin eine komplexe Lehre von den
Bahnen und Wirkweisen der verschiedenen Ausformungen von Qi entworfen. Sie
basiert auf der oben angesprochenen Dreiteilung der Qi-Manifestationen,
unterscheidet diese aber wieder, je nach ihrer Funktion und Korrespondenz mit
bestimmten Organen.
Darüber hinaus sind die Manifestationen von Qi nicht statisch,
sondern in einem ständigen Umwandlungsprozess begriffen. Das Funktionieren
dieses Prozesses hängt wiederum vom intakten Funktionieren der Organe ab.
Interessant ist dabei, das die Chinesen gemäß dieser Lehre den Organen des
Menschen völlig andere Funktionen zuweisen, als die westliche Schulmedizin.
Chinesische Arzneimittel setzen bei der Funktion der Organe
und dem Fluss von Qi und Blut an. Die Akupunktur und Moxibustion benutzen die
Qi-Höhlen (Löcher= Akupunkturpunkte) auf den Leitbahnen, um Stauungen und
Blockaden zu beheben.
Verschiedene Übungen können auch dazu beitragen, den
gleichmäßigen und kräftigen Fluss des Qi anzuregen und aufrechtzuerhalten, wie
Qigong oder Taijiquan („Schattenboxen“). Mit der traditionellen chinesischen
Massage Tuina kann der Qi-Fluss vor allem in den Muskeln und Gelenken angeregt
werden.
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Liu Yutang (anno 1330, Leibarzt des Kaisers):
„Wer auf seine Gesundheit Wert legt,
muß mäßig in seinem Geschmack sein, die Sorgen von sich weisen, seine
Begierden dämpfen, seine Gefühle mäßigen, seine Lebenskraft in acht nehmen,
mit Worten sparen, von Erfolg und Mißerfolg nicht allzu hoch denken, Sorgen
und Schwierigkeiten verachten, törichtem Ehrgeiz den Laufpaß geben, überstarke
Neigungen und Abneigungen vermeiden, Gesicht und Gehör mit Gelassenheit
gebrauchen...Sein Ziel muß es sein, ein klein wenig hungrig zu bleiben... und
immer noch ein klein wenig gut gefüllt sein, wenn er Hunger hat. Gut gefüllt
sein, schädigt die Lunge, und Hunger haben, hemmt den Fluß der Lebensenergie.“
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Definition der WHO 1984:
Gesundheit ist ein Zustand
vollständigen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlbefindens und daher
weit mehr als die bloße Abwesenheit von Krankheit oder Gebrechen.
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Ärztliche Praxis:
Man kann zehn Jahre lang
medizinische Texte studieren und findet keine solchen Patienten in der Klinik
Man kann zehn Jahre in der Klinik
arbeiten Und findet keine solchen Patienten in irgendeinem Medizinischen
Fachbuch
Before you put
your hands on any patient, stop, say a prayer, and remember: it‘s not you that
is doing the healing.” (Mrs. Tseng-Ni Qian Yun, eine mütterliche
Ermahnung an den Sohn zu Beginn seiner medizinischen Karriere) aus: Robert
Johns, The Art of Acupuncture
Abb.1: Das Tao
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Das Konzept von Yin und Yang wurde schon in dem frühesten aller
Klassiker dem Yijing (I-Ging) erwähnt: „Ein Yin und ein Yang bilden das Tao”
·
„Die komplementäre Gegensätzlichkeit, die die Grundelemente,
alle Phänomene und Ereignisse im gesamten Universum enthält“ (Zhang Yu Han,
Ken Rose: „riding the dragon“)
Abb. 2: Yin und Yang
Das alte chinesische Zeichen, in dem das Dunkle (Yin) und das
Helle (Yang) immerwährend kreisen, sich ergänzen und hervorbringen,
symbolisiert das sich ständig verändernde Gleichgewicht von Yin und Yang.
Dieses Gleichgewicht bestimmt den freien Fluss des Qi, der Lebensenergie.
Diese beiden Kräfte bilden das dynamische Gegensatzpaar, das allem Leben
zugrunde liegt, wie Tag und Nacht, Aktivität und Ruhe, Ein- und Ausatmen,
Geben und Nehmen auf allen Gebieten. Aus dieser zentralen Idee des sich immer
wieder neu formenden Gleichgewichts entwickelte sich die Chinesische Medizin
und ihre Auffassung darüber, wie Krankheit entsteht und Gesundheit erhalten
wird. Das Ungleichgewicht, also die Krankheit, wird durch eine Kombination
verschiedener Faktoren verursacht, die vom Therapeuten untersucht und
eingeschätzt werden:
·
Angeborene Konstitution:
Familienkrankheiten und -tendenzen
müssen beachtet werden. Die TCM bezieht familiäre Erkrankungsneigungen in ihre
Diagnose ein. Sie ortet die Bereiche der geschwächten Widerstandskraft und
stärkt die Konstitution.
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Emotionaler und geistiger Zustand:
Belastende Emotionen wie Stress,
Sorgen, Ängste, Nöte, Abneigungen, Ärger, Trauer etc. können innere Organe und
den Körper insgesamt schwächen, da sie in einer besonderen Wechselwirkung mit
diesen stehen. Umgekehrt können erkrankte innere Organe emotionale
Entgleisungen hervorrufen.
·
Ernährung:
Die schlechte Qualität und der
niedrige Nährwert der heutigen Lebensmittel ist auch eine Ursache von
Erkrankungen. Die meisten Nahrungsmittel enthalten Spuren von chemischen
Substanzen wie Geschmacks-, Farb- und Konservierungsstoffe sowie Pestizide.
Auch unregelmäßige und zu kurze Essenszeiten unter Anspannung und Zeitdruck
sind heute die Gründe einer schleichenden Zunahme von Erkrankungen.
·
Umweltfaktoren:
Kälte, Wind, Hitze, Feuchtigkeit
oder Trockenheit können jeweils allein oder in Kombination schädigend auf den
Organismus einwirken. Die Wetterfühligkeit ist nur ein deutliches Beispiel
dafür. Auch die familiären Verhältnisse, die Wohnsituation sowie berufliche
Tätigkeit werden als mögliche Krankheitsfaktoren berücksichtigt.
·
Traumen:
Damit sind nicht nur körperliche
Unfälle, sondern auch tiefliegende emotionale Verletzungen gemeint, die in der
Diagnostik beachtet werden.
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Drogen:
Genussmittel wie Tee oder Kaffee,
Tabak, Alkohol, Zucker sowie Drogen und chemische Medikamente stellen häufige
Erkrankungsursachen dar. Mit Hilfe der Akupunktur lässt sich sowohl der
Drogen- als auch der Medikamentenmissbrauch wirkungsvoll behandeln.
Das Konzept der beiden Polaritäten Ying und Yang dürfte nicht
nur im Westen die bekannteste philosophische Lehre Chinas sein, sondern gilt
auch in China als wichtigste Theorie, sowohl der chinesischen Medizin wie auch
der chinesischen Philosophie.
Die wohl früheste Erwähnung des Begriffspaares Yin und Yang
findet sich bereits 700 v.Chr. im I-Ging, dem Buch der Wandlungen, welches
auch im Westen als Orakel- und Weisheitsbuch große Verbreitung gefunden hat.
Um 300 v. Chr. existierte in China sogar eine philosophische Schule namens
Yin-Yang-Schule, die sich ganz dieser Theorie gewidmet hat.
Philosophisch repräsentieren Yin und Yang ein Gegensatzpaar,
welches weniger ausschließender, sondern vielmehr ergänzender Natur ist. Alle
Dinge der Welt beinhalten sowohl Yin- wie auch Yang-Eigenschaften, die
Charakteristik eines der beiden Momente tritt aber erst dann in Erscheinung,
wenn ein Ungleichgewicht zwischen Yin und Yang aufgetreten ist und so die
Eigenschaften des dominierenden Elements an die Oberfläche tritt.
Ein reines oder absolutes Yin oder Yang gibt es dabei nicht,
vielmehr sind Yin und Yang relative Bezeichnungen, wie warm und kalt, die nur
in Relation zu einem anderen Sinn machen. Wie ein Gegenstand im Vergleich zu
einem anderen wärmer, zu einem weiteren aber kälter sein kann, so kann ein
Ding im Verhältnis zu einem anderen yang sein, im Verhältnis zu einem dritten
aber yin. In jedem Yin liegt aber immer der Keim von Yang und umgekehrt -
erkennbar an den beiden Punkten in dem berühmten Yin/Yang-Symbol. Konkret
bedeuten Yin und Yang die schattige und die sonnige Seite eines Hügels, in
weiterem Sinne also Dunkelheit und Licht. Die Chinesen haben aber von alters
her alle Dinge ihrer Erfahrungswelt den beiden Polaritäten zugeordnet, was die
folgende Auswahl veranschaulichen mag:
|
Yang |
Yin |
|
Licht |
Dunkelheit |
|
Sonne |
Mond |
|
Helligkeit |
Schatten |
|
Aktivität |
Ruhe |
|
Himmel |
Erde |
|
Rund |
Flach |
|
Zeit |
Raum |
|
Osten |
Westen |
|
Süden |
Norden |
|
Links |
Rechts |
Tabelle 1: Yin und Yang
Yin und Yang dürfen dabei nicht statisch aufgefasst werden,
sondern als Stadien innerhalb eines universalen Transformationsprozesses. Der
Kreislauf der Jahreszeiten und der Wechsel von Tag und Nacht sind die
deutlichsten Beispiele für das ewige Wechselspiel von Yin und Yang. Man findet
es aber auch im Lebenszyklus eines Menschen oder etwa im Verdauungsprozess,
womit wir bereits den medizinischen Bereich berühren.
Im ständigen Umwandlungsprozess von Yang in Yin und Yin in
Yang ist es bedeutsam zu Wissen, wodurch der jewilige Prozess verursacht
wurde, um daraus Prognosen für die Zukunft stellen zu können bzw. für den
Arzt, um eine Diagnose stellen zu können. Die Chinesen unterscheiden, neben
dem ausgeglichenen, zwischen vier Verhältnissen von Yin und Yang:
·
Überwiegen des Yin
·
Überwiegen des Yang
·
Schwäche des Yin
·
Schwäche des Yang
Die Schwäche des einen Pols ist nicht identisch mit dem
Überwiegen des anderen. Die Erscheinungen mögen sich ähneln, aber für eine
Durchdringung der Ursachen eines Ungleichgewichtes von Yin und Yang ist es
notwendig zu wissen, ob diesem ein Überwiegen oder eine Schwäche vorausging.
Die Yin-/Yang-Theorie ist die grundlegende Lehre der
chinesischen Medizin. Ihr Ziel ist es, ein gestörtes Gleichgewicht von Yin und
Yang im Körper des Kranken wiederherzustellen. Dies erfordert die genaue
Kenntnis der Ursache des Ungleichgewichts, auf deren Grundlage Methoden zur
Stärkung oder Minderung des jewiligen Momentes indiziert werden können.
Giovanni Maciocia schreibt in seinem Standardwerk "Die
Grundlagen der Chinesischen Medizin":
„Wir können sagen, daß die ganze Chinesische Medizin, ihre
Physiologie, Pathologie, ihre Diagnose und Behandlungsmethoden auf die
zugrundeliegende fundamentale Theorie von Yin und Yang zurückgeführt werden
können. Jeder physiologische Vorgang, jedes Symptom und Krankheitszeichen kann
im Licht der Yin-Yang-Thorie analysiert werden. Letztlich zielt jede
Behandlungsmaßnahme auf eine der vier folgenden Strategien ab:
·
Das Yang stärken
·
Das Yin stärken
·
Yang-Fülle beseitigen
·
Yin-Fülle beseitigen
(...) Wir können sagen, daß es keine chinesische Medizin
ohne Yin-Yang gibt."
Die Teile des Körpers, insbesondere auch die Organe, lasen
sich in solche, die eher zum Yin, und solche die eher zum Yang gehören,
unterteilen. Beispielsweise gehört der Kopf zum Yang, der Rest des Rumpfes zum
Yin, da Yang immer den feineren, aufsteigenden, dem Himmel zustrebenden
Elementen zugeordnet ist, Yin hingegen den gröberen, schwereren, der Erde
zustrebenden. Innerhalb von Kopf und Rumpf lassen sich dann aber wieder Yin-
und Yang-Bereiche unterscheiden.
Unter den Organen lassen sich diejenigen dem Yang zuordnen,
die die Nahrung aufspalten, transformieren und ausscheiden, während Yin-Organe
für die Speicherung der durch diesen Prozess gewonnen Stoffe zuständig sind.
Magen und Darm wären also typische Yang-Organe, während Milz
und Leber überwiegend Yin-Eigenschaften haben. Vor allem aber erlaubt es die
chinesische Medizin, die verschiedenen Krankheitssymptome auf ihre Yin- bzw.
Yang-Eigenschaften hin zu interpretieren. Anzeichen von Hitze (Fieber) oder
Erregung sind Ausdrücke von einer Yang-Dominanz, während sich ein Überwiegen
von Yin in Frösteln, Schläfrigkeit oder starker Sekretion äußern können. Die
folgenden Leitkriterien lassen sich aufstellen:
|
Yang |
Yin |
|
Feuer |
Wasser |
|
Heiß |
Kalt |
|
Rastlos, unruhig |
Ruhig |
|
Trocken |
Feucht |
|
Hart |
Weich |
|
Erregung |
Hemmung |
|
Schnell |
Langsam |
|
Nicht-substantiell |
Substantiell |
|
Transformation, Wandel |
Bewahrung, Speicherung |
Tabelle 2: Ying und Yang
Auch der Verlauf einer Krankheit läßt Rückschlüsse auf seine
tiefere Ursache zu: Akute Krankheiten, solche die sich schnell verändern oder
plötzlich beginnen deuten auf ein Dominieren des Yang, während chronische,
schleichende Krankheiten, oder solche die langsam beginnen auf ein Überwiegen
des Yin hinweisen.
Wie bereits beim philosophischen Aspekt der Yin-Yang-Lehre
erwähnt kann einem Ungleichgewicht von Yin und Yang sowohl die Schwäche des
einen Aspektes als auch ein Übermaß des anderen zugrundeliegen. Erst wenn man
herausgefunden hat, welcher Fall vorliegt, kann man Maßnahmen ergreifen, um
einen Aspekt zu stärken oder einen anderen zu mindern, um einen Ausgleich
herbeizuführen und die gestörte Gesundheit des Patienten wiederherzustellen.
|
|
Yin |
Yang |
|
Makrokosmos |
Schatten
Dunkelheit
Mond
Nacht
Kälte
Wasser
Feuchtigkeit
Weichheit
Erde
Unten
Absinken
Flach
Kontraktion
Materie
Substantiell
Westen
Norden
Raum
Ruhe
Langsamkeit
Hemmung
Wachstum
Erzeugt Form
Bewahrung, Speicherung, Erhaltung |
Licht
Helligkeit
Sonne
Tag
Wärme
Feuer
Trockenheit
Härte
Himmel
Oben
Aufsteigen
Rund
Expansion
Energie
Nicht substantiell
Osten
Süden
Zeit
Aktivität
Schnelligkeit
Erregung
Zeugung
Energie
Transformation
Wandel |
|
Körper |
Anteromediale Oberfläche
Rechts
Vorderseite
Innen (Abdomen, Organe)
Unterhalb der Taille
Struktur der Organe
Blut, Körpersäfte
Nähr-Qi |
Posterolaterale
Oberfläche
Links
Hinterseite
Außen (Haut, Muskeln)
Oberhalb der Taille
Funktion der Organe
Qi
Abwehr-Qi |
|
Symptome |
Chronisch
Langsamer Beginn und Verlauf
Kältegefühl
Schläfrigkeit
Möchte zugedeckt werden
Rollt sich zusammen
Kalte Extremitäten
Kalter Körper
Blasses Gesicht
Vorliebe für warme Getränke
Leise Stimme, redet wenig
Seichte, schwache Atmung
Kein Durst
Reichlicher, heller Urin
Weiche Stühle
Blasse Zunge
Leerer Puls |
Akut
Rascher Beginn und Verlauf
Hitzegefühl
Unruhe, Schlaflosigkeit
Wirft die Bettdecke ab
Liegt lieber ausgestreckt
Heiße Extremitäten
Heißer Körper
Rotes Gesicht
Vorliebe für kalte Getränke
Laute Stimme, redet viel
Heftige Atmung
Durst
Spärlicher, dunkler Urin
Verstopfung
Rote Zunge, gelber Belag
Voller Puls |
|
Charakter-eigenschaften |
Ruhe
Flexibilität
Stabilität, Belastbarkeit
Widerstandsfähigkeit
Ausdauer
Selbstsicherheit
Zufriedenheit
Kreativität
Disziplin
Phlegma |
Aktivität
Begeisterung
Schwung
Leistungskraft
Wille, Mut
Ausstrahlung
Freude
Kommunikation
Konzentration
Rastlosigkeit |
|
Zeitverlauf |
Äußerstes Yin
Mitternacht
Winter
Yang im Yin
6
Uhr
Frühling |
Äußerstes Yang
Mittag
Sommer
Yin im Yang
18
Uhr
Herbst |
Tabelle 3: Überblick Yin und Yang
·
Akut (1-30 Tage)
|
|
|
|
|
|
Fülle |
Yang-Typ |
Yin-Typ |
Yin und Yang |
Therapieprinzip: Sedieren
·
Chronisch (> 6 Monate)
|
|
|
|
|
|
Leere |
Yin-Typ |
Yang-Typ |
Yin und Yang |
Therapieprinzip: Tonisieren
·
Subakut (< 6 Monate und rekurrent)
|
|
|
|
|
|
|
Hyperaktives Yang |
Stagnation von Yin |
|
Therapieprinzip: Sedieren und
Tonisieren
Abb. 3: Zustände der Imbalance
von Yin und Yang
·
Qi
·
Blut (Xue)
·
Essenz (Jing)
·
Säfte (Jinye)
·
Ursprungs-Qi (Yuan Qi)
·
Nahrungs-Qi (Gu Qi)
·
Sammel-Qi (Zhonp Qi, Ahnen-, essenzielles-Qi)
·
Wahres-Qi (Zhenp Qi)
Nimmt zwei Formen an
·
Nähr-Qi: Fließt in den Meridianen
·
Abwehr-Qi: Zirkuliert unter der Haut
Funktionen von Qi im Körper
·
Umwandeln
·
Transportieren
·
Halten
·
Heben
·
Schützen
·
Wärmen
·
Blut wird von Milz, Lunge und Herz gebildet, entscheidend ist
das durch die Nahrung aufgenommene Qi
·
Blut ist eine dichte Form von Qi
·
Blut ist im Verhältnis zu Yin Yang und im Verhältnis zu Yang und
Qi Yin
·
Blut transportiert (Nähr-) Qi und Feuchtigkeit
·
Blut wird in der Leber gespeichert
·
Herz regiert das Blut
·
Die Milz hält das Blut in den Gefäßen
·
Essenz ist ein substanzieller, fluider Zustand von Qi
·
Sie ist zum großen Teil ererbt
·
Sie ist in den Nieren beheimatet
·
Sie ändert sich nur langsam
·
Vor-Himmels-Essenz (von den Eltern) is die fundamentale
Substanz, die den Körper bildet
·
Nach-Himmels-Essenz (aus der Nahrung), ist die grundlegende
Substanz, die die lebensnotwendigen Aktivitäten aufrechterhält
·
Nieren-Essenz (beide Quellen) Wachstum, Entwicklung,
Reproduktion
·
Entstammen der Nahrung und Flüssigkeit
·
Aufteilung in reine und unreine Anteile
·
Die reinen steigen auf zur Lunge und werden zur Haut und z.T.
wieder abwärts zur Niere transportiert
·
Die unreinen steigen ab und werden ausgeschieden
·
Flüssigkeiten (klar, leicht, beweglich) befeuchten Haut und
Muskeln, manifestieren sich in Schweiß, Tränen und Speichel
·
Säfte (schwerer, dichter) befeuchten Gelenke, Gehirn, Mark,
Sinnesorgane
Abb. 4: Substanzen im Überblick
Hintergrund der chinesischen Medizin war im alten China und
ist auch heute noch eine umfassende eigene Denkweise. Mit Akupunktur, der
Moxibustion, der Kräuterheilkunde, aber auch mit Ratschlägen zur Lebensführung
sollen erkrankte Menschen wieder in Harmonie mit ihrer Umwelt gebracht werden.
Wenn der Mensch im Einklang mit der Natur lebt, bleibt er
gesund. Handelt er gegen die natürlichen Entwicklungen, wird er krank. Aus
diesem Grund spielte die Beobachtung von Bewegungen und Entwicklungen der
Natur in China eine große Rolle. Einflüsse von Sonne, Mond und Sternen, von
Wind und Wetter sowie der Umgebung wurden ebenso genauestens beobachtet wie
die Ernährungsgewohnheiten und die Lebensweise.
Daraus ergab sich ein System, das sich am Ablauf der 4
Jahreszeiten orientierte, zu denen sich eine fünfte „Zwischenzeit“ gesellt.
Jedem ist es vertraut, dass man sich im Frühling anders fühlt als im Winter
oder im Herbst. Die Natur vermittelt dem Menschen im Frühjahr den
Unternehmungsgeist, im Herbst die traurige Grundstimmung, im Winter den Drang
zur Gemütlichkeit im trauten Heim und im Sommer die magische Anziehungskraft
der Geselligkeit in Cafes und Biergärten. Für die Gesundheit bedeutet das, im
Einklang mit den 5 Jahreszeiten zu leben, um gesund zu bleiben oder zu werden.
Eine große Erweiterung dieses Systems war die Zuordnung von
den verschiedensten körperlichen, geistigen und emotionalen Funktionen des
Menschen zu diesen 5 Phasen des Jahres.
Diese werden in der chinesischen Medizin die „5
Wandlungsphasen“ Holz, Feuer, Erde, Metall und Wasser bezeichnet. So gehören
beispielsweise zu der Wandlungsphase Holz neben dem Frühling die Emotion Wut
und die Anspannung, die Funktionen der Muskeln und Sehnen ebenso wie das Auge
und seine Sehkraft. Der Drang zur Selbstverwirklichung und die
Durchsetzungsfähigkeit werden ebenso dem Holz zugeordnet wie die Organe Leber
und Gallenblase. Hierbei sei daran erinnert, dass auch wir in unserem
Sprachgebrauch diese inneren Organe mit Gefühlen in Zusammenhang bringen: Da
„kommt einem die Galle hoch“, es „läuft einem eine Laus über die Leber“, man
ist „sauer“….
Jedes Ding kann einem dieser Elemente zugeordnet werden.
Zwischen den Fünf Elementen besteht ein genau definiertes Kräfte- und
Wirkverhältnis. Sie bilden, neben der Yin-Yang-Theorie, die zweite Hauptsäule
der chinesischen Medizin und stammen aus derselben Schule wie die Lehre von
Yin und Yang.
Die fünf Elemente beschreiben die unterschiedlichen Qualitäten
und Zustände, die den Naturphänomenen innewohnen. Wie Yin und Yang haben auch
die fünf Elemente, neben ihrer medizinischen, noch eine weit umfassendere
philosophische, naturwissenschaftliche und politische Bedeutung. Im Buch
„Shang Shu“ heißt es:
„Die fünf Elemente sind Wasser, Feuer, Holz, Metall und
Erde. Wasser befeuchtet nach unten, Feuer schlägt nach oben, Holz kann gebogen
und geradegerichtet werden, Metall kann geformt werden und erhärten, die Erde
erlaubt das Säen, Wachsen und Ernten. Was durchtränkt und absteigt (Wasser)
ist salzig, was emporschlägt ist (Feuer) ist bitter, was gebogen und
geradegerichtet werden kann (Holz) ist sauer, was geformt werden und erhärten
kann (Metall) ist scharf, was das Säen, Wachsen und Ernten erlaubt (Erde), ist
süß.“
Wie aus diesem Zitat ersichtlich besteht zwischen den
einzelnen „Elementen“, die jeweils bestimmte Bereiche der Natur
repräsentieren, ein kompliziertes Wechselverhältnis. Dieses Verhältnis, das
den Kern der Fünf-Elemente-Theorie ausmacht, wird von den Chinesen in
unterschiedlichen Sequenzen beschrieben. So gibt es eine Sequenz der
gegenseitigen „Hervorbringung“ welche besagt, dass die fünf Elemente zyklisch
auseinander entstehen: Holz erzeugt Feuer, Feuer Erde, Erde Metall, Metall
Wasser und Wasser wieder Holz. Des weiteren gibt es Sequenzen der
gegenseitigen „Kontrolle“ der Elemente, ihrer gegenseitigen Überwindung und
eine der sogenannten „Verachtung“ - all diese Sequenzen dienen dazu, das
vielschichtige Verhältnis der Elemente untereinander zu beschreiben.
Daneben haben die fünf Elemente auch eine zeitliche Dimension,
so lassen sie sich jeweils einer bestimmten Jahreszeit zuordnen und die
Chinesen kennen eine Vielzahl von Entsprechungen, die den Elementen zuzuordnen
sind, so auch solche des menschlichen Körpers. Danach lassen sich die
menschlichen Organe und ihre Funktionen den fünf Elementen zuordnen und somit
kann man auch das Verhältnis zwischen den Elementen auf das der Organe
anwenden.
Aus der Kenntnis der oben beschriebenen Beziehungen zwischen
den fünf Elementen kann der Arzt bei einer Krankheit Rückschlüsse ziehen auf
das Kräfteverhältnis der körperlichen Organe untereinander, und aus diesem
Wissen heraus kann er versuchen, gezielt den Bereich eines bestimmten Elements
zu stärken oder zu vermindern. Dahinter steht die Vorstellung, das nach dem
Modell der fünf Elemente ein Kräfteverhältnis zwischen den Organen besteht,
welches beim gesunden Menschen ausgewogen ist.
Beim kranken Menschen hat sich im Bereich einer der genannten
Sequenzen ein Kräfteungleichgewicht zwischen den Organfunktionen ergeben. Der
Arzt muß zunächst herausfinden, wo genau welche Art von Ungleichgewicht
entstanden ist, um dann die geeigneten Mittel zu ergreifen, um dem
Ungleichgewicht entgegenzuwirken und ein ausgewogenes Kräfteverhältnis unter
den Organfunktionen wieder herzustellen.
Bei seiner Diagnose kann sich der Arzt auf spezielle Methoden
der TCM stützen. Wichtig sind dabei u.a. die Beurteilung der Gesichtsfarbe,
der Tonfall der Stimme, der Geruch sowie der emotionale Ausdruck des
Patienten, welche dem Arzt wichtige Hinweise geben können.
In der Akupunktur werden dann bestimmte Punkte benutzt, um die
Energien der fünf Wandlungsphasen wieder in Einklang mit der Natur zu bringen.
Abb. 5: Die fünf Elemente
·
Die fünf Wandlungsphasen (Elemente) sind gemeinsam mit den
Konzepten von Qi und Yin und Yang die Grundbausteine des chinesischen
Universums.
·
Das Zusammenspiel aller Phänomene innerhalb von Makro- und
Mikrokosmos sind in klaren Kausalitäten beschrieben. Das bedeutet, dass alle
geistigen, emotionalen, energetischen und materiellen Phänomene den 5
Elementen zugeordnet werden können.
Abb. 6: Fünf Elemente, Jahreszeiten und Klima
Abb. 7: Fünf Elemente, Lebensphasen
Abb. 8: Fünf Elemente, Emotionen
Abb. 9: Fünf Elemente,
Ernährungs-, Mutter-Sohn-Zyklus
·
In den klassischen Texten „beginnt“ der Zyklus mit der
Wandlungsphase Holz
o
Holz ernährt Feuer
o
Feuer fördert Asche (Erde)
o
Aus der Erde kommen die Metalle
o
Metall belebt das Wasser (Mineralien)
o
Wasser läßt die Pflanzen (Holz) wachsen
·
In den frühen Darstellungen hat die Wandlungsphase Erde ihren
Platz in der Mitte, denn sie ernährt letztendlich alle Elemente.
·
Die Betonung einer „guten Mitte“ findet sich in vielen
chinesischen Texten.
·
Westliche Analogie: „Mutter Erde“
Abb.
10: Fünf Elemente, Kontrollzyklus
·
In dem selbstregulierenden
System der 5 Wandlungsphasen ist der Kontrollzyklus als ein inhibierender,
hemmender und eben kontrollierender Teil etabliert.
·
In Anlehnung an den
Mutter-Sohn-Zyklus könnte man hier von „die Großmutter passt auf den Enkel
auf“ sprechen
o
Wasser kontrolliert Feuer (Wasser löscht Feuer)
o
Feuer kontrolliert Metall (Feuer schmilzt Metall)
o
Metall kontrolliert Holz (Metall spaltet Holz)
o
Holz kontrolliert Erde (Wurzeln durchdringen die Erde)
o
Erde kontrolliert Wasser (Erde schüttet Brunnen zu)
·
Ist Anfang, Geburt und Kindheit
·
Schnelles Wachstum, Entwicklung, Planung und Start eines
Unternehmens
·
Schnelles Aufwärtsstreben der Samen und Triebe
·
Jahreszeit: Frühling
·
Klima: Wind
·
Farbe: Grün
·
Yin-Organ: Leber
·
Yang-Organ: Gallenblase
·
Sinn: Sehen
·
Geschmack: Sauer
·
Gewebe: Sehnen, Muskeln
·
Emotion: Wut, Mut
·
Ist das große Yang des Sommers (Jugend hat Feuercharakter)
·
Geistige Entwicklung, Inspiration, Intuition, Neugierde,
Interesse, Lernen
·
Geist verbindet Himmel und Erde
·
Jahreszeit: Sommer
·
Klima: Hitze
·
Farbe: Rot
·
Yin-Organ: Herz
·
Yang-Organ: Dünndarm
·
Sinn: Sprechen
·
Geschmack: Bitter
·
Gewebe: Blutgefäße
·
Emotion: Freude
·
Ist Mitte, nährendes, ausgleichendes Element
·
Leitet Jahreszeiten harmonisch ineinander über
·
Reife, Stabilität, Geborgenheit, Wunsch nach der eigenen
Verwirklichung (Familie etc.)
·
Jahreszeit: Übergangszeit
·
Klima: Feuchtigkeit
·
Farbe: Gelb
·
Yin-Organ: Milz
·
Yang-Organ: Magen
·
Sinn: Schmecken
·
Geschmack: Süß
·
Gewebe: Muskeln, Fleisch, Bindegewebe
·
Emotion: Sorge
·
Säfte der Pflanzen sinken nach unten (Laub welkt)
·
Urvertrauen
·
Existenz auf materieller Ebene
·
Durchsetzungskraft, Gerechtigkeit, Verstand, Mitgefühl
·
Höhepunkt des Lebens überschritten
·
Jahreszeit: Herbst
·
Klima: Trockenheit
·
Farbe: Weiß
·
Yin-Organ: Lunge
·
Yang-Organ: Dickdarm
·
Sinn: Riechen
·
Geschmack: Scharf
·
Gewebe: Schleimhäute, Haut
·
Emotion: Traurigkeit
·
Sitz der ursprünglichen Kraft
·
Lebensabend (Geist kommt zur Ruhe), Bescheidenheit, aktives
Mitgefühl, Weisheit, Demut
·
Ausdauer, Beharrlichkeit, unbeugsamer Wille, Erfolg, langes
Leben
·
Jahreszeit: Winter
·
Klima: Kälte
·
Farbe: Schwarz, blau
·
Yin-Organ: Niere
·
Yang-Organ: Blase
·
Sinn: Hören
·
Geschmack: Salzig
·
Gewebe: Knochen
·
Emotion: Angst
|
Element |
Holz |
Feuer |
Erde |
Metall |
Wasser |
|
Hauptorgan
(zang) |
Leber |
Herz |
Milz |
Lunge |
Nieren |
|
Nebenorgan
(fu) |
Gallenblase |
Dünndarm |
Magen,
Bauchspeichel-drüse |
Dickdarm |
Harnblase |
|
Körperteile |
Innenseite der Beine, Leisten, Zwerchfell, Rippen |
Achselhöhlen,
Innenseite der Arme |
Gesicht, Brust, Seiten der Beine,
Leisten |
Brust,
Innenseite der Arme |
Brust,
Innenseite der Beine, Seite des Fußes |
|
Gewebe,
Flüssigkeiten |
Sehnen und
Faszien, Nägel |
Blut, Schweiß |
Muskeln, Fleisch (Bindegewebe) |
Schleimhäute,
Haut |
Knochen |
|
Speichert |
Blut |
Lymphe |
Shen (Geist) |
Qi |
Jing |
|
Qualität |
Farbe |
Flüssigkeit |
Geschmack |
Geruch |
Ton
|
|
Sinnesorgan |
Augen |
Zunge |
Mund, Lippen |
Nase |
Ohren |
|
Sinn |
Sehen |
Reden |
Schmecken |
Riechen |
Hören |
|
Geschmack |
Sauer |
Bitter |
Süß |
Scharf |
Salzig |
|
Geruch |
Ranzig |
Verbrannt |
Süßlich |
Verrottet |
Faulig |
|
Jahreszeit
der größten
Aktivität |
Frühling |
Sommer |
Spätsommer |
Herbst |
Winter |
|
Himmels-
Richtung |
Ost
|
Süd
|
Mitte |
West |
Nord |
|
Tageszeit |
Morgen |
Mittag |
Nachmittag |
Abend |
Nacht |
|
Klima |
Wind |
Hitze |
Feuchtigkeit |
Trockenheit |
Kälte |
|
Farbe |
Grün |
Rot
|
Gelb |
Weiß |
Dunkelblau,
Schwarz |
|
Positive
Emotionen |
Freundlichkeit,
Phantasie,
Tatkraft, Durchsetzung |
Freude, Liebe, Glück, Ehre, Respekt, Kreativität, Enthusiasmus
Geist, Aus-
strahlen,
Konzentration,
Einsicht,
Selbstbewußt-
sein, Offen-
heit
|
Ausgeglichen-heit,
Mitgefühl,
Nachdenken,
Musikalität,
Gerechtigkeit,
Wahrhaftigkeit |
Rechtschaffen-heit, Mut, Loslassen, Leere,
Anpassungs-fähigkeit, Urvertrauen |
Sanftheit,
Gelassenheit,
Wachheit,
Stille, Bescheiden-heit |
|
Element |
Holz |
Feuer |
Erde |
Metall |
Wasser |
|
Negative
Emotionen |
Ärger, Zorn,
Wut,
Aggression |
Ungeduld,
Hektik, Launen-
haftigkeit,
Grausamkeit,
Arroganz |
Sorgen,
Grübeln,
Mitleidigkeit |
Trauer,
Depression,
Kummer |
Furcht, Angst, Stress |
|
Stress-handlung |
Schluckauf |
Husten |
Zittern |
Anhaften |
Depression |
|
Gefühlsäuße-rungen |
Rufen |
Lachen |
Singen |
Weinen |
Stöhnen |
| |
|
|
|
|
|
|
Tabelle 4: Die fünf
Wandlungsphasen im Überblick
|
Zang
(Speicherorgane, Yin- Organe) |
Fu (Hohlorgane,Yang-Organe) |
|
Lunge |
Dickdarm |
|
Herz |
Dünndarm |
|
Leber |
Gallenblase |
|
Milz |
Magen |
|
Niere |
Harnblase |
|
Pericard |
San Jiao, Dreifacher Erwärmer |
Tabelle 5: Übersicht
Zang-Fu-Organe
·
Öffnet sich über die Nase
·
Beherbergt die Körperseele po
·
Regiert Qi und Atmung
·
Reguliert die Wasserwege
·
Der „Minister“ der Gefäße und Leitbahnen
·
Öffnet sich auf der Zunge
·
Beherbergt den Geist
·
Regiert das Blut
·
Kontrolliert das Schwitzen
·
Kontrolliert die Blutgefäße
·
Öffnet sich in den Augen
·
Beherbergt Wanderseele hun
·
Speichert Blut
·
Gewährleistet Qi-Fluß
Abb. 11: Zang-Fu-Organe (aus Focks/Hillenbrand, 2006)
·
Öffnet sich über den Mund
·
Beherbergt das Denken
·
Umwandlung und Transport
·
Kontrolliert das Blut
·
Kontrolliert das aufsteigende Qi
·
Öffnet sich in den Ohren
·
Manifestiert sich in den Haaren
·
Beherbergt die Willenskraft
·
Speichert Essenz
·
Kontrolliert das Empfangen des Qi
·
Produziert Mark
·
Kontrolliert die beiden unteren Öffnungen
·
Regiert das Wasser
·
Äußere Hülle des Herzens zum Schutz vor pathogenen Faktoren
·
Gleiche Funktion wie das Herz
·
Funktion als Leitbahn
·
Innen-Außen Beziehung zur Lunge
·
Resorbiert reine Flüssigkeiten
·
Übernimmt Trübes vom Dünndarm
·
Scheidet aus
·
Urteilsfähigkeit
·
Trennt die Flüssigkeiten unter der Kontrolle des Nieren-Yang
·
Kontrolliert das Empfangen und Umwandeln der Nahrung
·
Entscheidungen treffen
·
Mut zur Entscheidung
·
Speichert Galle
·
Leitet Qi an die Sehnen
·
Erwärmung der Nahrung
·
Ursprung der Flüssigkeiten
·
Transport der Nahrung
·
Absteigendes Qi
·
Trübe Flüssigkeiten
·
Unterstützung durch den San Jiao
·
Emotionen
·
Arbeitet mit dem Dünndarm zusammen
·
Beseitigt Wasser durch Qi-Transformatione
·
Straße für das Ursprungs-Qi
·
Oberer Erwärmer: Verteilung der Flüssigkeiten
·
Mittlerer Erwärmer: Verdauung
·
Unterer Erwärmer: Trennung des Reinen und Trüben
·
12 Hauptmeridiane
·
48 Befehlspunkte
·
24 Shu-Mu-Punkte (Organ/Organ- System)
·
12 Ho-Punkte
·
3 Punkte mit Ho- Funktion
·
12 Ting-Punkte
·
Nebenmeridiane
o
Lo-transversale
o
Lo-longitudinale
o
TMM
o
8 außerordentliche Meridiane mit 8 Kardinalpunkten
o
12 Sondermeridiane
·
Antike Punkte und Funktionskreise
o
Yin/Yang-Kreis
·
Weitere Punkte:
o
Psychisch wirksame Punkte
o
Schmerz wirksame Punkte
o
Korticotrope Punkte
o
Spasmolytische Punkte
o
Stabilisierende Punkte
In den Jing Luo, einem Netzsystem von Leitbahnen werden
Qi, Blut, Körperflüssigkeiten und Nähr-stoffe verteilt. Die Jing Luo
unterteilen sich in die Jing Mai, die Leitbahnen bzw. Meridiane, und in
die Luo Mai, die Netzgefäße, Luo-Gefäße bzw. Kollaterale.
Die Meridiane, Jing Mai, haben so genannte Netzgefäße,
Luo Mai. Diese verbinden innerlich und äußerlich gekoppelte Meridiane.
Die Netzgefäße haben spezielle Punkte, die Luo-Punkte (vgl. Kap. 6).
Innerhalb eines Tages 3 Umläufe bei 12 Meridianen:
Erster Umlauf :
Zwischen 3 Uhr und 11 Uhr
Lunge ð
Dickdarm ð Magen
ð Milz
Zweiter Umlauf:
Zwischen 11 Uhr und 19 Uhr
Herz ð Dünndarm
ð Blase
ð Niere
Dritter Umlauf:
Zwischen 19 Uhr und 3 Uhr
Pericard ð
Sanjiao (3E) ð
Gallenblase ð
Leber
Tabelle 6: Meridianumläufe (aus
Focks/Hillenbrand, 2006)
Abb. 12: Meridianumläufe
und Meridianuhr (aus Focks/Hillenbrand, 2006)
Verlaufsrichtung:
·
Yin-Meridiane (Lu, Mp, He, Ni, Pe (Ks), Le) verlaufen von
unten nach oben
·
Yang-Meridiane (Di, Ma, Dü, Bl, 3E,Gb) verlaufen von oben
nach unten
Hitze
·
Hohes Fieber, großer Durst
·
Rotes Gesicht, rote Augen
·
Psychische Unruhe
·
Dicker, gelber Schleim
Trockenheit
·
Trockene Schleimhäute und Haut
·
Trockener, harter Stuhl
·
Reizhusten, Asthma
Feuer
·
Spontane Schweißausbrüche
·
Brennen oder Hitzeempfindung auf der Haut
·
Entzündungen der Haut
·
Bitterer Geschmack auf der Zunge
Wind (natürlicher, Klimaanlage)
·
Plötzlicher Beginn
·
Obere, äußere Körperregion:
o
Gesicht
o
Schweißdrüsen
o
Hals
o
Lunge
·
"Bewegung"
o
Wandernde Schmerzen
o
Juckende Hautausschläge mit wechselnder Lokalisation
o
Zittern, Zuckungen, Spasmen, Tetanie
·
Innerer Wind
o
Benommenheit
o
Ohrensausen
o
Schlaganfall
o
Zittern, Zuckung
·
Wind-Hitze
o
Halsschmerzen
o
Durst, leichtes Schwitzen
o
Trockner Husten
·
Wind-Kälte
o
Verstopfte Nase
o
Schüttelfrost
o
Kopf- und Gliederschmerzen
Kälte
·
Leichtes Fieber
·
Blasses Gesicht
·
Stechende, krampfartige Schmerzen
·
Hohes Bedürfnis nach Wärme
·
Innere Kälte
o
Unteraktivität, Langsamkeit
o
Kalte Körperteile
o
Übermäßiges Schlafbedürfnis
Feuchtigkeit
·
Untere Körperregionen
·
Reichlich Absonderung und Ausscheidung
o
Nässende Hautausschläge
o
Trüber Urin
o
Vaginalaussfluss
·
Dumpfe und ziehende Schmerzen
·
Schweregefühl in den Extremitäten
·
Innere Feuchtigkeit
o
Langsames Einsetzen der Symptome
o
Schleim
§
Schwellungen, Knoten, Tumore
§
Produktiver Husten
§
Verwirrt Gedanken, Stumpfsinnige/komaähnliche Zustände
·
Feuchte Hitze
o
Rote, geschwollene Bläschen
o
Gesicht
·
Zorn
·
Freude
·
Sorge
·
Grübeln
·
Trauer
·
Angst
·
Schock
Die wichtigsten diagnostischen Verfahren sind:
·
Die vier Untersuchungsmethoden Beobachten (Wang), Hören und
Riechen (Wen),
Befragen (Wen) und Betasten (Qie)
·
Zungendiagnose
·
Pulsdiagnose
Ziele der Diagnostik :
·
Befunderhebung im Sinne des Chinesischen Medizinsystems (keine
westlichen Befunde)
·
Nach der Erhebung werden die Befunde integriert, um sie
Disharmoniemustern (Syndromen) zuzuordnen.
Beispiel Blähungen:
Welches Organ ist betroffen? Milz
Was ist dort betroffen? Qi
In welchem Zustand befindet sich das Qi? Leere
Disharmoniemuster:
Milz-Qi-Leere
Befunde werden nach Kategorien erhoben, d. h. die einzelnen
Untersuchungen (z.B. Zungenbefund oder
Pulsbefund) sollen Befunde ergeben, die sich innerhalb dieser
Kategorien zuordnen lassen.
Die drei wichtigsten Diagnosekategorien:
·
Die acht diagnostischen Kriterien (Ba Gang)
·
Qi, Blut und Körperflüssigkeiten (Qi, Xue, Jinye Bianzheng)
·
Die inneren Organe (Zhangfu Bianzheng)
|
Yin |
Yang |
|
Innen (Li) |
Außen (Biao) |
|
Leere (Xu) |
Fülle (Shi) |
|
Kälte (Han) |
Hitze (Re) |
Tabelle 7: Ba Gang
Qi: Etwas, das Substanz und dynamische Kraft in sich
vereinigt. Dient Antrieb und Funktion
Blut: Materielle Basis des Qi
Jinye: Alle Flüssigkeiten außer Blut
|
Zang
(Speicherorgane, Yin-Organe) |
Fu (Hohlorgane,Yang-Organe) |
|
Lunge |
Dickdarm |
|
Herz |
Dünndarm |
|
Leber |
Gallenblase |
|
Milz |
Magen |
|
Niere |
Harnblase |
|
Pericard |
San Jiao, Dreifacher Erwärmer |
Tabelle 8: Zang-Fu-Organe
·
Befragen (Anamnese)
·
Beobachten (Inspektion)
·
Hören und Riechen (Auskultation und Olfaktion)
·
Betasten (Palpitation)
·
Kälte- und Hitzeempfindungen
·
Schweißneigung
·
Kopfschmerzen und Schwindelgefühle
·
Schmerzen
·
Urin
·
Stuhl
·
Durst, Appetit, Geschmacksvermögen
·
Schlaf
·
Gynäkologische Probleme
·
Krankheitsgeschichte
1. Kälte- und Hitzeempfindungen
·
Hitze
o
Subjektives Wärmeempfinden
o
Fühlbare Wärme
o
Abneigung gegen warmes Wetter
·
Kälte
o
Dauerndes Frösteln
o
Bevorzugung von Wärme
·
Fieber
o
Plötzlich mit Frösteln
ð Qi versucht äußeren pathogenen
Faktor abzuwehren
o
Verschwinden des Fröstelns
ð Tiefergehen der Krankheit
ð Fieber=Hitzezeichen
o
Niedriges Fieber am Nachmittag (Handflächen, Fußsohlen,
Brustbein)
ð Yin-Mangel
o
Kein Fieber, Furcht vor Kälte
ð Yang- oder Qi-Defizit
Innerer
Yang-Mangel: Zusätzliche Decken wärmen
Äußerer pathogener
Faktor: Zusätzliche Decken wärmen nicht
2. Schweißneigung
·
Ohne Fieber
o
Tagsüber (spontan)
ð Yang- oder Qi-Mangel
ð Zeichen für unzulängliche
Regulation der Poren durch das Abwehr-Wei-Qi
o
Nachtschweiß
ð Yin-Mangel
ð Relative Hitze veranlasst das
Öffnen der Poren
·
Bei Fieber oder anderen äußeren Einflüssen
o
Kein Schwitzen
ð Kälte, die die Poren
zusammenzieht
o
Schwitzen
ð Äußere Hitze, die die Poren
öffnet oder
ð Qi-Mangel, der die Regulation
der Poren behindert
·
Sinkt das Fieber nach dem Schwitzen
ð Pathogener Faktor erfolgreich
abgewehrt
3. Kopfschmerzen und Schwindelgefühle
Kopfschmerz
Organbezug: Am häufigsten die Leber, da das Leber-Qi dazu
tendiert, nach oben zu steigen
·
Plötzliche Kopfschmerzen
ð Äußerer Pathogener Faktor
·
Chronisch
ðInnere Disharmonie
·
Starke Kopfschmerzen
ð Fülle
·
Leicht und lästig
ð Mangelmuster
Schwindel
Meist mit Yin- oder Blutmangel assoziiert
4. Schmerzen
Stagnation von Qi
und/oder Blut
|
|
Qi-Stagnation
|
Blut-Stase |
|
Schmerztyp |
Oberflächlich, hell
Stechend, eher leichter
|
Tief, dumpf
Bohrend, stärker,
bedrohlicher |
|
Ort |
Eher wandernd |
ortsgebunden |
|
Äußere, lokale Merkmale |
Keine organischen
Veränderungen oder leichtere, reversiblere Muskelverspannungen |
Kleine, livide Adergeflechte, besonders in LWS und
HWS-Region
|
Tabelle 9: Schmerzformen
5. Urin
·
Klarer Urin
ð
Kältemuster
·
Reichliche Urinmengen / Nykturie
ð
Beeinträchtigung der aufwärts befördernden Nierenaktivität (Verdunstung), d.h.
Mangel an Nieren-Qi
·
Unfähigkeit des vollständigen Wasserlassens, tröpfelnder Urin
oder mangelnder Druck beim Wasserlassen
ð
Qi-Mangel
ð
Kälte
ð
Feuchtigkeit
·
Dunkelgelb oder rötlich
ðHitzemuster
·
Spärliche Urinmengen
ð
Füllemuster (Feuchtigkeit oder Hitze blockieren Blasen-Qi)
ð
SäfteMangel
·
Häufiges, schmerzvolles Wasserlassen mit wenig dunklem Urin
ð
Feuchtigkeit und Hitze in der Blase
6. Stuhlgang
·
Unregelmäßig, trocken oder hart
ð
Hitze-Fülle
ð
Säftemangel
ð
(Qi-Mangel)
·
Drängender Durchfall, gelblich mit Brennen am Anus
ð
Hitzezeichen
·
Wässrig oder ungeformt
ð
Yang-Mangel
ð
Qi-Mangel
ð
Feuchtigkeit
·
Unverdaute Nahrung im Stuhl
ð
Milz-Yang-Mangel
7. Durst, Appetit und Geschmacksvermögen
·
Durst
ð
Zeichen für Hitze
·
Kein Durst
ð
Zeichen für Kälte
·
Durst ohne Bedürfnis zu trinken
ð
Yin-Mangel oder Feuchtigkeit
·
Appetitlosigkeit
ð
Magen- oder Milzdisharmonie
ð
Qi-Mangel oder Feuchtigkeit
·
Übermäßiger Appetit
ð
Zuviel Magen-Feuer
·
Geschmack im Mund
o
Bitter
ð Hitze (meist Leber- oder
Gallenblasenstörung)
o
Süß, teigig
ð
Feuchte-Hitze in der Milz
o
Faulig
ð Leber-
oder Magen-Hitze
o
Salzig
ð
Nierendisharmonien
o
Unfähigkeit der Geschmacksunterscheidung
ð
Mangelmuster der Milz
8. Schlaf
Schlaflosigkeit = „Unfähigkeit des Yang, in das Yin
einzutreten“
Blut und Yin reichen nicht aus, um das im Herz gespeicherte
Shen zu nähren
ð Relative Yang –
Fülle
Dauernder Wunsch zu schlafen, übermäßiges Schlafen
ð Yang-Mangel,
Qi-Mangel oder Feuchtigkeit
9. Gynäkologische Probleme
Menstruation
·
Zu früh eintretende Menstruation
ð Hitze (mit roter Zunge)
ð Mangel an Qi (blasse Zunge)
·
Spät einsetzende Menstruation
ð BlutMangel oder Kälte, die
Stagnation hervorrufen
·
Häufige Abweichungen vom Zyklus
ð Ungleichmäßig fließendes
Leber-Qi
·
Starker Menstruationsfluss
ð Hitze im Blut oder Qi-Mangel
·
Geringer Fluss oder Ausbleiben der Menstruation
ð Blutmangel, Kälte, die das Blut
hemmt, oder Blut-Stase
·
Helles, dünnes Menstruationsblut
ð Mangelmuster
·
Sehr dunkles Menstruationsblut
ð Hitze
·
Violettes (v.a. klumpig) Menstruationsblut
ðBlut-Stase
Ausfluss
·
Reichlich und weiß oder klar und dünn
ð Mangel und Feuchtigkeit
·
Dick und gelb oder mit Juckreiz
ð Hitze und Feuchtigkeit
10. Krankheitsgeschichte
·
Akute Erkrankungen
ð Füllemuster
·
Chronische Erkrankungen
ð Mangelmuster
·
Ältere Menschen
ðTendenz zu Mangelmustern
·
Jüngere Menschen
ðTendenz zu Füllemustern
·
Generelle Erscheinung und Konstitution
·
Zustand des Shen
·
Gesichtsfarbe
·
Zungendiagnostik
·
Ohrdiagnostik
·
Antlitzdiagnostik
„Yang ist Bewegung,
Yin ist Ruhe.“
Nei Jing
1. Generelle Erscheinung und Konstitution
·
Aufgeregt, extrovertiert, gesprächig, gereizt, aggressiv
ðYang-Tendenz
·
Schwere, kraftvolle, plumpe Bewegungen
ð Füllemuster
·
Schnelle, fahrige Bewegungen, Strecken der Beine, sich abdecken,
von Hitzequelle abrücken
ð Hitzemuster
·
Passiv, introvertiert, ruhig
ð Yin-Tendenz
·
Vorsichtige, zarte, kraftlose Bewegungen
ð Mangelmuster
·
Langsame, bedächtige Bewegungen, Zusammenrollen, viele Decken,
nah der Wärme-quelle
ðKältemuster
·
Stark, robust
ðTendenz zu starken Organen und
Füllemustern
·
Schwach, zerbrechlich
ðTendenz zu schwachen Organen und
Mangelmuster
·
Übergewichtige
ð Neigung zu Qi-Mangel (v.a., wenn
blass und aufgedunsen)
ðZuviel Schleim oder Feuchtigkeit
·
Dünne Person, bleicher Teint, schmale Brust, trockene Haut
ðTendenz zu Yin- oder Blutmangel
·
Abmagern während einer Krankheit
ðErschöpftes Jing
2. Zustand des Shen
Wie ist die Vitalität und der Zustand d. seelischen,
emotionalen und spirituellen Seins?
|
|
Viel Shen |
Wenig Shen |
|
Aussehen |
Gesund |
Krank |
|
Gesichtsfarbe |
Klar |
Grau |
|
Ausdruck der Augen |
Glänzend
Lebendig |
Trübe
Leer |
|
Haltung |
Guter Tonus |
Schlaff |
|
Gedanken |
Konzentriert |
Konfus |
|
Reaktionen |
Schnell |
Lahm |
Tabelle 10: Zustand des Shen
3. Gesichtsfarbe
„Qi und Blut der
Leitbahnen strömen nach oben, in das Gesicht.“
Nei Jing
Farbe und Feuchtigkeit des Gesichts drücken den Zustand von Qi
und Blut im Körper aus
·
Weiß
ð Mangel oder Kälte
·
Leuchtendweiß, geschwollen oder gedunsen
ð Qi- oder Yang-Mangel
·
Weiß, glanzlos und welk
ð
BlutMangel
·
Rötung
ð Hitze und Feuer
·
Gelb
ð Feuchtigkeit oder Mangel, v.a.
bei Innerer Feuchtigkeit mit schwacher Milz
·
Qing „die Farbe der Drachenschuppen“ = blaugrün
ð Stagnation von Qi oder Blut
ð Füllemuster
ð Leberdisharmonien und Wind
ð Violett im Fall extremer
Stagnation
·
Dunkel, schwarz
ð Ungenügende Nierenfunktion
ð Gestautes Blut
ð Lang währende, chronische
Krankheit
·
Wichtiger Teil des Beobachtens des Patienten
·
Spiegelbild der inneren Organe
·
Organe und Zunge werden durch die Meridiane miteinander
verbunden
·
Bagang
o
Fülle oder Leere?
o
Innen oder Außen?
·
Krankheitsverursachende Faktoren?
o
Kälte, Hitze, Feuchtigkeit etc.
·
Zustand der Zangfu
·
Erfolgsbeurteilung
·
Prognostische Aussagen
Abb. 13: Areale der Zunge
·
Beschaffenheit des Zungenkörpers
ð Spiegelt innere Erkrankungen
wider
o
Farbe, Feuchtigkeit
o
Risse und Sprünge
·
Zungenbelag
ð Spiegelt äußere Erkrankungen
bzw. äußere pathogene Faktoren wider
o
Dick/dünn
o
Feucht/trocken
o
Farbe
·
Form und Beweglichkeit
·
Zungengrundvenen
1. Beschaffenheit des Zungenkörpers
Normale Zunge
ð Blass-rot, mäßig
feucht
Farbe
·
Blass (weniger rot als normal)
ð BlutMangel
ð Qi-Mangel
ð Kälte-Fülle
·
Rot (röter als normal)
ð Hitzedisharmonien, evtl rote
Punkte (Blut-Hitze)
·
Scharlachrot
ð Extremer Hitzezustand mit
äußeren Hitzezeichen
ð Hinweis für Eindringen Hitze bis
in tiefste Schichten des Körpers
·
Violett
ð Gehemmter Qi- oder Blutfluss
ð Leberdisharmonie
·
Blassviolett
ð Blockade mit Kälte
·
Rötlich-violett
ð Stagnation mit Hitze, die Säfte
oder Blut beeinträchtigt
·
Schwärzlich
ð Stagnation
Feuchtigkeitsgrade
·
Feucht
ð Auf Kälte beruhende Disharmonie
·
Trocken
ð Auf Hitze beruhende Disharmonie
Risse und Sprünge
·
Seit Geburt:
ð Normal
·
Während Krankheit
ð Zeichen für chronische oder
schwere Erkrankung
ð Rote Zunge: Hitze, die die Säfte
austrocknet oder Yin-Mangel
ð Blasse Zunge: Blut- oder
Qi-Mangel
·
Rote Ausschläge, Bläschen oder dornenähnliche Vorsprünge
ð Hitze oder gestautes Blut
2. Zungenbelag
·
Ist auf die Aktivität der Milz zurückzuführen
·
spiegelt den Zustand des Verdauungssystems wider (Milz- und
Magen-Qi)
·
Die Milz verdunstet die reinen Essenzen und schickt kleine
Mengen unreiner Substanzen nach oben
·
Gesund
ð Einheitlicher Belag, evtl. etwas
dicker im Zentrum
ð Dünn, weißlich, feucht, lässt
das Zungenmaterial durchscheinen
ð „Wie Gras, das aus dem Boden
sprießt“
·
Dünn
ð Normal
ð Bei Krankheit Zeichen von Mangel
·
Fehlender Belag
ð Yin-Mangel
·
Dick
ð Fülle
·
Sehr feucht
ð Fülle an Säften (meist aufgrund
von Yang-Mangel)
ð Feuchtigkeit
·
Sehr trocken oder sandpapierähnlich
ð Yang-Fülle
ð Säfte-Mangel
·
Auf der Oberfläche schwebend
ð Schwaches Milz- und Magen-Qi
·
Fett, bedeckt die ganze Zunge mit dickem, öligem Film, wie
Schicht Vaseline oder Butter
ð Anwesenheit von Schleim oder
Feuchtigkeit im Körper
·
Glänzend (ganze Zunge oder Teil) = „geschälte Zunge“
ð Yin- oder Säfte-Mangel
ð Schwaches Milz-Qi
·
Weiß und feucht
ð Zeichen für Kälte
·
Wie Hüttenkäse, Quark oder ungeformter Tofu, dornenartig
ðHitze im Magen
·
Gelb
ð Hitzezeichen
·
Schwarz oder grau
ð Extreme Hitze oder Kälte
3. Form und Beweglichkeit
·
Gesund
o
Im Verhältnis zum Mund
§
Weder zu groß noch zu klein
§
Weder geschwollen noch geschrumpft
o
Flexibel
o
Glattes Stück Fleisch ohne Risse und Sprünge
o
Kann erhabene Papillen haben
o
Keine roten Bläschen oder Ausschlag
o
Keine Abweichung
·
Geschwollen = Schwammig mit gezackten Rändern
(Zahnabdrücke)
ð Qi-Mangel
ð Fülle an Säften
ð Gelegentlich bei HitzeFülle
(Zungenkörper ist rot)
·
Dünn = Schlank, kleiner als normale Zunge
ð Blut- oder Säftemangel
·
Steif = Gleicht einem „Stück Holz“
ð Fülle-Zustand
ð Bösartiger Windeinfluss
ð Schleim, der das Herz-Qi hemmt
·
Zitternd
ð Blass: Zuwenig Qi, das die
Bewegungen kontrolliert
ð Rot: Innerer Wind, der die Zunge
bewegt
·
Heraushängend (wie bei einem Hund)
ð Hitze
·
Zusammengezogen, nicht herausstreckbar
ð Schwere Fälle
o
Blass oder violett: ð
Kälte, die den Körper zusammenzieht
o
Geschwollen: ð
Schleim oder Feuchtigkeit
o
Rot: ð Hitze,
die die Säfte austrocknet
4.
Zungengrundvenen
·
Gestaut, nicht dunkel
ð Qi-Stagnation
·
Gestaut, dunkel
ð Blut-Stagnation
·
Erweiterte Venen
ð Fülle-Zustand
·
Dünne Venen
ð Mangel-Zustand
Außen-Erkrankungen (Meistens akut)
·
Wind - Kälte
o
Belag ist dünn und weiß
§
Feucht, abkratzbar und nur vorderer Anteil
ð Schwacher pathogener Faktor
§
Weiß, trocken und nicht abkratzbar
ð Äußere Kälte dringt tiefer ein
mit potentieller Umwandlung in
Feuer,
die die Säfte austrocknet
·
Wind - Hitze
ð Belag ist dünn und weiß, später
gelb
ð Rötung des gesamten vorderen
Abschnittes der Zunge
Innen-Erkankungen (Meistens chronisch)
·
Veränderung von Form und Farbe
·
Belag gewöhnlich gelb
·
weiß ð gelb
ð Eindringen des pathogenen
Faktors
·
Ränder weiß, Mitte gelb
ð Erkrankung nach innen
vorgedrungen
·
Ränder gelb, Mitte weiß
ð Besserung
·
Belag fehlt
ð Magen- oder Nieren - Yin -
Mangel
Halb – Innen
– Halb – Außen (Shao – Yang – Krankheit)
·
Einseitiger Belag oder vorn weißer, hinten grauer oder schwarzer
Belag
·
Symptome
o
Schüttelfrost und Fieber
o
Bitterer Mundgeschmack
o
Schmerzen im Hypochondrium
o
Reizbarkeit
o
Trockener Hals und Übelkeit
·
Zentrale Bedeutung in der Diagnostik der TCM
o
„Ich geh‘ Puls fühlen“
o
Erste Erwähnung im Nei Jing
·
Wortbedeutung:
o
„Kanäle“ durch die Qi und Blut fließen
o
Auch „Puls“ im Sinne von Pulsschlag
·
Das Pulsbild gibt Auskunft über Blut und Qi und über alle
Organe, die damit in Verbindung stehen.
·
Beurteilt werden v. a. : Tiefe, Frequenz, Volumen, Kraft, Form,
Länge und Rhythmus
Abb. 14: Lokalisation der Positionen bei der Pulspalpation
·
An rechter und linker Hand (A. radialis)
·
3 Positionen
o
Erste Position: Zeigefinger
o
Zweite Position: Mittelfinger
o
Dritte Position: Ringfinger
·
Plazieren des Mittelfingers auf Processus styloideus radii, dann
Zeige- und Ringfinger locker daneben legen und auf die A. radialis gleiten
·
An allen drei Stellen sollte der Puls zu tasten sein.
o
Physiologisch: schwächer an proximaler und distaler Taststelle
·
3 Druckebenen: Oberflächlich, mittel und tief
·
28 verschiedene Pulsqualitäten
Abb. 15: Technik
der Pulspalpation
Der Normale Puls:
·
Ist hauptsächlich auf der mittleren Ebene zu tasten
·
Er sollte 3 Qualitäten beinhalten
o
Magen-Qi
§
sanft, ruhig
§
4-5 Schläge pro Atemzyklus des Untersuchers (70-75/min)
o
Shen (Geist/Vitalität)
§
weich, stark, regelmäßig
ð gesundes Herz-Qi und –Blut
o
Wurzel
§
tiefe Ebene gut palpierbar
§
hintere Position gut tastbar
ð gesunde und starke Niere
1. Beurteilung der Tiefe des Pulses
Yin
Der tiefe Puls (Chen Mai)
·
Nur auf der dritten Ebene
·
klar zu tasten
·
Befund:
o
Innere Disharmonie oder
o
Blockade
o
Schwach: Schwäche von Qi und Yang
o
Voll: Qi- und Blutstase, innere Kälte oder Hitze
Yang
Der oberflächlicher Puls (Fu
Mai)
·
Auf der oberflächlichen Ebene klar zu tasten
·
Befund:
o
Äußerer pathogener Faktor:
§
Gespannt: Wind-Kälte
§
Schnell: Wind-Hitze
o
Yin-Mangel:
§
Oberflächlich und in der Tiefe leer
2.
Beurteilung der Frequenz des Pulses
Yin
Der langsame
Puls (Chi Mai)
·
< 4 Schläge / Atemzug
·
Befund:
o
Kälte, die die Bewegung verlangsamt
o
Mangelndes Qi, bewirkt ungenügende Bewegung
Yang
Der
schnelle Puls (Shuo Mai)
·
5 Schläge / Atemzug
·
Befund:
o
Hitze beschleunigt die Bewegung
3.
Beurteilung des Volumens des Pulses
Yin
Der feine Puls (Xi Mai)
·
Wie ein dünner Faden, aber klar zu tasten
·
Befund:
o
Qi-Mangel
o
Blut-Mangel
Yang
Der
überflutende Puls (Hong Mai)
·
Großer Durchmesser und sehr klar
·
Befund:
o
Fülle
o
Meist mit Hitze in Magen oder Darm
4.
Beurteilung der Kraft des Pulses
Yin
Der leere Puls (Xu Mai)
·
Meist oberflächlich tastbar
·
Breit aber schwach und weich
·
„schlecht gefüllter Wasserball“
·
Befund:
o
Qi- und Blut-Mangel
Der
sanfte Puls (Ru Mai)
·
Oberflächlich , kraftlos
·
Fadenförmig
·
Befund:
o
Qi- oder Blut-Mangel
o
Milz-Nässe-Störung
Yang
Der volle
Puls (Shi Mai)
·
Breit und kräftig
·
Schlägt auf allen 3 Ebenen gegen die Finger
·
Befund:
o
Fülle-Muster
§
Schnell: Fülle-Hitze
§
Langsam: Fülle-kälte
5.
Beurteilung der Form des Pulses
Yin
Der rauhe
Puls (Se Mai)
·
ungleichmäßig und holprig, unregelmäßig in Kraft und Fülle
„Messer, das über Bambus schabt“
·
Befund:
o
Blut- oder Jing-Mangel (dünn)
o
Gestautes Blut
o
Erschöpfung der Säfte nach Schwitzen und Erbrechen
Yang
Der
schlüpfrige Puls (Hua Mai)
·
fließend, „gleitet wie eine Schlange“, glatt wie die Kugeln
eines Kugellagers
·
Frauen in der Schwangerschaft
·
Befund:
o
Fülle, meist Feuchtigkeit oder Schleim
Der
saitenförmige Puls (Xian Mai)
·
Straff wie Gitarren- oder Geigensaite
·
Kräftig, federt auf allen 3 Druckebenen zurück und schlägt
gleichmäßig gegen die Finger
·
fließende, wellenartige Qualität fehlt
·
Befund:
o
Stagnation im Körper (Leber-/Gallenblasendisharmonie)
Der
straffe Puls (Jin Mai)
·
Kräftig, „als hielte man ein schwingendes, straff gespanntes
Seil“
·
Voller und elastischer als der drahtige Puls
·
Befund:
o
Fülle, Kälte und Stagnation
6.
Beurteilung der Länge des Pulses
Yin
Der kurze
Puls (Duan Mai)
·
Kann den Raum unter den 3 Fingern nicht füllen
·
Nur in einer Position tastbar
·
Befund:
o
Qi - Mangel
Yang
Der lange
Puls (Chang Mai)
·
Kann über erste und dritte Position hinaus getastet werden
·
Wird bei normaler Geschwindigkeit und Kraft keine Disharmonie
·
Befund:
o
Eher bei Füllesyndromen
7.
Beurteilung des Rhythmus des Pulses
Yin
Der
knotige Puls (Jie Mai)
·
Langsamer Puls, der unregelmäßig aussetzt
·
Befund:
o
Kälte, die Qi und Blut blockiert
o
Qi-, Blut- oder Jing – Mangel (Herzdisharmonie)
Der
intermittierende Puls (Dai Mai)
·
regelmäßig, setzt häufiger aus
·
Befund:
o
Ernsthafte Disharmonie des Herzen oder erschöpfter Zustand aller
Organe
Yang
Der
„eilende“ Puls (Cu Mai)
·
Schneller Puls, der unregel mäßig aussetzt
·
Befund:
o
Hitze, die Qi und Blut beunruhigt
·
Qi-Schwäche
·
Yang-Schwäche
·
Blut-Schwäche
·
Yin-Schwäche
·
Blut-Stase
·
Bleiches Gesicht
·
Schwache Stimme
·
Spontanes, leichtes Schwitzen bei Tage
·
Atemlosigkeit
·
Müdigkeit
·
Appetitlosigkeit
·
Leerer Puls
·
Zusätzlich zu den Symptomen von Qi-Schwäche
·
Kältegefühl
·
Bleiches Gesicht
·
Kalte Extremitäten
·
Kein Durst
·
Vorliebe für wärme Getränke
·
Durchfall
·
Häufiges Wasserlassen, heller Urin
·
Schwacher Puls
·
Blaß-feuchte Zunge
·
Stumpfbleiches Gesicht
·
Bleiche Lippen
·
Verschwommene Sicht
·
Müdigkeit
·
Trockene Haare
·
Depression
·
Schwaches Gedächtnis
·
Taubheitsgefühle der Extremitäten
·
Schwache Periode oder Ausbleiben der Periode
·
Geringes Fieber oder Hitzegefühl am Nachmittag
·
Hitzegefühl an Händen und Fußsohlen
·
Trockene Kehle nachts
·
Nachtschweiß
·
Auszehrung
·
Oberflächlicher, leerer Puls
·
Rote Zunge ohne Belag
·
Dunkle Hautfärbung
·
Purpurfarbene Lippen
·
Bohrende, stechende Schmerzen an festem Platz
·
Abdominale „Tumor“-bildung
·
Purpurfarbene Lippen
·
Blutungen mit dunkelgefärbtem, knotig- durchsetzten Blut
·
Rauher oder saitenförmiger Puls
·
Blutleere/ Schwäche ist ein Teil von Yin-Schwäche weil Blut
ein Teil von Yin ist.
·
Qi-Schwäche ist ein Teil von Yangschwäche weil Qi ein Teil
von Yang ist.
·
Klingt einfach, heißt aber:
·
Die Symptome von Qi- und Yang-Schwächen können sich ähneln
·
Die Symptome von Blut- und Yin-Schwäche können sich ähneln
Symptome
·
Rotes Gesicht
·
Unruhe
·
Schleimhaut- Ulzerationen
·
Rote Augen
·
Fieber
·
Dunkler Urin
·
Eiterbildung
·
Bis hin zu Krämpfen und Koma
Erklärung
·
Schwere Yang-Symptomatik mit aufsteigender Tendenz (Herz)
·
Kann hervorgerufen werden durch:
o
Scharfe Gewürze
o
Alkohol
o
Lammfleisch
Symptome
·
Trockene Haut und Schleimhäute
·
Trockener Husten
·
Blutiger Auswurf
·
Nasenbluten
Erklärung
·
Trockenheit verbraucht die Körperflüssigkeiten
·
Greift die Lunge an
·
Entsteht durch Klimaanlagen, Bildschirmarbeit etc.
Symptome
·
Schwitzen
·
Fieber
·
Durst
·
Unruhe
·
Reizbarkeit
·
Schwindel
·
Kopfschmerzen
Erklärung
·
Hitze hat Yang-Charakter
·
Schädigt die Körperflüssigkeiten und das Qi
·
Befällt vor allem die obere Körperhälfte
·
Tritt vermehrt während der Sommermonate auf
·
Z.T. mit Feuchtigkeit (Spätsommer in China feucht)
Symptome
·
Neuralgiforme Schmerzen
·
Plötzliche Schmerzen
·
Urtikaria
·
Spasmen
·
Juckreiz
·
Schwindel
·
Kopfschmerzen
·
Nackensteifigkeit
·
Lähmungen
·
Wandernde Gelenkbeschwerden
Erklärung
·
Wind hat Yang-Charakter, d.h. er befällt vorwiegend die obere
Körperhälfte und das Außen (Lunge)
Symptome
·
Frösteln
·
Kalte Extremitäten
·
LWS-Beschwerden
·
Bauchschmerzen
·
Schnupfen
·
Diarrhoe
·
Schmerzen im Inneren
·
Harte Verspannungen
Erklärung
·
Kälte manifestiert sich an der Körperoberfläche und im Inneren,
sie hat Yin-Charakter. Der Körper kann mit Hitzebildung reagieren (Fieber,
Rheuma)
Symptome
·
Dumpfer Schmerz
·
Schweregefühle
·
Erschöpfung
·
Völlegefühl
·
Trübe Absonderungen
·
Schwellungen (V. a. untere Extremitäten)
Erklärung
·
Feuchtigkeit und Nässe sind schwer
o
Haben absinkende Tendenz
o
Beschwerden mehr in der unterer Körperhälfte (Beinödeme, Fluor
vaginalis)
o
Ein chronischer Krankheitsverlauf ist vorherrschend
·
Feuchtigkeit kann kombiniert mit Hitze und Kälte auftreten
·
Bildet sich durch den übermäßigen Verzehr von
o
Zucker
o
Milchprodukten
o
Alkohol
·
Leber-Blut-Mangel
·
Leber - Qi - Stagnation
·
Aufsteigendes Leber - Yang durch Leber- Yin Mangel
·
Loderndes Leber-Feuer
·
Leber - Wind
·
Leber - Blut - Stagnation
·
Feuchte Hitze in Leber/Gallenblase
·
Kälte im Lebermeridian
Symptome
·
Menstruationsschwäche (Hypomenorrea)
·
Schwindel
·
Muskelschwäche
·
Blässe
·
Trockene Augen
·
Nachtblindheit
·
Kribbeln in den Extremitäten
·
Schmerzen
·
Entzündungen
·
Brüchige Nägel
Zunge
·
Blass
·
Trocken
·
Meist ohne Belag
Puls
·
Rau
·
Dünn
Symptome
·
Spannungsgefühl im Thorax unter dem Rippenbogen
·
Depression
·
Menstruationsstörungen
·
Reizbarkeit
·
PMS
·
Unausgeglichenheit
·
Unregelmäßige, schmerzhafte Regelblutungen
·
Übelkeit
·
Blähungen
·
Diarrhoe
·
Kloßgefühl
Zunge
·
Unauffällig, ggf. aufgerollte Ränder
Puls
·
Saitenförmig
·
Drahtig
Symptome
·
Gefühl, als wenn der Kopf platzt
·
Scheitelkopfschmerz
·
Temporalkopfschmerz
·
Augenschmerz
·
Tinnitus
·
Schwindel
·
Reizbarkeit
·
Wutausbrüche
·
Gesichtsröte
·
Trockener Mund und Hals
Zunge
·
Rot mit wenig trockenem Belag
Puls
·
Drahtig
·
Schnell
Symptome
·
Kopfschmerz stark, pochend, temporal
·
Augenreizungen
·
Hochfrequenter Tinnitus mit Hörverlust
·
Schwindel
·
Hitzegefühl
·
Unruhe
·
Wut
·
Rötung, Brennen, Schleimhautulcera
Zunge
·
Rot
·
Gelber Belag
·
Trocken
Puls
·
Drahtig
·
Gespannt
·
Schnell
5.1.5.1 Durch Leber Yang und Leber Yin Mangel
Symptome
·
Heftige Kopfschmerzen
·
Schwindel
·
Krampfanfälle
·
Hemiplegie
·
Plötzl. Bewustseinsverlust
·
Nystagmus
Zunge
·
Rot
·
Trockener Belag
·
Evtl. Abweichung
Puls
·
Drahtig
·
Schnell
5.1.5.2 Durch Extreme Hitze durch Leber Feuer
Symptome
·
Krampfanfälle
·
Fieber
·
Nackensteife
·
Koma
·
Rasender Kopfschmerz
·
Rote Konjunktiva
Zunge
·
Dunkelrot
·
Steif
Puls
·
Drahtig
·
Schnell
5.1.5.3 Durch Leber Blut Mangel (Vakuum im Meridian wird mit Wind
angefüllt)
Symptome
·
Tremor
·
Spasmen
·
Tics
·
Parästhesien
·
Blässe
Zunge
·
Blass mit trockenem Belag
Puls
·
Drahtig
·
Dünn
·
Rau
Symptome
·
Dunkles, klumpiges Menstrualblut
·
Abdominalschmerz
·
Dysmenorrhoe
·
Schmerz im Hypochondrium
·
" Knoten im Bauch"
Zunge
·
Bläulich
·
Gestaut
Puls
·
Voll
·
Drahtig
·
Rau
Symptome
·
Völle- und Druckgefühl im Oberbauch
·
Ikterus
·
Übelkeit
·
Fluor
·
Skrotalekzem
Zunge
·
Rot mit gelbem, schmierigen Belag
Puls
·
Schlüpfrig
·
Schnell
·
Gespannt
Symptome
·
Schmerz im Unterleib ausstrahlend in Skrotum / Labien
·
Prostataschmerzen
·
Druck unangenehm
·
Besser durch Wärme
·
Durst ohne Bedürfnis zum Trinken
Zunge
·
Blass mit feuchtem Belag
Puls
·
Langsam
·
Tief
·
Drahtig
·
Herz - Qi - Mangel
·
Herz Yang - Mangel
·
Herz-Yin-Mangel
·
Herz - Blut - Mangel
·
Herz - Blut - Stagnation
·
Herz - Feuer
·
Schleim - Feuer erregt das Herz
·
Schleim - Kälte benebelt das Herz
·
Fülle - Hitze im Dünndarm
Symptome
·
Spontanschweiß, belastungsabhängig
·
Blässe
·
Erschöpfung
·
Belastungsdyspnoe
·
Palpitationen, belastungsabhängig
·
Schwache Stimme
Zunge
·
Blass
Puls
·
Schwach und leer
·
Evtl. arrhythmisch
Symptome
·
Blässe
·
Kälteaversion
·
Kalte Extremitäten
·
Atemnot bei leichter Belastung/nachts
·
Nervosität
·
Spontanschweiß
Zunge
·
Blass
·
Feucht
Puls
·
Schwach
·
Tief
·
Unregelmäßig
Symptome
·
Rote Wangen
·
Hitzegefühl
·
Unruhe
·
Nachtschweiß
·
Tachykarde Herzrhythmusstörungen
·
Hitze der 5 Flächen
Zunge
·
Rot
·
Wenig oder keinen Belag
Puls
·
Dünn
·
Schnell
Symptome
·
Fahle Blässe
·
Vergesslichkeit
·
Schlafstörungen
·
Ängstlichkeit
·
Schreckhaftigkeit
Zunge
·
Blass
Puls
·
Dünn
·
Schwach
·
Rau
Symptome
·
Gesichts- und Lippenzyanose
·
Stechender präkordialer Schmerz
·
Husten
·
Kalter Spontanschweiß
Zunge
·
Blau - violett
Puls
·
Rau
·
Saitenförmig
·
Unregelmäßig
Symptome
·
Stomatitis
·
Extreme Ruhelosigkeit
·
Rotes Gesicht
·
Erregungszustände bis zur Manie
Zunge
·
Rot
·
Rissig
·
Dünner, gelber Belag
Puls
·
Schnell
Symptome
·
Manische Zustände
·
Phantasieren
·
Aggressionen
·
Psychosen
·
Obstipation
Zunge
·
Rot
·
Gelb-schmieriger Belag
Puls
·
Schlüpfrig
·
Schnell, Gespannt
Symptome
·
Depression
·
Verwirrtheit
·
Aphasie
Zunge
·
Dicker, weißer, schmieriger Belag
Puls
·
Schlüpfrig
·
Langsam
Symptome
·
Stomatitis
·
Wenig, dunkler Urin
·
Bauchschmerzen
Zunge
·
Rot
·
Gelber Belag
Puls
·
Schnell
·
Schlüpfrig
·
Milz - Qi - Mangel
·
Milz - Yang - Mangel
·
Sinkendes Milz Qi
·
Milz kontrolliert das Blut nicht
·
Feuchte-Kälte in der Milz
·
Feuchte - Hitze in Milz und Magen
·
Loderndes Magen - Feuer
·
Magen - Yin - Mangel
·
Magen - Qi - Mangel mit Kälte
Symptome
·
Müdigkeit
·
Erschöpfung
·
Appetitmangel
·
Muskelschwäche
·
Breiiger Stuhl
·
Blässe
·
Meteorismus
Zunge
·
Gedunsen
·
Blass
Puls
·
Schwach
·
Weich
Symptome
·
W.o., zusätzlich Kältegefühl
·
Kalte Extremität
·
Ödeme
Zunge
·
Blass
·
Geschwollen
·
Zahneindrücke
Puls
·
Tief
·
Langsam
·
Schwach
Symptome
·
W.o., zusätzlich noch Organsenkungen
·
Prolaps
Zunge
·
Blass
Puls
·
Schwach und leer
Symptome
·
W.o., zusätzlich Blutungen v.a. der unteren Körperhälfte
·
Dysfunktionelle Uterusblutungen
·
Petechien
Zunge
·
Blass
Puls
·
Dünn
·
Schwach
·
Leer
Symptome
·
Kopf- und Gliederschwere
·
Völlegefühl im Abdomen
·
Trübe Absonderungen
·
Appetitmangel
·
weißer Fluor vaginalis
Zunge
·
Dicker, weißer, schmieriger Belag
Puls
·
Schlüpfrig
·
Langsam
Symptome
·
Subfebrile Temperaturen
·
Weiche, übelriechende Stühle
·
Körperliche Schwere
·
Evtl. Ikterus
·
Brennen am Anus
Zunge
·
Evtl. rot mit gelben schmierigen Belag
Puls
·
Schlüpfrig und schnell
Symptome
·
Ständiges Hungergefühl
·
Epigastrisches Brennen
·
Fauliger Mundgeruch
·
Säurereflux
·
Obstipation
Zunge
·
Rot
·
Wenig trockener, gelber Belag
Puls
·
Schnell
·
Evtl. schlüpfrig
Symptome
·
Leeregefühl im Epigastrium
·
Hungergefühl mit Appetitmangel
·
Rachen-, Mundtrockenheit
Zunge
·
Rot
·
In der Mitte keinen Belag
Puls
·
Dünn und schnell
Symptome
·
Schmerzen im Epigastrium, die sich durch Essen und Wärme bessern
·
Kältegefühl im Magen
·
Aufstoßen
·
Zunahme der Beschwerden nach dem Stuhlgang
Zunge
·
Geschwollen und blass
Puls
·
Langsam
·
Tief
·
Lungen - Qi - Mangel
·
Lungen - Yin - Mangel
·
Wind - Hitze der Lunge
·
Wind - Kälte der Lunge
·
Schleim - Hitze in der Lunge
·
Schleim - Kälte in der Lunge
·
Trockenheit in der Lunge
·
Feuchte - Hitze im Dickdarm
·
Hitze im Dickdarm
·
Flüssigkeitsmangel im Dickdarm
·
Dickdarmschwäche mit Kälte
·
Kälte im Dickdarm mit Qi-Stagnation
Symptome
·
Hüsteln
·
Atemnot
·
Schwitzen tagsüber
·
Erkältungsneigung
·
Schwache Stimme
Zunge
·
Blass oder normalfarben
Puls
·
Leer, v.a. an der rechten vorderen Position
Symptome
·
Nachtschweiß
·
Anorexie
·
Wangenrötung
·
Trockener Husten
·
Heisere Stimme
Zunge
·
Rot
·
Kein Belag
Puls
·
Dünn
·
Schnell
Symptome
·
Akuter Husten mit dickem gelben Auswurf
·
Durst
·
Fieber
·
Halsschmerzen
·
Obstipation
·
Kopfschmerzen
Zunge
·
Gelber, dünner Belag
Puls
·
Oberflächlich
·
Schnell
Symptome
·
Akuter Husten mit wässrigem Sputum
·
Halskratzen
·
Fließschnupfen
Zunge
·
Dünner, weißer Belag
Puls
·
Oberflächlich
·
Gespannt
Symptome
·
Husten mit gelbem, zähflüssigen Auswurf
·
Mundtrockenheit
·
Schmerzen im Thorax
·
Hohes Fieber
Zunge
·
Gelber, schmieriger Belag
Puls
·
Schlüpfrig
·
Schnell
Symptome
·
Husten mit viel weißem Auswurf
·
Thorakales Völlegefühl, Rasselgeräusch
·
Frösteln
Zunge
·
Dicker, weißer Belag
·
Blass
Puls
·
Schlüpfrig
·
Schwach
Symptome
·
Trockene Nase
·
Heiserkeit
·
Trockener Mund
·
Trockener Husten
Zunge
·
Normal
·
Trocken
Puls
·
Schnell
·
Evtl. schwebend
Symptome
·
Bauchschmerz, Tenesmen
·
Akuter, heftiger Stuhldrang
·
Diarrhoe
·
Fauliger Geschmack
·
Brennende Schmerzen am Anus
Zunge
·
Gelber Belag
·
Evtl. roter Zungengrund
Puls
·
Schlüpfrig und schnell
Symptome
·
Trockener Stuhl
·
Aufgetriebenes Abdomen
·
Schmerzen
Zunge
·
Trockener, gelblicher Belag
Puls
·
Voll und schnell
Symptome
·
Trockener Stuhl
·
Obstipation
·
Erschwerter Stuhlgang
·
Laxantienabusus
Zunge
·
Kaum Belag, wenn, dann trocken
Puls
·
Dünn
Symptome
·
Chronische Diarrhoe oder Obstipation mit weichem Stuhlgang
·
Kalte Extremitäten
·
Schmerzen
·
Meteorismus
·
Schwäche und Schweißneigung nach Stuhlgang
Zunge
·
Blass
Puls
·
Langsam und tief
Symptome
·
Verstopfung mit Schmerzen, die sich durch Wärme bessern
Zunge
·
Blass mit dickem Belag
Puls
·
Langsam
·
Tief
·
Gespannt
·
Nieren - Jing - Mangel
·
Nieren - Qi ist nicht fest
·
Nieren - Yin - Mangel
·
Wasserüberfluß bei Nieren - Yang - Mangel / Innen - Mangel Fülle
- Kälte
·
Nieren - Yang - Mangel
·
Nieren - Yin - Mangel mit Mangel - Hitze
·
Feuchte Hitze in der Blase
Symptome
·
Entwicklungsverzögerung
·
Haarausfall, frühes Ergrauen
·
Karies
·
Schwache Knie
·
Tinnitus, Schwindel, Schwerhörigkeit
·
Libidomangel
·
Sterilität
·
Frühe Senilität
Zunge
·
Zittrig
·
Dünn
·
Klein
Puls
·
Leer
·
Dünn
·
Schwach
Symptome
·
Kältegefühl
·
Schmerz im LWS-Bereich
·
Libidomangel
·
Harninkontinenz
·
Spermatorrhoe, Ejaculation praecox
·
Fluor vaginalis
·
Reichlicher, klarer Urin
·
Blasses Gesicht
Zunge
·
Blass, schlaff
·
Dünner Belag
Puls
·
Schwach
·
Tief
Symptome
·
Vergesslichkeit
·
Schwindel
·
Tinnitus
·
Nachtschweiß
·
Hitzegefühl (Thorax, 5 Flächen)
·
Mundtrockenheit
·
Spermatorrhoe nachts
Zunge
·
Rot
·
Rissig am Grund
·
Kein Belag
Puls
·
Schnell
·
Dünn
·
Leer
Symptome
·
Ödeme
·
Kälte in LWS
·
Wenig klarer Urin
·
Dyspnoe mit dünnem Sputum
Zunge
·
Geschwollen
·
Zahneindrücke
·
Blass oder bläulich
Puls
·
Langsam
·
Tief
·
Breit
Symptome
·
Kältegefühl
·
Schmerz in LWS und Knie
·
Impotenz
·
Libidomangel
·
Viel klarer Urin
·
Klarer, reichlicher Urin
·
Morgendiarrhö (5h)
Zunge
·
Blass
·
Feuchter Belag
Puls
·
Langsam
·
Tief
·
Schwach
Symptome
·
Wie oben, stärkere Hitzezeichen
·
Unruhe
·
Angst
·
Übersteigerte Libido
Zunge
·
Rot
·
Rissig
·
Kein Belag
Puls
·
Schnell
·
Dünn
Symptome
·
Harndrang
·
Dysurie
·
Pollakisurie
·
Trüber, dunkelgelber Urin
Zunge
·
Rot
·
Gelber, schmieriger Belag
Puls
·
Schlüpfrig
·
Schnell
·
Vor der Therapie steht die Diagnose
·
Organ- oder syndrombezogene Behandlung
·
Leitbahn- oder meridianbezogene Behandlung
·
Symptomatische Behandlung
·
Lokaltherapie
·
Therapie über Mikrosysteme
Bei der Punktauswahl kann man folgende Punkte unterscheiden:
·
Lokal- oder Nahpunkte
·
Areal-Fernpunkte
·
Meridian-Fernpunkte
·
Symptomatische Punkte
·
Meisterpunkte
·
Energie ausgleichende Punkte
·
Jeder Punkt, der in einem betroffenen Gebiet liegt, kann als
Nah-Punkt verwendet werden, wobei andere Wirkungen des Punktes beachtet werden
sollten
·
Es muss sich nicht um Akupunkturpunkte handeln
·
Es kann jeder Schmerzpunkt (Ah-Shi-Punkt) gewählt werden
·
Je nach Schmerztyp wird eine sedierende oder tonisierender
Nadeltechnik eingesetzt
·
Kopf und Gesicht: Di 4
·
Nacken und Hinterhaupt: Lu7
·
Thorax und Oberbauch: Pe 6
·
Mittelbauch: Ma 36
·
Unterbauch: Mp 6
·
Rücken: Bl 40
·
Lunge: Lu 7
·
Dickdarm: Di 4
·
Magen: Ma 36 (zentral)
·
Magen: Ma 44 (peripher)
·
Milz: Mp 6
·
Herz: He 7
·
Dünndarm: Dü 5
·
Blase: Bl 37 (LWS), Bl 40
(BWS), BL 60 (HWS)
·
Niere: Ni 3
·
Pericard: Pe 6
·
Sanjiao: SJ 5
·
Gallenblase: Gb 34, Gb
41
·
Leber: Le 3
·
Angst, Herzrasen: Pe 6, Ren 14
·
Anspannung: Le 3
·
Asthma, Husten: Ren 22, Pe
6, Ext: Dingshuan
·
Allergie, Juckreiz: Mp 10, Bl 40, Bl 17
·
Beruhigend: Du 20, He 7, Pe 6, Bl 62
·
Durchfall: Ma 25, Ma 37
·
Erschöpfung: Ni 6
·
Immunol. Stärkend: Di 11, Du 14, Mp 6
·
Kopfschmerzen: Gb 20, Gb 21
·
Meteorismus: Ma 25, Ma 36
·
Notfallpunkte: Du 26, Ni 1
·
Ödeme: Mp 9, Ni
7
·
Schwitzen: Lu 7, Ni 7
·
Schleim: Ma 40
·
Übelkeit: Pe 6, Ren 12, Ma 36
·
Verstopfung: Di 4, Ma 25, SJ 6
·
Yin Organe: Le 13
·
Yang Organe: Ren 12
·
Respirationstrakt: Ren 17
·
Blut: Bl 17
·
Knochen: Bl 11
·
Sehnen: Gb 34
·
Blutgefäße: Lu 9
·
Nerven, Mark: Gb 39
Die Punkte die gemäß der chinesischen Diagnose für einen
Ausgleich der vorliegenden Störung geeignet sind. Dazu gehören u.a.:
·
Tonisierungs- und Sedierungspunkte
·
Luo- und Yuan-Punkte
·
Mu- und Shu-Punkte
6.1.6.1 Tonisierungs- und Sedierungspunkte
·
Tonisierungspunkte sind die Mutterpunkte des jeweiligen Organs,
sie werden auch nach der Wandlungsphase (der Mutter) benannt. So ist
beispielsweise der Tonisierungspunkt der Lunge (Metall) der Erdepunkt der
Lunge, da Milz (Erde) die Mutter der Lunge ist. Qi soll von der Mutter zum
Sohn fließen.
·
Sedierungspunkte sind die Sohnpunkte des jeweiligen Organs, sie
werden auch nach der Wandlungsphase des Sohnes benannt. Der Sedierungspunkt
der Lunge (Metall) ist demnach der Wasserpunkt, da die Niere als Sohn im
Element Wasser ist. Qi soll von der Mutter zum Sohn fließen.
·
Wenn man diese Punkte verwenden will, sollte man sich über den
energetischen Zustand von Mutter und Sohn im Klaren sein. (Kann man von einer
kranken Mutter viel Hilfe erwarten? Kann ein mit sich selbst schon
überforderter Sohn noch Lasten von der Mutter tragen?)
|
Organe
|
Tonisierungspunkte
|
Sedierungspunkte
|
|
Lunge |
Lu 9 |
Lu 5 |
|
Dickdarm |
Di 11 |
Di 2 |
|
Magen |
Ma 41 |
Ma 45 |
|
Milz |
Mp 2 |
Mp 5 |
|
Herz |
He 9 |
He 7 |
|
Dünndarm |
Dü 3 |
Dü 8 |
|
Blase |
Bl 67 |
Bl 65 |
|
Niere |
Ni 7 |
Ni 1(5) cave: Niere sedieren |
|
Perikard |
Pe 9 |
Pe 7 |
|
San Jiao |
SJ 3 |
SJ 10 |
|
Gallenblase |
Gb 43 |
Gb 38 |
|
Leber |
Le 8 |
Le 2 |
Tabelle 11:
Tonisierungs- und Sedierungspunkte
6.1.6.2 Yuan- und Luo-Punkte
Yuan-Quellpunkte (syn. Yuan-Ursprungs-Punkte)
liegen im Breich von der Hand- oder Sprung-gelenke. Das Ursprungs-Yuan-Qi
durchfließt die Organe auf Grund der Transportfunktion des San Jiao.
Ursprungs/ Quellpunkte der Yin-Meridiane
Die Yuan-Quell-Punkte der Yin-Organe stärken bei
Schwäche-/ Mangelzuständen das zuständige innere Organ. Sie regulieren das
Yin-Yang-Gleichgewicht und haben einen hömöostatisch aus-gleichenden Effekt,
auf Körper, Emotionen und Geist. Diese Punkte können bei Mangel stärkend und
bei Fülle ableitend genadelt werden.
Ursprungs/ Quellpunkte der Yang-Meridiane
Die Yuan-Quellpunkte der Yang-Organe vertreiben äußere
pathogene Faktoren bei Fülle-Syndro-men. Sie stärken das zugehörige
Yang-Organ.
Durchgangs-Luo-Punkte
Die Luo-Durchgangs-Punkte (syn. Passagepunkte) befinden
sich dort wo sich die Kollateralen (Netzgefäße) der innerlich-äußerlich
gekoppelten Yin- und Yang-Meridiane mit einander verbin-den.
Bei Fülle-Syndromen sind Netzgefäße häufig sichtbar. Daher
kann über die Luo-Punkte bei Fülle-Syndromen mit Qi- und
Blut-Stagnation mit Mikroaderlass therapiert werden. Sie werden auch in
Kombination mit anderen Punkten zur Therapiesteigerung eingesetzt.
|
Meridiane |
Yuan-Punkte |
Luo-Punkte |
|
Lunge |
Lu 9 |
Lu 7 |
|
Dickdarm |
Di 4 |
Di 6 |
|
Magen |
Ma 42 |
Ma 40 |
|
Milz |
Mp 3 |
Mp 4 |
|
Herz |
He 7 |
He 5 |
|
Dünndarm |
Dü 4 |
Dü 7 |
|
Blase |
Bl 64 |
Bl 58 |
|
Niere |
Ni 3 |
Ni 4 |
|
Perikard |
Pe 7 |
Pe 6 |
|
San Jiao |
SJ 4 |
SJ 5 |
|
Gallenblase |
Gb 40 |
Gb 37 |
|
Leber |
Le 3 |
Le 5 |
Tabelle 12:
Yuan- und Luo-Punkte
6.1.6.3 Mu- und Shu-Punkte
Alarm - Mu - Punkte
Alarm-Mu-Punkte (syn. Versammlungspunkt) beeinflussen
das Yin, d.h. sie sammeln und transportieren Yin der jeweiligen Organe.
Lokalisiert sind diese Sammelpunkte auf Thorax und Abdomen, in der Nähe des
jeweiligen Organs.
Diagnostisch weisen sie bei Druckschmerzhaftigkeit auf
Störungen des Organs hin.
Therapeutisch werden Mu-Punkte zur Regulation von
inneren Organen herangezogen. Je nach Syndrom (Fülle oder Mangel) werden sie
ableitend oder stärkend verwendet.
Zustimmungs - Shu - Punkt
Zustimmungs-Shu-Punkte (syn. Rücken-Transport-Punkte)
transportieren Qi zu den inneren Organen und tonisieren das Yang. Sie sind auf
dem medialen Ast des Blasenmeridians und auf dem Rücken in Höhe des
korrespondierenden Organs lokalisiert.
Diagnostisch weisen sie bei Druckdolenz ebenso wie die Mu-Punkte
auf eine Störung des inneren Orangs hin.
Therapeutisch werden sie bei chronischen Erkrankungen des
zuständigen inneren Organs genutzt. Zur Anwendung kommen sie zur Stärkung des
Yang bei Yin-Erkrankungen. Zu beachten ist: bei Fülle-Syndrom ableitend nadeln
und bei Mangel-Syndrom stärkend nadeln. Die Nadeln sollten nur zehn Minuten
belassen werden, da sonst ein sedierender Effekt zu einer Ermüdung des
Patienten führt.
|
Organe |
Mu-Punkte |
Shu-Punkte |
|
Lunge |
Lu 1 |
B 13 |
|
Dickdarm |
Ma 25 |
B 25 |
|
Magen |
Ren 12 |
B 21 |
|
Milz |
Le 13 |
B 20 |
|
Herz |
Ren 14 |
B 15 |
|
Dünndarm |
Ren 4 |
B 27 |
|
Blase |
Ren 3 |
B 28 |
|
Niere |
Gb 25 |
B 23 |
|
Perikard |
Ren 17 |
B 14 |
|
San Jiao |
Ren 5 |
B 22 |
|
Gallenblase |
Gb 24 |
B 19 |
|
Leber |
Le 14 |
B 18 |
Tabelle 13:
Mu- und Shu-Punkte
Symptome: Laufende Nase, Augenjucken, Niesen,
Schleimhautschwellung
Auswahl der Akupunkturpunkte:
Lokal: Di 20, EX
KH 3, Bitong, Bl 1 und 2,
Areal Fernpunkt Gesicht: Di 4
Meridianfernpunkt: Lu 7 (Organbezug
Lunge)
Symptomatische Pkt.: MP 10, Bl 40, Ma 40
Meisterpunkte: Ren 17
(Organbezug Lunge)
Energie ausgleichende Punkte: Je nach Diagnose
Sedieren
·
Schneller Einstich, langsames Herausziehen der Nadel
·
Hochfrequente Vibration der Nadel per Hand
·
Elektrostimulation 10 1000 Hz / 10 Min.
·
Bluten lassen
·
Schröpfen
·
Blutig
·
Lange Zeit
·
Über der Nadel
·
Punkt nicht verschließen, offen lassen
Tonisieren
·
Stechen (sanftes De-Qi-Gefühl auslösen)
·
Langsamer Einstich, schnelles Herausziehen der Nadel
·
Moxa auf der Nadel
·
Schröpfen
·
Kurzes Trockenschröpfen
·
Punkt nach Stechen mit Finger verschließen
Bu Fa: Auffüllen, in Meridianrichtung
Xie Fa: Ableiten, gegen Meridianrichtung
|
A:
1 Cun: Daumen-Maß |
B:
2 Cun: Zeigefinger-Maß |
D:
1,5 Cun: Querfinger-Maß |
|
|
C:
1 Cun: Mittelfinger-Maß |
E:
2 Cun: Querfinger-Maß |
|
|
|
F:
3 Cun: Querfinger-Maß |
Abb. 16:
Fingermaße (aus Focks/Hillenbrand, 2006)
Kopf
·
Stirnhaaransatz bis Nackenhaaransatzlinie: 12
Cun
·
Augenbraue bis
Stirnhaaransatz: 3 Cun
·
Unterrand Proc. Spinosus C7 bis Nackenhaaransatz:
3 Cun
·
Rechter bis linker Proc.
Mastoideus: 9 Cun
·
Ma 8 rechts bis Ma 8
links: 9 Cun
Thorax/ Abdomen
·
Fossa suprasternalis (Ren 22) bis Sternumxiphoid: 9 Cun
·
Sternumxiphoid bis
Bauchnabel: 8 Cun
·
Bauchnabelmitte bis Symphyse:
5 Cun
·
Rechte bis linke
Brustwarzenmitte: 8 Cun
·
Achselhöhle bis Ende der 11. Rippe (Le 13): 12
Cun
Extremitäten
·
Vordere Achselfalte bis
Ellenbogenfalte: 9 Cun
·
Ellenbogenfalte bis
Handwurzel: 12 Cun
·
Medial - Symphysenoberrand bis
Patellaoberkante: 18 Cun
·
Med. Condylus tibiae bis Spitze Malleolus med.:
13 Cun
·
Lateral - Spitze Trochter major bis
Kniegelenksfalte: 19 Cun
·
Kniebeugefalte bis Spitze Malleolus
lat.: 16 Cun
·
Spitze Malleolus lat. bis
Fersenunterrand: 3 Cun
·
Dorsal - Glutealfalte bis
Kniebeugefalte: 14 Cun
Abb. 17: Körpermaße (aus Focks/Hillenbrand, 2006)
Wichtige Punkte sind mit einem „!“ gekennzeichnet.
Abb. 18:
Verlauf Lungenmeridian
|
Lu 1
(Zhongfu)!
|
|
Lokalisation: |
1. ICR , 1 Cun
unterhalb Mitte der Clavicula |
|
Indikation: |
Asthma bronchiale, Bronchitis, Bronchiektasen und
Begleitsymptome Husten, Dyspnoe und Thoraxschmerzen |
|
Lokale Wirkung: |
|
|
TCM: |
|
|
Besonderheit: |
·
Mu-Punkt Lunge
G CAVE: Pneumothorax
möglich. Nadelung nach lateral ca. 1 cm |
|
Lu 5 (Chize)!
|
|
Lokalisation: |
Beugefalte Ellbogen,
lateral der Bizepssehne |
|
Indikation: |
Asthma bronchiale,
chronische Bronchitis |
|
Lokale Wirkung: |
Tennisellenbogen,
Arthritis des Ellenbogengelenks, Armlähmungen |
|
TCM: |
Kühlt Hitze der
Lunge |
|
Besonderheit: |
·
He-Punkt
·
Sedierungspunkt |
|
Lu 7
(Lieque)!
|
|
Lokalisation: |
Radialiskante, 1,5
Cun proximal Beugefalte Handgelenk |
|
Indikation: |
Bronchitis, Asthma bronchiale, Bronchiektasen, Rhinitis,
Sinusitis, Laryngitis oder Pharyngits. Schmerzen und Verspannungen im
Nacken und Hinterkopf, HWS-Syndrom, Kopf-/Zahnschmerzen, Facialisparese,
Lähmung obere Extremität. |
|
Lokale Wirkung: |
Erkrankungen
Handgelenk, Tendinovaginitis |
|
TCM: |
Öffnet die
Oberfläche, eliminiert Wind, Kälte |
|
Besonderheit: |
·
Luo-Punkt von Di 4
·
Kardinalpunkt Ren Mai |
|
Lu 9
(Taiyuan)!
|
|
Lokalisation: |
Radiale Seite der
Beugefalte Handgelenk lateral der A. radialis |
|
Indikation: |
Asthma bronchiale,
Bronchitis. Meisterpunkt für Blutgefäße daher bei Gefäßerkrankungen |
|
Lokale Wirkung: |
Schmerzen im
Handgelenk, Polyneuropathie obere Extremität |
|
TCM: |
Eliminiert Wind,
löst Schleim |
|
Besonderheit: |
·
Yuan-Punkt von Di 6
·
Tonisierungspunkt Lunge
·
Meisterpunkt der Blutgefäße |
|
Lu 10 (Yuji)
|
|
Lokalisation: |
Auf Handfläche Mitte
des Os metacarpale 1, am Übergang von Haut Handfläche und Handrücken |
|
Indikation: |
Schmerzen, Taubheit
der Hand, Arthrose des Daumengrundgelenkes, Polyneuropathie, auch
Erkrankungen der Atemwege |
|
Lokale Wirkung: |
|
|
TCM: |
|
|
Besonderheit: |
·
Ying-Punkt
G Stiche an der Hand sind
schmerzhaft |
|
Lu 11
(Shaoshang)
|
|
Lokalisation: |
Radialer Nagelwinkel
Daumen 2-3 mm proximal vorn Nagelwinkel |
|
Indikation: |
Behandlung akuter Notfälle, wie Ohnmacht,
Kreislaufkollaps, epileptische Anfälle, hohes Fieber, Fieberkrämpfe.
Kardiale und respiratorische Notfälle nur neben anderen therapeutischen
Maßnahmen. Bei Pharyngitis, Tonsillitis und Heiserkeit gut wirksam. |
|
Lokale Wirkung: |
|
|
TCM: |
Hat kühlende Wirkung
auf die Lunge |
|
Besonderheit: |
·
Jing Punkt
G Die Nadelung ist sehr
schmerzhaft |
Abb.
19: Verlauf Dickdarmmeridian
|
Di 1
(Shangyang)
|
|
Lokalisation: |
Radialer Nagelwinkel
Zeigefinger |
|
Indikation: |
Kreislaufkollaps,
epileptische Anfälle in Verbindung mit anderen Notfallmaßnahmen. Fieber,
akute Schmerzen in Rachen, Nase, Zahn-schmerzen |
|
Lokale Wirkung: |
|
|
TCM: |
|
|
Besonderheit: |
·
Jing-Punkt |
|
Di 4 (Hegu)!
|
|
Lokalisation: |
Höchster Punkt des
Musc. adductor pollicis, wenn Daumen anliegt |
|
Indikation: |
Alle Schmerzzustände,
Erkrankungen im Kopfbereich, im Gesicht, im Nacken, Zähnen. Migräne,
Kopfschmerzen, Trigeminusneuralgie, Augenkrankheiten. Grippe, Sinusitis,
Tonsilitis, Pharyngitis, Laryngitis, Bronchitis, Fieber, Bauchschmerzen,
Geburtserleichterung. Tennis-ellenbogen, Schulter-Arm-Syndrom,
WBS-Syndrome, Polyneuropathien, Fazialisprese |
|
Lokale Wirkung: |
|
|
TCM: |
Eliminiert Wind, Kälte
und Feuchtigkeit, fördert den Qi-Fluß durch Entblockierung der Meridiane |
|
Besonderheit: |
·
Yuan-Punkt zu Lu 7
·
Sehr wichtiger Punkt! |
|
Di 5 (Yangxi)
|
|
Lokalisation: |
In der Tabatiere des
Handgelenks |
|
Indikation: |
Arthritis, Arthrose
Handgelenk, Augenerkrankungen, Kopfschmerzen |
|
Lokale Wirkung: |
|
|
TCM: |
|
|
Besonderheit: |
·
Jing-Punkt |
|
Di
6 (Pianli)
|
|
Lokalisation: |
Radiale Dorsalseite
des Unterarms, 3 Cun prox. Handgelenksfalte |
|
Indikation: |
Luo-Punkt zu Lu 9
Taiyuan Behandlung der beiden Meridiane Lunge und Dickdarm.
Schulter-Arm-Syndrom, Arthritis des Handgelenks, Tinnitus und
Schwerhörigkeit |
|
Lokale Wirkung: |
|
|
TCM: |
|
|
Besonderheit: |
·
Luo-Punkt zu Lu 9 |
|
.Di 10
(Shousanli)!
|
|
Lokalisation: |
Unterarm 2 Cun distal
von Di 11 |
|
Indikation: |
Lähmung obere Extremität,
Tennisellenbogen, Ellenbogengelenks-arthrose, Diarrhoe, Schmerzen im
Abdomen |
|
Lokale Wirkung: |
|
|
TCM: |
|
|
Besonderheit: |
·
Wichtiger Lokalpunkt |
|
Di 11
(Quchi)!
|
|
Lokalisation: |
Laterales Ende der
Beugefalte Ellbogen bei rechtwinklig gebeugtem Unterarm |
|
Indikation: |
Immunstimulierend,
Allergische und infektiöse Erkrankungen, Haut-erkrankungen, endokrine
Störungen, Hypotonie, abdominelle Schmerzen, Diarrhoe, Hypertonie,
Schulter-Arm-Syndrom |
|
Lokale Wirkung: |
|
|
TCM: |
Eliminiert Wind, Hitze
und Feuchtigkeit, harmonisiert Qi |
|
Besonderheit: |
·
He-Punkt
·
Tonisierungspunkt Dickdarm
·
Sehr wichtiger Punkt! |
|
Di 15
(Jianyu)!
|
|
Lokalisation: |
Auf der Schulter in
der vorderen Grube der Sehne des M. biceps |
|
Indikation: |
Schulter-Arm-Syndrom, Lähmung des Armes,
Periarthritis humeroscapularis |
|
Lokale Wirkung: |
|
|
TCM: |
|
|
Besonderheit: |
·
Lokalpunkt bei Schulterbeschwerden |
|
Di 20
(Yingxiang)!
|
|
Lokalisation: |
Zwischen Nasenflügel
und Nasolabialfalte |
|
Indikation: |
Allergische Rhinitis,
Sinusitis maxillaris, Erkältungen, Fazialisparese, Trigeminusneuralgie,
Zahnschmerzen |
|
Lokale Wirkung: |
|
|
TCM: |
|
|
Besonderheit: |
·
Lokalpunkt bei allen Nasenerkrankungen |
Abb. 20:
Verlauf Magenmeridian
|
Ma 1
(Chengqi)
|
|
Lokalisation: |
Unterhalb des Auge, Mitte Orbitarand |
|
Indikation: |
Augenerkrankungen, Trigeminusneuralgie |
|
Lokale Wirkung: |
|
|
TCM: |
|
|
Besonderheit: |
G Nur mit
Erfahrung nadeln! Senkrecht und 5-15 mm tief entlang Orbitaboden |
|
Ma 2 (Sibai)!
|
|
Lokalisation: |
Foramen infraorbitale 0,7 Cun unterhalb Ma 1 |
|
Indikation: |
Augenkrankheiten,
Sinusitis maxilaris, Trigeminusneuralgie, Fazialisparese |
|
Lokale Wirkung: |
|
|
TCM: |
|
|
Besonderheit: |
·
Wichtiger Lokalpunkt bei Augenerkrankungen |
|
Ma 6
(Jiache)!
|
|
Lokalisation: |
Höchster Punkt Musc. masseter bei Biß |
|
Indikation: |
Trigeminusneuralgie, Zahnschmerzen, Parotitis,
Fazialisparese, Kiefer-gelenksarthrose |
|
Lokale Wirkung: |
|
|
TCM: |
|
|
Besonderheit: |
|
|
Ma 7
(Xiag-uan)!
|
|
Lokalisation: |
Vertiefung Mitte lateraler Astes des Os zygomaticum in der
Grube des Processus condyloideus mandibulae bei geschlossenem Mund |
|
Indikation: |
Trigeminusneuralgie, Zahnschmerzen, Kiefergelenksarthrose,
Fazialis-parese, Tinnitus, Hypakusis centralis |
|
Lokale Wirkung: |
|
|
TCM: |
|
|
Besonderheit: |
|
|
Ma 8
(Touwei)!
|
|
Lokalisation: |
0,5 Cun lateral im Winkel der frontalen Haarlinie |
|
Indikation: |
Migräne, Kopfschmerzen, Augenkrankheiten |
|
Lokale Wirkung: |
|
|
TCM: |
|
|
Besonderheit: |
|
|
Ma 21
(Liangmen)!
|
|
Lokalisation: |
2 Cun lateral Mittellinie, 1 Cun oberhalb Nabel lateral
Ren 12 |
|
Indikation: |
Gastritis, Ulcus ventriculi, Schmerzen und
Funktionsstörungen im Abdomen, Obstipation, Gallenkoliken |
|
Lokale Wirkung: |
|
|
TCM: |
|
|
Besonderheit: |
·
Wichtiger Punkt bei Beschwerden im Magenbereich |
|
Ma 25
(Tianshu)!
|
|
Lokalisation: |
2 Cun lateral Nabel |
|
Indikation: |
Gastritis, Ulcus ventriculi et duodeni,
nicht infektiöse Diarrhoe, Obstipation, Erbrechen, Übelkeit, Colon
irritabile, Krämpfe im Abdomen |
|
Lokale Wirkung: |
|
|
TCM: |
|
|
Besonderheit: |
·
Mu Punkt Dickdarm |
|
Ma 29
(Guilai)!
|
|
Lokalisation: |
4 Cun unterhalb Ma. 25 |
|
Indikation: |
Urogenitale Erkrankungen, wie Reizblase,
Menstruationsstörungen, Fertilitätsstörungen, Impotenz,
Geburtserleichterung |
|
Lokale Wirkung: |
|
|
TCM: |
|
|
Besonderheit: |
·
Lokalpunkt Urogenitaltrakt |
|
Ma 31
(Biguan)!
|
|
Lokalisation: |
Kreuzungspunkt senkrechte Linie von Spina iliaca anterior
superior nach unten und horizontale Höhe des Symphysenunterrandes |
|
Indikation: |
Lähmungen untere Extremität, Hüftgelenkserkrankungen,
Coxarthrose, Gonarthrose, LWS-Syndrom |
|
Lokale Wirkung: |
|
|
TCM: |
|
|
Besonderheit: |
|
|
Ma 34
(Liangqiu)!
|
|
Lokalisation: |
2 Cun cranial des lateralen
Patellaoberrandes |
|
Indikation: |
Akute gastrointestinale Erkrankungen, Lumbalsyndrom,
Gonarthrose, Mastitis |
|
Lokale Wirkung: |
|
|
TCM: |
|
|
Besonderheit: |
·
Xi-Punkt |
|
Ma 35 (Dubi)!
|
|
Lokalisation: |
Laterale Unterkante der Patella bei gebeugtem Knie.
Inneres Knieauge. Mit Ex 31 Heding lateraler Patellaoberrand |
|
Indikation: |
Lokaler Punkt Gonarthrose, Knieschmerzen |
|
Lokale Wirkung: |
|
|
TCM: |
|
|
Besonderheit: |
·
Nahpunkte für Knie |
|
Ma 36
(Zusanli)!
|
|
Lokalisation: |
Ein Cun lateral Unterrand Tuberositas tibiae, 3 Cun
unterhalb Kniegelenkspalt |
|
Indikation: |
Gastritis, Ulcus ventriculi et duodeni, Erbrechen,
Übelkeit, Diarrhoe, Obstipation, Colon irritabile
Allgemeiner Tonisierungspunkt bei Depression, übermäßiger
Müdigkeit, Schwäche, Abgeschlagenheit und Hypotonie. Periphere
Durchblutungs-störung, Lähmung der Beine, Polyneuropathie.
Ausgleichend bei Depressionen oder Erregungszuständen,
Geburts-vorbereitung und Geburtserleichterung |
|
Lokale Wirkung: |
Schmerzen bei Gonarthrose |
|
TCM: |
Harmonisiert und tonisiert Qi und Blut sowie die
Funktionen von Magen und Milz-Pankreas |
|
Besonderheit: |
·
He-Punkt
·
Sehr wichtiger Punkt! |
|
Ma 37
(Sliangjuxu)!
|
|
Lokalisation: |
3 Cun unterhalb Ma 36 und 1 Cun lateral vordere Tibiakante |
|
Indikation: |
Diarrhoe, Gastroenteritis, Lähmungen untere Extremität |
|
Lokale Wirkung: |
|
|
TCM: |
Löst Feuchtigkeit auf, kühlt Hitze und beseitigt
Stagnation im Magen und Darm |
|
Besonderheit: |
·
Unterer He-Punkt des Dickdarms |
|
Ma 38
(Tiaokou)
|
|
Lokalisation: |
5 Cun unterhalb Ma 36, ein Cun lateral vorderer Tibiakante |
|
Indikation: |
Wichtigster Fernpunkt bei Periarthritis humeroscapularis,
Schulter-Arm-Syndrom, rheumatoide Arthritis, Lähmung untere Extremität |
|
Lokale Wirkung: |
|
|
TCM: |
|
|
Besonderheit: |
·
Fernpunkt der Schulter |
|
Ma 40
(Fenglong)!
|
|
Lokalisation: |
Ein Cun lateral von Ma 38, 5 Cun unterhalb von Ma 36
(Zusanli) |
|
Indikation: |
Vermindert Schleimproduktion. Bei Thoraxschmerzen,
Magen-Darm- Erkrankungen, Epilepsie, Kopfschmerz, Benommenheit,
Konzentrations-störung, Schwindel |
|
Lokale Wirkung: |
|
|
TCM: |
Vertreibt Feuchtigkeit besonders Schleim, beruhigt den
Geist |
|
Besonderheit: |
·
Luo-Punkt |
|
Ma 41
(Jiexi)!
|
|
Lokalisation: |
Mitte der Malleolen auf oberem Sprunggelenk. Liegt
zwischen den Sehnen des Musc. extensor digitorum longus und Musc. extensor
hallucis longus |
|
Indikation: |
Lähmungen untere Extremität, Obstipation, Depressionen,
Stirnkopf-schmerzen, Schmerzen im Sprunggelenk |
|
Lokale Wirkung: |
|
|
TCM: |
|
|
Besonderheit: |
·
Jing-Punkt
·
Tonisierungspunkt Magen |
|
Ma 44
(Neiting)!
|
|
Lokalisation: |
0,5 Cun proximal Schwimmhautrand zwischen 2. und 3. Os
metatarsale |
|
Indikation: |
Wirksamer analgetischer Punkt bei Migräne, Kopfschmerzen,
Augen-brennen, Zahnschmerzen, abdominellen Schmerzen, Geburtserleichterung |
|
Lokale Wirkung: |
|
|
TCM: |
Kühlt Hitze und eliminiert Wind im Meridian sowie im
Magen, reguliert Qi |
|
Besonderheit: |
·
Ying-Punkt
·
Sehr wichtiger Punkt! |
Abb. 21: Verlauf Milzmeridian
|
MP
3 (Taibai)!
|
|
Lokalisation: |
Mediale Seite Fuß, proximal Kopf Os metatarsale 1,
Übergang Haut von Fußrücken zur Sohle |
|
Indikation: |
Oberbauchschmerzen, Malabsorbtion, Diarrhoe, Obstipation,
Meteorismus, Gastroenteritis |
|
Lokale Wirkung: |
|
|
TCM: |
Stärkt und harmonisiert geschwächte Funktion der Milz bzw.
Magen, entfernt Feuchtigkeit, Schleim und Hitze |
|
Besonderheit: |
·
Yuan-Punkt |
|
MP 4
(Gongsun)!
|
|
Lokalisation: |
Mediale Fußsseite, in Vertiefung distal Basis Os
metatarsale 1, Übergang Haut von Fußrücken zur Sohle |
|
Indikation: |
Kardinalpunkt Chong Mai. Urogenitalerkrankungen,
Dysmenorrhoe, Klimakterium |
|
Lokale Wirkung: |
|
|
TCM: |
|
|
Besonderheit: |
·
Luo-Punkt zu Ma 42
·
Kardinalpunkt für Chong Mai |
|
MP 6
(Sanyinjiao)!
|
|
Lokalisation: |
An der medialen Seite des Unterschenkels, 3 Cun oberhalb
des medialen Malleolus, dorsal der Tibiahinterkante. (In der Fascienlücke
der Cockettschen Perforans) |
|
Indikation: |
Dysmenorrhoe, Amenorrhoe, klimakterische Beschwerden,
Dysurie, Enuresis, Polakisurie, Restharn, Prostatitis, Impotenz, Orchitis.
Diarrhoee, Colon irritabile, Völlegefühl, Blähungen.
Geburtsvorbereitung, Allergien (Haut,
Heuschnupfen, Bronchitis, Asthma) immunologische Erkrankungen,
Polyneuropathie, Lähmungen, Durchblutungsstörungen, Phlebitis,
Lymph-angitis, chronische Ulcera cruris |
|
Lokale Wirkung: |
|
|
TCM: |
Kreuzung von 3 Yin-Meridianen MP, Ni, Le, Bedeutung für
die Organe Niere und Leber. |
|
Besonderheit: |
·
Sehr wichtiger Punkt! |
|
MP 9
(Yinlingquan)!
|
|
Lokalisation: |
Mediale Seite Bein, Vertiefung am Unterrand medialer
Kondylus auf Höhe der tub. tibiae. Gegenüber Gb 34 Yanglingquan |
|
Indikation: |
Ödeme, Aszites, abdominelle Schmerzen, Dysurie, Diarrhoe
Gonarthrose, Schmerzen des Knies |
|
Lokale Wirkung: |
|
|
TCM: |
Löst Feuchtigkeit und Hitze |
|
Besonderheit: |
·
He-Punkt |
|
MP 10
(Xuehai)!
|
|
Lokalisation: |
Höchster Punkt des Musc. vastus medialis, 2 Cun proximal
Patellaoberkante |
|
Indikation: |
Wichtiger antiallergischer immunstimulierender Punkt.
Allergien, Infektionserkrankungen, Ekzeme, Psoriasis, Neurodermitis,
allergischer Rhinitis/ Bronchitis, Dysmenorrhoe, Amenorrhoe |
|
Lokale Wirkung: |
|
|
TCM: |
|
|
Besonderheit: |
|
|
MP 21
(Dabao)!
|
|
Lokalisation: |
Mittlere Axillarlinie, im 6. ICR |
|
Indikation: |
Anwendung bei Schmerzen im Brustkorb, Lungenerkrankungen
wie Asthma bronchiale mit Dyspnoe, Verdauungsstörungen |
|
Lokale Wirkung: |
|
|
TCM: |
Das "Große Luo": Hier entspringen viele Verästelungen |
|
Besonderheit: |
·
Großes Luo |
Abb. 22:
Verlauf Herzmeridian
|
He 3
(Shaohai)!
|
|
Lokalisation: |
Ulnarseite Ellbogen am Ende der Beugefalte, 0,5 Cun radial
Epicondylus ulnaris |
|
Indikation: |
Arthritis des Ellenbogengelenks, Angina pectoris |
|
Lokale Wirkung: |
|
|
TCM: |
|
|
Besonderheit: |
·
He-Punkt |
|
He 5
(Tongli)!
|
|
Lokalisation: |
1 Cun proximal He 7 radial der Sehne Musc.
flexor carpi ulnaris |
|
Indikation: |
Sprachstörungen, Pharyngitis, Schmerzen im Handgelenk,
psychische Störungen |
|
Lokale Wirkung: |
|
|
TCM: |
Reguliert Herz-Qi |
|
Besonderheit: |
·
Luo-Punkt |
|
He 7
(Shenmen)!
|
|
Lokalisation: |
Lateral Beugefalte Handgelenk, radial der Sehne Musc.
flexor carpi ulnaris. Palmare Seite Handgelenk, ulnar der Sehne Musc.
flexor carpi ulnaris |
|
Indikation: |
Schlafstörungen, Angstzustände, Erregungszustände,
Nervosität, innere Unruhe, psychosomatische Störungen,
Entzugserscheinungen, Geburts-erleichterung, Geburtsvorbereitung,
Epilepsie, Angina pectoris, Herz-neurose, vegetative Herzbeschwerden,
Tachykardie |
|
Lokale Wirkung: |
|
|
TCM: |
Beruhigt das Shen und harmonisiert das Herz |
|
Besonderheit: |
·
Yuan-Punkt
·
Sedierungspunkt Herz
·
Wichtiger psychisch harmonisierender Punkt mit Du 20 Baihue
und Pe 6 Neiguan
·
Sehr wichtiger Punkt! |
|
He 8 (Shaofu)
|
|
Lokalisation: |
Palmar zwischen 4. und 5. Os metacarpale. Zwischen
Fingerspitzen Ring- und Kleinfinger geballter Faust |
|
Indikation: |
Handschmerzen, M. Raynaud, Enuresis, Pruritus, Schwitzen
der Hand |
|
Lokale Wirkung: |
|
|
TCM: |
|
|
Besonderheit: |
Ying-Punkt |
|
He 9
(Shaochon)
|
|
Lokalisation: |
Radialer Nagelwinkel des Kleinfingers |
|
Indikation: |
Bei Notfällen von Herz und Kreislauf. Akute psychische
Störungen, Depression, akute Thoraxschmerzen |
|
Lokale Wirkung: |
|
|
TCM: |
|
|
Besonderheit: |
·
Jing-Punkt
·
Tonisierungspunkt Herz |
Abb. 23:
Verlauf Dünndarmmeridian
|
Dü 1 (Shaoze)
|
|
Lokalisation: |
Ulnarer Nagelwinkel des Kleinfingers |
|
Indikation: |
Akute Notfälle, Fieber, Laktationsstörungen, Kopfschmerzen |
|
Lokale Wirkung: |
|
|
TCM: |
|
|
Besonderheit: |
·
Jing-Punkt |
|
Dü 3 (Houxi)
!
|
|
Lokalisation: |
Ulnarer Rand der Faust ulnares Ende der Handquerfalte |
|
Indikation: |
Schmerzen, Verspannung von Nacken und Schulter,
Torticollis, HWS-Syndrom, Tinnitus, Kopfschmerzen, Fieber, Lähmungen und
Neuropathien der Hand |
|
Lokale Wirkung: |
|
|
TCM: |
Kühlt innere und äußere Hitze, Schlüsselpunkt des Du Mai,
klärt den Geist |
|
Besonderheit: |
·
Tonisierungspunkt Dünndarm
·
Kardinalpunkt Du Mai
·
Bach-Shu-Punkt
·
Sehr wichtiger Punkt! |
|
Dü 5 (Yanggu)
|
|
Lokalisation: |
An der Handkante am ulnaren Ende der Handgelenksfalte am
Proc. styloideus |
|
Indikation: |
Handgelenksschmerzen, Karpaltunnelsyndrom |
|
Lokale Wirkung: |
|
|
TCM: |
|
|
Besonderheit: |
|
|
Dü 6
(Yanglao)!
|
|
Lokalisation: |
In der Vertiefung radial vom Proc. styloideus ulnae |
|
Indikation: |
Bei akuten schmerzhaften Erkrankungen im Meridianverlauf,
schmerzhafter Nacken und Schulter, gemeinsam mit Dü 3 Houxi |
|
Lokale Wirkung: |
|
|
TCM: |
|
|
Besonderheit: |
·
Xi-Punkt |
|
Dü 9
(Jianzhen)!
|
|
Lokalisation: |
Bei Adduktion des Armes, 1 Cun oberhalb der dorsalen Falte
der Axilla |
|
Indikation: |
Periarthritis humeroscapularis, Schulter-Arm-Syndrom,
Lähmungen des Armes |
|
Lokale Wirkung: |
|
|
TCM: |
|
|
Besonderheit: |
·
Wichtiger Lokalpunkt |
|
Dü 11
(Tianzong)!
|
|
Lokalisation: |
Verbindungslinie Spina scapulae und untere Scapulaspitze,
zwischen oberem und mittlerem Drittel in der Fossa infrascapularis |
|
Indikation: |
Schmerzen der Schulter |
|
Lokale Wirkung: |
|
|
TCM: |
|
|
Besonderheit: |
·
Wichtiger Lokalpunkt |
|
Dü 14
(Jianwaishu)
|
|
Lokalisation: |
3 Cun lateral Unterrand des Proc. spinosus des 1.
thorakalen Wirbels, lateral von Du 13 Taodao |
|
Indikation: |
Schmerzen der Schulter, HWS-Syndrom |
|
Lokale Wirkung: |
|
|
TCM: |
|
|
Besonderheit: |
·
Transportpunkt (Shu)
G Gefährlicher Punkt! |
|
Dü 17
(Tianrong)
|
|
Lokalisation: |
Dorsal vom Kieferwinkel, vor Musc. sternocleidomastoideus |
|
Indikation: |
Tonsillitis, Pharyngitis, Heiserkeit, Dysarthrie des
Kiefergelenks |
|
Lokale Wirkung: |
|
|
TCM: |
|
|
Besonderheit: |
|
|
Dü 18
(Quanliao)!
|
|
Lokalisation: |
Caudal des Arcus zygomaticus, unter lateralem Augenwinkel |
|
Indikation: |
Trigeminusneuralgie, Sinusitis, Fazialisparese, Schmerzen
der Oberkiefer-zähne |
|
Lokale Wirkung: |
|
|
TCM: |
|
|
Besonderheit: |
·
Wichtiger Lokalpunkt bei „Wind im Kopfbereich“ |
|
Dü 19
(Tinggong)!
|
|
Lokalisation: |
Bei leicht geöffnetem Mund in der Vertiefung vor Tragus |
|
Indikation: |
Tinnitus, Morbus Meniere, Ohrinfektionen,
Trigeminusneuralgie |
|
Lokale Wirkung: |
|
|
TCM: |
|
|
Besonderheit: |
·
Gemeinsam mit SJ 21 Ermen und Gb 2 Tinghui gestochen
·
Wichtiger Punkt bei Ohrenbeteiligung |
Abb.
24: Verlauf Blasenmeridian
|
BI 1
(Jingming)
|
|
Lokalisation: |
0,1 Cun medial oberhalb des innereren Augenwinkels |
|
Indikation: |
Erkrankungen des Auges, der Tränendrüse, des Augenlids |
|
Lokale Wirkung: |
|
|
TCM: |
|
|
Besonderheit: |
|
|
BI 2
(Zanzliu)!
|
|
Lokalisation: |
Mediales Ende Augenbraue, oberhalb innerer Augenwinkel,
entspr. For. nerv. supraorbitalis |
|
Indikation: |
Augenerkrankungen, Sinusitis frontalis, frontale
Kopfschmerzen, Migräne |
|
Lokale Wirkung: |
|
|
TCM: |
|
|
Besonderheit: |
·
Wichtiger Lokalpunkt |
|
BI 10
(Tianzhu)!
|
|
Lokalisation: |
1,3 Cun lateral Du 15 (C 1/2), 0,5 Cun oberhalb
Haaransatz, höchste Stelle des Musc. trapezius |
|
Indikation: |
Kopfschmerzen, Migräne, Schwindel, Sehstörungen,
HWS-Syndrom, Pharyngitis, Erkältungen |
|
Lokale Wirkung: |
|
|
TCM: |
Beruhigt "inneren Wind", = wandernde Schmerzen, eliminiert
pathogene Einflüsse, löst Blockaden und Stagnation von Qi |
|
Besonderheit: |
·
Sehr wichtiger Punkt! |
|
BI 11
(Dashu)!
|
|
Lokalisation: |
1,5 Cun lateral Dornfortsatz Th 1 |
|
Indikation: |
Gelenkerkrankungen, rheumatoide Arthritis, okzipitale
Kopfschmerzen, HWS-Syndrom, Asthma bronchiale, Husten, Fieber |
|
Lokale Wirkung: |
|
|
TCM: |
|
|
Besonderheit: |
·
Meisterpunkt für Knochen |
|
BI 12
(Fengmen)
|
|
Lokalisation: |
1 Cun lateral Unterrand Th 2 |
|
Indikation: |
BWS-Syndrom |
|
Lokale Wirkung: |
|
|
TCM: |
|
|
Besonderheit: |
·
Wichtiger Punkt bei akuten Erkältungen |
|
BI 13
(Feishu)!
|
|
Lokalisation: |
1,5 Cun lateral vom Unterrand des Dornfortsatzes des 3.
Brustwirbel, Th 3 |
|
Indikation: |
Lungenerkrankungen, Asthma bronchiale, chronische
Bronchitis |
|
Lokale Wirkung: |
|
|
TCM: |
|
|
Besonderheit: |
·
Shu-Punkt der Lunge |
|
Bl 15
(Xinshu)!
|
|
Lokalisation: |
1,5 Cun lateral des Dornfortsatzes des 5. Brustwirbels, Th
5 |
|
Indikation: |
Herzerkrankungen, Angina pectoris, Tachykardien.
Psychische Störungen und Gedächtnisschwäche |
|
Lokale Wirkung: |
|
|
TCM: |
Beruhigt Herz und Geist, reguliert das Fließen von Qi und
Blut |
|
Besonderheit: |
·
Shu-Punkt des Herzens |
|
BI 17
(Geshu)!
|
|
Lokalisation: |
1,5 Cun lateral Dornfortsatz des 7. Brustwirbels, Th 7 |
|
Indikation: |
Schluckauf, Husten, Erbrechen, Übelkeit, Dysphagie, Asthma
bronchiale, Dyspnoe, Interkostalneuralgie, BWS-Syndrom, Anämie |
|
Lokale Wirkung: |
|
|
TCM: |
Bewegt Qi, löst Feuchtigkeit und Hitze |
|
Besonderheit: |
·
Shu-Punkt des Diaphragma
·
Meisterpunkt für Blut
·
Sehr wichtiger Punkt! |
|
Bl 18
(Ganshu)!
|
|
Lokalisation: |
1,5 Cun lateral des Dornfortsatzes des 9. Brustwirbels, Th
9 |
|
Indikation: |
Erkrankungen von Leber und Gallenblase, Augenerkrankungen,
Interkostalneuralgie, BWS-Syndrom |
|
Lokale Wirkung: |
|
|
TCM: |
Bewegt Qi, löst Feuchtigkeit und Hitze |
|
Besonderheit: |
·
Shu-Punkt der Leber |
|
BI 19
(Danshu)!
|
|
Lokalisation: |
1,5 Cun lateral des Dornfortsatzes des 10. Brustwirbels,
Th 10 |
|
Indikation: |
Leber- und Gallenwegserkrankungen |
|
Lokale Wirkung: |
|
|
TCM: |
|
|
Besonderheit: |
·
Shu-Punkt der Gallenblase |
|
BI 20
(Pishu)!
|
|
Lokalisation: |
1,5 Cun lateral Dornfortsatz 11.
Brustwirbel, Th 11 |
|
Indikation: |
Oberbauchschmerzen, Diarrhoe, Pankreaserkrankungen |
|
Lokale Wirkung: |
|
|
TCM: |
|
|
Besonderheit: |
·
Shu-Punkt der Milz |
|
BI 21
(Weishu)!
|
|
Lokalisation: |
1,5 Cun lateral Dornfortsatz 12.
Brustwirbel, Th 12 |
|
Indikation: |
Ulcera ventriculi et duodeni, chronische Gastritis |
|
Lokale Wirkung: |
|
|
TCM: |
|
|
Besonderheit: |
·
Shu-Punkt des Magens |
|
BI 22
(Sanjiaoshu)!
|
|
Lokalisation: |
1,5 Cun lateral Dornfortsatz 1. Lumbalwirbel, L 1 |
|
Indikation: |
Abdominelle Erkrankungen, Magenerkrankungen, Lumbalgien |
|
Lokale Wirkung: |
|
|
TCM: |
|
|
Besonderheit: |
·
Shu-Punkt des Sanjiao |
|
BI 23
(Shenshu)!
|
|
Lokalisation: |
1,5 Cun lateral Domfortsatz 2.Lumbalwirbel, L 2 |
|
Indikation: |
Schwächezustände, chronische Müdigkeit, Depression,
Urogenital-erkrankungen, chronische Harnwegsinfekte, Impotenz,
LWS-Syndrom, Ischialgien, Ohrerkrankungen wie Tinnitus, M. Meniere |
|
Lokale Wirkung: |
|
|
TCM: |
|
|
Besonderheit: |
·
Shu-Punkt der Niere
·
Sehr wichtiger Punkt! |
|
BI 24
(Qihaishu)
|
|
Lokalisation: |
1,5 Cun lateral Domfortsatz 3. Lumbalwirbel, L 3 |
|
Indikation: |
LWS-Syndrom, Ischialgie, Dysmenorrhoe |
|
Lokale Wirkung: |
|
|
TCM: |
|
|
Besonderheit: |
·
Shu-Punkt des Meeres der Energie |
|
BI 25
(Dachangshu)!
|
|
Lokalisation: |
1,5 Cun lateral Dornfortsatz 4. Lumbalwirbel, L 4 |
|
Indikation: |
Diarrhoe, Obstipation, Colon irritabile,
LWS-Syndrom, Ischialgie |
|
Lokale Wirkung: |
|
|
TCM: |
|
|
Besonderheit: |
·
Shu-Punkt des Dickdarms
·
Wichtiger Punkt bei Lumbalgien |
|
BI 28
(Pangguangshu)!
|
|
Lokalisation: |
1,5 Cun lateral der Mittellinie in Höhe der 2.
Sakralöffnung. |
|
Indikation: |
Urogenitalerkrankungen, chronische Hamwegsinfekte,
Lumbalgie, Ischialgie |
|
Lokale Wirkung: |
|
|
TCM: |
|
|
Besonderheit: |
·
Shu der Blase |
|
BI
32 (Ciliao)!
|
|
Lokalisation: |
2. Foramen sacrale |
|
Indikation: |
Lumbalgie, Obstipation |
|
Lokale Wirkung: |
|
|
TCM: |
|
|
Besonderheit: |
|
|
BI 40
(Weizhong)!
|
|
Lokalisation: |
Mitte der Beugefalte Knie |
|
Indikation: |
Lumbalgie, Ischialgie, Erkrankungen der Beckenorgane,
Dysmenorrhoe, Impotenz, Enuresis.
Hauterkrankungen wie Neurodermitis. |
|
Lokale Wirkung: |
Gonarthrose und Paresen der unteren Extremität |
|
TCM: |
Löst Hitze des Blutes, eliminiert Wind und Feuchtigkeit |
|
Besonderheit: |
·
He-Punkt
·
Meisterpunkt Rücken,LWS
·
Sehr wichtiger Punkt! |
|
BI 57
(Chengshan)!
|
|
Lokalisation: |
Zwischen den Muskelbäuchen des Musc. gastrocnemius |
|
Indikation: |
Wadenkrämpfe, LWS-Syndrom, Ischialgie, Hämorrhoiden,
Stirnkopf-schmerzen |
|
Lokale Wirkung: |
|
|
TCM: |
|
|
Besonderheit: |
|
|
BI 58
(Feiyang)
|
|
Lokalisation: |
7 Cun oberhalb Bl 60 |
|
Indikation: |
Lumbalgie, Ischialgie, Augenerkrankungen |
|
Lokale Wirkung: |
|
|
TCM: |
|
|
Besonderheit: |
·
Luo-Punkt |
|
BI 60
(Kunlun)!
|
|
Lokalisation: |
Mitte Verbindungslinie zwischen Malleolus lateralis der
Achillessehne |
|
Indikation: |
Wichtiger Fernpunkt für HWS-Syndrom, okzipitalen
Kopfschmerzen, Tortikollis, Ischialgie, Lumbalgie. Schmerzzuständen des
Sprunggelenks, Tendinitis der Achillessehne, Paresen der unteren
Extremität |
|
Lokale Wirkung: |
|
|
TCM: |
Löst Wind und Feuchtigkeit |
|
Besonderheit: |
·
Jing-Punkt
·
Sehr wichtiger Punkt! |
|
BI 62
(Shenmai)!
|
|
Lokalisation: |
0,5 Cun unterhalb Malleolus lateralis |
|
Indikation: |
Psychische Störungen, Krämpfe, Epilepsie, Apoplex,
Suchterkrankungen, Schlafstörungen |
|
Lokale Wirkung: |
|
|
TCM: |
Beruhigt das Shen |
|
Besonderheit: |
·
Kardinalpunkt Yangqiao |
|
BI 67
(Zhiyin)!
|
|
Lokalisation: |
Lateraler Nagelwinkel der kleinen Zehe |
|
Indikation: |
Kopfschmerzen, Augenerkrankungen. Als Jing-Punkt bei
akuten Notfällen. Geburtshilfe |
|
Lokale Wirkung: |
|
|
TCM: |
|
|
Besonderheit: |
·
Jing-Punkt
·
Tonisierungspunkt Blase |
Abb. 25:
Verlauf Nierenmeridian
|
Ni
1 (Yongquan)!
|
|
Lokalisation: |
Auf der Fußsohle zwischen vorderem und mittlerem Drittel
des Fußes, zwischen 2. und 3. Metatarsophalangealgelenk |
|
Indikation: |
Wichtiger Jing-Punkt, Anwendung bei Epilepsie |
|
Lokale Wirkung: |
|
|
TCM: |
|
|
Besonderheit: |
·
Jing-Punkt
·
Sedierungspunkt Niere |
|
Ni
3 (Taixi)!
|
|
Lokalisation: |
Mitte zwischen Malleolus medialis und Hinterrand
Achillessehne, gegenüber von Bl 60 Kunlun |
|
Indikation: |
Urogenitalerkrankungen, Klimakterium, Enuresis, Impotenz,
Zystitis. Asthma bronchiale, Pharyngitis, Tinnitus, Lumbago,
Schlafstörungen, Depression |
|
Lokale Wirkung: |
Erkrankungen des oberen Sprunggelenks |
|
TCM: |
Stärkt das Nieren-Qi urid somit auch das Yang der Niere
und kühlt Hitze |
|
Besonderheit: |
·
Yuan-Punkt von BI 58
·
Sehr wichtiger Punkt! |
|
Ni
5 (Shuiquan)!
|
|
Lokalisation: |
Oberhalb Calcaneus, 1 Cun unterhalb Ni 3 |
|
Indikation: |
Starke Dysmenorrhoe, Nierenkoliken, Analgesie und
Spasmolyse bei Nephrolithiasis |
|
Lokale Wirkung: |
|
|
TCM: |
|
|
Besonderheit: |
·
Xi-Punkt |
|
Ni 6
(Zhaolzai)!
|
|
Lokalisation: |
1 Cun unterhalb Vorderrand Malleolus medialis |
|
Indikation: |
Menstruationsstörungen, Dysurie, Pruritus,
Schlafstörungen, Epilepsie, Erkrankungen des Sprunggelenks |
|
Lokale Wirkung: |
|
|
TCM: |
Kühlt die Hitze und beruhigt Shen |
|
Besonderheit: |
·
Sehr wichtiger Punkt! |
|
Ni
7 (Fuliu)!
|
|
Lokalisation: |
Vorderrand Achillessehne, 2 Cun oberhalb Malleolus
medialis |
|
Indikation: |
Harnwegsinfekte, Depression, Schwitzen, Nachtschweiß,
Diarrhoe, Lumbago |
|
Lokale Wirkung: |
|
|
TCM: |
Stärkt Nieren-Qi, eliminiert Feuchtigkeit und kühlt Hitze |
|
Besonderheit: |
·
Jing-Punkt
·
Tonisierungspunkt Niere |
|
Ni 10 (Yingu)
|
|
Lokalisation: |
Im medialen Teil der Fossa poplitea zwischen Sehnen Musc.
semitendinosus und membranosus |
|
Indikation: |
Knieschmerzen, Störung der Sexualfunktion des Mannes,
Ovulations-störungen |
|
Lokale Wirkung: |
|
|
TCM: |
|
|
Besonderheit: |
·
He-Punkt |
Abb. 26: Verlauf
Pericardmeridian
|
Pe 4 (Ximen)
|
|
Lokalisation: |
Zwischen Sehne Musc. palmaris longus und flexor carpi
radialis, 5 Cun proximal Handgelenksfalte |
|
Indikation: |
Angina pectoris, Herzrhythmusstörungen, Tachykardie,
Pleuritis, Psychasthenie |
|
Lokale Wirkung: |
|
|
TCM: |
|
|
Besonderheit: |
·
Xi-Punkt |
|
Pe 6
(Neiguan)!
|
|
Lokalisation: |
Zwischen Sehne Musc. palmaris longus und flexor carpi
radialis, 2 Cun proximal der Handgelenksfalte |
|
Indikation: |
Erkrankungen des Herzens, Tachykardie, Angina pectoris,
Thorax-schmerzen.
Ulcus ventriculi et duodeni, Gastritis, Übelkeit,
Erbrechen, Schluckauf, Seekrankheit, Brechreiz, Hyperemesis gravidarum,
innere Unruhe, Nervosität, Erregungszustände, Epilepsie, Schlafstörung,
Gedächtnis-störung |
|
Lokale Wirkung: |
|
|
TCM: |
|
|
Besonderheit: |
·
Luo zu 3E 4
·
Meisterpunkt Thorax
·
Kardinalpunkt Yinwei
·
Sehr wichtiger Punkt! |
|
Pe 7
(Daling)!
|
|
Lokalisation: |
Auf Handgelenksfalte, zwischen Sehnen Musc. palrnaris
longus und flexor carpi radialis |
|
Indikation: |
Lokaler Punkt bei Erkrankungen des Handgelenks,
Tendovaginitis, Polyneuropathie, Paresen, psychische Störungen und
psychiatrische Erkrankungen, Schizophrenie, Schlaflosigkeit, Epilepsie |
|
Lokale Wirkung: |
|
|
TCM: |
|
|
Besonderheit: |
·
Yuan-Punkt zu 3E 5
·
Wichtiger psychisch beruhigender Punkt
·
Sedierungspunkt Pericard |
|
Pe 8
(Laogong)
|
|
Lokalisation: |
Auf Handfläche zwischen Fingerspitzen bei gebeugtem
Mittel- und Ringfinger |
|
Indikation: |
Lähmungen, Polyneuropathien, Hauterkrankungen der Hand,
Dupuytren -Kontrakturen |
|
Lokale Wirkung: |
|
|
TCM: |
|
|
Besonderheit: |
·
Ying-Punkt |
|
Pe 9
(Zhongchong)
|
|
Lokalisation: |
Medialer Nagelwinkel des Mittelfingers |
|
Indikation: |
In Notfällen, wie Kreislaufkollaps, Ohnmacht, hohes
Fieber, Schock-zuständen |
|
Lokale Wirkung: |
|
|
TCM: |
|
|
Besonderheit: |
·
Jing-Punkt
·
Tonisierungspunkt |
Abb. 27:
Verlauf San-Jiao-Meridian
|
3E 2
(Yenmem)!
|
|
Lokalisation: |
In der Schwimmhaut 4./5. Finger |
|
Indikation: |
Tinnitus, Entzündungen der Kehle und des Rachens |
|
Lokale Wirkung: |
|
|
TCM: |
|
|
Besonderheit: |
|
|
3E 3
(Zhongzhu)
|
|
Lokalisation: |
Handrücken zwischen 4. und 5. Os metacarpale, proximal
Metacarpo-phalangealgelenk |
|
Indikation: |
Tinnitus, Schwindel, Kopfschmerzen im Ohrbereich,
Schmerzen, Paresen und Polyneuropathien der Hände |
|
Lokale Wirkung: |
|
|
TCM: |
|
|
Besonderheit: |
·
Shu-Punkt
·
Wichtiger Fernpunkt Ohr
·
Tonisierungspunkt |
|
3E 4
(Yangchi)
|
|
Lokalisation: |
Ulnar Sehne Musc. extensor digitorun communis, Dorsalseite
Handgelenk über dem Gelenkspalt |
|
Indikation: |
|
|
Lokale Wirkung: |
Handgelenksschmerzen |
|
TCM: |
|
|
Besonderheit: |
·
Yuan-Punkt zu Pe 6 |
|
3E 5
(Waiguan)!
|
|
Lokalisation: |
Mitte zwischen Ulna und Radius, 2 Cun proximal
Handgelenksfalte |
|
Indikation: |
Kopfschmerzen, Migräne, HWS-Syndrom, Tortikollis,
Tinnitus, Hörsturz, M. Meniere, Polyneuropathie der Arme, Arthritis des
Handgelenks und der Fingergelenke |
|
Lokale Wirkung: |
|
|
TCM: |
Eliminiert Wind, Hitze und Kälte |
|
Besonderheit: |
·
Luo-Punkt zu Pe 7
·
Meisterpunkt bei rheumatischen Erkrankungen
·
Sehr wichtiger Punkt! |
|
3E 6
(Zhigou)!
|
|
Lokalisation: |
Mitte zwischen Ulna und Radius, 3 Cun proximal der
Dorsalfalte des Handgelenks |
|
Indikation: |
Obstipation, Meteorismus, abdominelle Schmerzen, Colon
irritabile |
|
Lokale Wirkung: |
|
|
TCM: |
|
|
Besonderheit: |
·
Jing-Punkt |
|
3E 14
(Jianliao)!
|
|
Lokalisation: |
Hintere Grube der Schulter bei Abduktion des Armes |
|
Indikation: |
Schmerzen der Schulter, Periarthritis humeroscapularis,
Lähmungen des Armes |
|
Lokale Wirkung: |
|
|
TCM: |
|
|
Besonderheit: |
·
Wichtiger Lokalpunkt |
|
3E 17
(Yifeng)!
|
|
Lokalisation: |
Hinter Ohrläppchen, vor Processus mastoideus |
|
Indikation: |
Tinnitus, Parotitis, Fazialisparese |
|
Lokale Wirkung: |
|
|
TCM: |
|
|
Besonderheit: |
|
|
3E 21
(Ermen)!
|
|
Lokalisation: |
In Vertiefung vor Tragus, oberhalb des Processus
condyloideus mandibulae |
|
Indikation: |
Tinnitus, Schwindel, Kiefergelenkserkrankungen |
|
Lokale Wirkung: |
|
|
TCM: |
|
|
Besonderheit: |
·
Wichtiger Lokalpunkt bei Ohrenerkrankungen |
|
3E 23
(Sizhukong)!
|
|
Lokalisation: |
Laterales Ende der Augenbraue |
|
Indikation: |
Augenerkrankungen, Migräne, frontale und temporale
Kopfschmerzen, Sinusitis frontalis |
|
Lokale Wirkung: |
|
|
TCM: |
|
|
Besonderheit: |
·
Wichtiger Lokalpunkt bei Augenerkrankungen |
Abb. 28:
Verlauf Gallenblasenmeridian
|
Gb 1
(Tongziliao)
|
|
Lokalisation: |
0,5 Cun lateral äußeren Augenwinkels |
|
Indikation: |
Augenerkrankungen, Kopfschmerzen, Trigeminusneuralgie,
Tics |
|
Lokale Wirkung: |
|
|
TCM: |
|
|
Besonderheit: |
|
|
Gb 2
(Tinghui)!
|
|
Lokalisation: |
Bei geöffnetem Mund hinter dem Kondylus mandibulae |
|
Indikation: |
Tinnitus, Hörsturz, M. Meniere, Zahnschmerzen |
|
Lokale Wirkung: |
|
|
TCM: |
|
|
Besonderheit: |
·
Wichtiger Lokalpunkt |
|
Gb 8
(Shuaigu)!
|
|
Lokalisation: |
1 Cun oberhalb der Ohrmuschel, 2 Cun oberhalb des
Ohrenansatzes |
|
Indikation: |
Kopfschmerzen, Migräne, Schwindel |
|
Lokale Wirkung: |
|
|
TCM: |
|
|
Besonderheit: |
·
Wichtiger Lokalpunkt |
|
Gb 14
(Yangbai)!
|
|
Lokalisation: |
Pupillenmitte, 1 Cun cranial der Augenbraue |
|
Indikation: |
Kopfschmerz, Migräne, Fazialisparese, Trigeminusneuralgie,
Augen-krankheiten |
|
Lokale Wirkung: |
|
|
TCM: |
|
|
Besonderheit: |
·
Sehr wichtiger Punkt! |
|
Gb 20
(Fengchi)!
|
|
Lokalisation: |
Zwischen Ursprüngen Musc. sternocleidomastoideus und
trapezius |
|
Indikation: |
Migräne, Kopfschmerzen, HWS-Syndrom, Tortikollis,
Schwindel, Hypertonie, Augenerkrankungen |
|
Lokale Wirkung: |
|
|
TCM: |
Wichtiger Windpunkt |
|
Besonderheit: |
·
Sehr wichtiger Punkt! |
|
Gb 21
(Jianjing)!
|
|
Lokalisation: |
Höchste Stelle der Schulter |
|
Indikation: |
Schulter-Arm-Syndrom, HWS-Syndrom, Tortikollis, Gallen-
und Leber-erkrankungen, Myogelosen |
|
Lokale Wirkung: |
|
|
TCM: |
|
|
Besonderheit: |
·
Alarmpunkt |
|
Gb 24 (Riyu)!
|
|
Lokalisation: |
Mamillarlinie im 7.ICR |
|
Indikation: |
Leberkrankungen, Cholangitis, Gastritis, Schluckauf |
|
Lokale Wirkung: |
|
|
TCM: |
|
|
Besonderheit: |
·
Mu-Punkt Gallenblase |
|
Gb 25
(Jingmen)!
|
|
Lokalisation: |
Unterrand freies Endes 12. Rippe |
|
Indikation: |
Erkrankungen der Leber und Galle, LWS-Syndrom,
Interkostalneuralgie, Nierenerkrankungen |
|
Lokale Wirkung: |
|
|
TCM: |
|
|
Besonderheit: |
·
Mu-Punkt Niere |
|
Gb 30
(Huantiao)!
|
|
Lokalisation: |
Auf der Linie vom Trochanter major zum unteren Rand des Os
sacrum, an der Grenze zwischen äußerem und mittlerem Drittel dieser
Strecke |
|
Indikation: |
Ischialgien, Lumbago, Coxarthrose, Paresen,
Polyneuropathie der Beine |
|
Lokale Wirkung: |
|
|
TCM: |
|
|
Besonderheit: |
·
Wichtiger Lokalpunkt |
|
Gb 31
(Fengshi)!
|
|
Lokalisation: |
Laterale Seite Oberschenkel, zwischen Musc. vastus
lateralis und biceps femoris an der Spitze des Mittelfingers bei
angelegtem Arm |
|
Indikation: |
LWS-Syndrom, Ischialgie, rheumatische Arthritis, Paresen,
Neurodermitis |
|
Lokale Wirkung: |
|
|
TCM: |
|
|
Besonderheit: |
·
Wichtiger Lokalpunkt |
|
Gb 34
(Yanglingquan)!
|
|
Lokalisation: |
Schnittpunkt der Linien von unterem und vorderem
Fibulaköpfchen |
|
Indikation: |
Muskeln, Sehnen, Tendovaginitis, LWS-Syndrom, Ischialgie,
Muskeldystrophien, Myopathien, Paresen, Hypertonie
Leber- und Gallenblasenerkrankungen, psychische Störungen,
Dysurie, Kniegelenkerkrankungen, rheumatoide Arthritis |
|
Lokale Wirkung: |
|
|
TCM: |
Harmonisiert die Leber und eliminiert Feuchtigkeit, Hitze
und Wind |
|
Besonderheit: |
·
He-Punkt
·
Meisterpunkt Muskeln, Sehnen
·
Sehr wichtiger Punkt! |
|
Gb 37
(Guangminj)!
|
|
Lokalisation: |
Vorderrand der Fibula, 5 Cun proximal Malleolus lateralis |
|
Indikation: |
Augenerkrankungen, Kopfschmerzen, Migräne,
Lebererkrankungen, psychische Störungen |
|
Lokale Wirkung: |
|
|
TCM: |
Löst Wind und Feuchtigkeit auf und fördert das Sehen.
Wichtigster Punkt bei Augenerkrankungen |
|
Besonderheit: |
·
Luo-Punkt |
|
Gb 39
(Xuanzhong)!
|
|
Lokalisation: |
Zwischen Hinterrand der Fibula und Sehne Musc. peronaeus
longus und brevis, 3 Cun proximal vom Malleolus lateralis |
|
Indikation: |
Fernpunkt für Tortikollis und HWS-Syndrom |
|
Lokale Wirkung: |
|
|
TCM: |
Ist Treffpunkt der 3 Yang Meridiane am Bein (Ma, Gb, Bl)
und löst Wind, Feuchtigkeit und Hitze auf |
|
Besonderheit: |
·
Meisterpunkt Knochenmark
·
Gruppen-Luo |
|
Gb 40
(Qiuxu)!
|
|
Lokalisation: |
Vor und unterhalb Malleolus lateralis; Kreuzungspunkt der
Linien unterer und vorderer Rand Malleolus lateralis |
|
Indikation: |
Thoraxschmerzen, Interkostalneuralgie, HWS-Syndrom,
Arthritis bzw. Distorsionen des Sprunggelenks, Ulcus cruris |
|
Lokale Wirkung: |
|
|
TCM: |
|
|
Besonderheit: |
·
Yuan-Punkt |
|
Gb 41
(Fuß-Linqi)!
|
|
Lokalisation: |
Distal Basis Os metatarsale 4 und 5 |
|
Indikation: |
Fernpunkt für Hörsturz, Tinnitus, M. Meniere, Dysmenorrhoe |
|
Lokale Wirkung: |
|
|
TCM: |
Fördert das Fließen von Qi, löst Hitze und harmonisiert
Wind |
|
Besonderheit: |
·
Kardinalpunkt Dai Mai
·
Shu-Punkt |
|
GB 43 (Xiaxi)
|
|
Lokalisation: |
Interdigitalhaut zwischen 4. und 5. Zeh |
|
Indikation: |
Hypertonie, Tinnitus, Gallenblasenerkrankungen |
|
Lokale Wirkung: |
|
|
TCM: |
|
|
Besonderheit: |
|
|
Gb 44
(Fuß-Qiaoyin)
|
|
Lokalisation: |
Lateraler Nagelwinkel 4. Zehe |
|
Indikation: |
In Notfällen, bei Kopfschmerzen, Interkostalneuralgie,
Asthma bronchiale |
|
Lokale Wirkung: |
|
|
TCM: |
|
|
Besonderheit: |
·
Jing-Punkt |
Abb. 29: Verlauf Lebermeridian
|
Le
2 (Xinj jian)!
|
|
Lokalisation: |
Interdigitalfalte 1. und 2. Zehe |
|
Indikation: |
Dysmenorrhoe, Hypermenorrhoe, Enuresis, Konjunktivitis,
Augenbrennen, Kopfschmerzen, Migräne, Epilepsie, Schlafstörung |
|
Lokale Wirkung: |
|
|
TCM: |
Löst Leberfeuer und Qi-Stagnation im Körper auf |
|
Besonderheit: |
·
Ying-Punkt
·
Sedierungspunkt Leber |
|
Le
3 (Taichong)!
|
|
Lokalisation: |
Zwischen 1. und 2. Os metatarsale, 2 Cun proximal
Interdigitalfalte |
|
Indikation: |
Fernpunkt für Augenerkrankungen, chronische
Konjunktivitis.
Migräne, Kopf- und Thoraxschmerzen; endokrine, Störungen
und Stoffwechselerkrankungen, Psychische Erregung, innere Unruhe,
Nervo-sität, Spannungszustände, Durchblutungsstörungen, Dysmenorrhoe,
Zyklus-störungen, Geburtserleichterung, Enuresis, Dysurie, Tinnitus, M.
Meniere, Epilepsie, Commotio, Hypertonie |
|
Lokale Wirkung: |
|
|
TCM: |
Harmonisiert Leber Qi, fördert Fließen von Qi im ganzen
Körper, ist bei Stagnation von Qi im ganzen Körper indiziert |
|
Besonderheit: |
·
Yuan-Punkt
·
Wichtig bei Leber und Gallenerkrankungen
·
Sehr wichtiger Punkt! |
|
Le
5 (Ligou)
|
|
Lokalisation: |
Mediale Tibiakante, 5 Cun oberhalb Malleolus medialis |
|
Indikation: |
Dysmenorrhoe, Dysurie, sexuelle Störungen |
|
Lokale Wirkung: |
|
|
TCM: |
|
|
Besonderheit: |
·
Luo-Punkt zu Gb 40 |
|
Le
6 (Zhongdu)!
|
|
Lokalisation: |
Tibiahinterrand 7 Cun oberhalb des Malleolus medialis |
|
Indikation: |
Empfindlich bei Lebererkrankungen (2. Alarmpunkt der
Leber) verwendbar zur Diagnose und Therapie bei akuten Leber- und
Gallenblasen-erkrankungen |
|
Lokale Wirkung: |
|
|
TCM: |
|
|
Besonderheit: |
·
Xi-Punkt
·
Alarmpunkt
·
Wichtiger Punkt für den gynäkologischen Bereich |
|
Le
8 (Ququan)!
|
|
Lokalisation: |
Mediales Ende Beugefalte Knie, am Vorderrand des M.
semimembranosus und semitendinosus |
|
Indikation: |
Dysurie, Pruritus, Harnwegsinfekt, Schmerzen im
Kniegelenk, Impotenz, Dysmenorrhoe, Conjunktivitis sicca |
|
Lokale Wirkung: |
|
|
TCM: |
|
|
Besonderheit: |
·
He-Punkt
·
Tonisierungspunkt |
|
Le 13
(Zhangmen)!
|
|
Lokalisation: |
Freies Ende 11. Rippe |
|
Indikation: |
Meteorismus, Diarrhoe, abdominelle Schmerzen,
Maldigestion, Leber- und Gallen- und Stoffwechselerkrankungen |
|
Lokale Wirkung: |
|
|
TCM: |
Fördert die Funktion des Milz-Pankreas und die
Leberfunktion |
|
Besonderheit: |
·
Mu-Punkt Milz-Pankreas
·
Meisterpunkt Zang Organe |
|
Le 14
(Qimen)!
|
|
Lokalisation: |
Mammilarlinie 6. ICR |
|
Indikation: |
Schmerzen im Oberbauch und Thorax, Übelkeit, Erbrechen,
Lebererkrankungen, Interkostalneuralgie, Laktation |
|
Lokale Wirkung: |
|
|
TCM: |
Löst Feuchtigkeit, Hitze, beseitigt Stagnation,
harmonisiert Leber-Qi |
|
Besonderheit: |
·
Mu-Punkt Leber
G Gefährlicher Punkt :
Pneumothorax! |
Abb. 30:
Verlauf Ren Mai (Konzeptionsgefäß)
|
Ren 3
(Zongji)!
|
|
Lokalisation: |
1 Cun oberhalb der Symphyse |
|
Indikation: |
Dysmenorrhoe, Zyklusstörungen, Inkontinenz, chronische
Entzündungen im Becken, Enuresis, Impotenz |
|
Lokale Wirkung: |
|
|
TCM: |
|
|
Besonderheit: |
·
Mu-Punkt Blase |
|
Ren 4
(Guanyuan)!
|
|
Lokalisation: |
2 Cun oberhalb von Ren 2 , 3 Cun unterhalb des Nabels |
|
Indikation: |
Dysmenorrhoe, Zyklusstörungen, Inkontinenz, chronische
Entzündungen im Becken, Enuresis, Impotenz |
|
Lokale Wirkung: |
|
|
TCM: |
Stärkt Yin im ganzen Körper und auch das Yang, besonders
das Nieren-Yang |
|
Besonderheit: |
·
Mu-Punkt Dünndarm
·
Sehr wichtiger Punkt! |
|
Ren 6
(Qihai)!
|
|
Lokalisation: |
1,5 Cun unterhalb Nabel |
|
Indikation: |
Schwäche- und Erschöpfungszustände.
Allgemeiner Tonisierungspunkt für das Qi. In Verbindung
mit Ma 36 und MP 6 zur Behandlung von Depression, chronischer Müdigkeit
und Hypotonie |
|
Lokale Wirkung: |
|
|
TCM: |
|
|
Besonderheit: |
·
Sehr wichtiger Punkt! |
|
Ren 8
(Shenque)
|
|
Lokalisation: |
Nabel |
|
Indikation: |
G Dieser Punkt
ist für Akupunktur verboten |
|
Lokale Wirkung: |
|
|
TCM: |
|
|
Besonderheit: |
|
|
Ren 12
(Zhongwan)!
|
|
Lokalisation: |
Mitte zwischen Xyphoidspitze und Nabel |
|
Indikation: |
Gastritis, Magenulkus, Übelkeit, Erbrechen, Maldigestion,
Malabsorption, Lebererkrankungen |
|
Lokale Wirkung: |
|
|
TCM: |
|
|
Besonderheit: |
·
Meisterpunkt für Fu-Organe
·
Mu-Punkt Magen
·
Sehr wichtiger Punkt! |
|
Ren 14
(Juque)!
|
|
Lokalisation: |
2 Cun unter der Xiphoidspitze |
|
Indikation: |
Oberbaucherkrankungen, Herzerkrankungen wie vegetative
Herzsyndrome, Angina pectoris, psychische Störungen wie Schlafstörungen
und Erregungszustände |
|
Lokale Wirkung: |
|
|
TCM: |
|
|
Besonderheit: |
·
Mu-Punkt Herz |
|
Ren 17
(Shanzhong)!
|
|
Lokalisation: |
Sternummitte in Höhe des 4. Interkostalraumes |
|
Indikation: |
Asthma bronchiale, chronische Bronchitis, Erkrankungen der
Thoraxwand, Dyspnoe, AP |
|
Lokale Wirkung: |
|
|
TCM: |
|
|
Besonderheit: |
·
Mu-Punkt Perikard
·
Meisterpunkt der Respirationsorgane
·
Sehr wichtiger Punkt! |
|
Ren 22
(Tiantu)!
|
|
Lokalisation: |
In Fossa jugularis |
|
Indikation: |
Akuter Asthmaanfall, Singultus, Dysphagie, Pharyngitis |
|
Lokale Wirkung: |
|
|
TCM: |
|
|
Besonderheit: |
G Gefährlicher Punkt! Art der
Nadelung: In diesem Punkt wird die Nadel bei sitzender Position des
Patienten zunächst 0,5 cm nach hinten eingestochen, dann wird der Patient
aufgefordert, den Kopf ganz in den Nacken zu legen, und die Nadel wird
parallel zur Sternmuhinterseite 2-3 cm weiter nach caudal geschoben.
Dieser Punkt sollte jedoch nur bei sicherer Beherrschung der Technik
angewendet werden. Falsche Nadelführung gefährdet die im Mediastinum
gelegenen großen Gefäße und andere Organe |
|
Ren 23
(Lianquan)!
|
|
Lokalisation: |
Oberrand des Schildknorpels und Unterrand Mandibula |
|
Indikation: |
Aphasie, Heiserkeit, Schluckstörungen, Sprachstörungen
infolge eines Schlaganfalles, Stottern, Hypersalivation, Pharyngitis,
Laryngitis |
|
Lokale Wirkung: |
|
|
TCM: |
|
|
Besonderheit: |
|
|
Ren 24
(Chengjiang)!
|
|
Lokalisation: |
Mitte des Sulcus mentolabialis |
|
Indikation: |
Fazialisparese, Zahnschmerzen, Unterdrückung des
Würgereflexes |
|
Lokale Wirkung: |
|
|
TCM: |
|
|
Besonderheit: |
·
Wichtiger Lokalpunkt |
Abb. 31: Verlauf Du-Mai
(Lenkergefäß)
|
Du 1
(Chanqqianq)
|
|
Lokalisation: |
Auf der Mitte zwischen Anus und der Spitze des Os
coccygeum |
|
Indikation: |
Anorektale Erkrankungen, Diarrhoe |
|
Lokale Wirkung: |
|
|
TCM: |
|
|
Besonderheit: |
|
|
Du 3
(Yaoyangguan)!
|
|
Lokalisation: |
Zwischen L 4 und L 5 |
|
Indikation: |
Lumboischialgie, Dysmenorrhoe, Zyklus und sexuelle
Störungen |
|
Lokale Wirkung: |
|
|
TCM: |
|
|
Besonderheit: |
|
|
Du 4
(Mingmen)!
|
|
Lokalisation: |
Zwischen den Dornfortsätzen L 2 und L 3 |
|
Indikation: |
Lumbalgie, Ischialgie, Migräne, Kopfschmerzen, Tinnitus,
sexuelle Störungen, Urogenitalerkrankungen |
|
Lokale Wirkung: |
|
|
TCM: |
Hat enge Beziehung zum Punkt Bl 23 und zum Nierensystem.
Hier läßt sich das Qi und das Yang der Niere tonisieren. Das Yang der
Niere wird auch Tor des Lebens genannt |
|
Besonderheit: |
·
Sehr wichtiger Punkt! |
|
Du 13
(Taodao)!
|
|
Lokalisation: |
Unterhalb des Domfortsatzes von Th 1 |
|
Indikation: |
HWS-Syndrom, Schulter-Arm-Syndrom, Migräne, okzipitale
Kopfschmerzen |
|
Lokale Wirkung: |
|
|
TCM: |
Löst Hitze, vor allem der Lunge auf |
|
Besonderheit: |
|
|
Du 14
(Dazhui)!
|
|
Lokalisation: |
Unterhalb des Dornfortsatzes der Vertebra prominens, C 7 |
|
Indikation: |
Migräne, Kopfschmerzen, HWS-Syndrom, Tortikollis. Asthma
bronchiale, Ekzeme, Immunstimulation , Epilepsie, Depression.
. |
|
Lokale Wirkung: |
|
|
TCM: |
Hat eine starke Wirkung auf das Yang-Qi im Körper, löst
Hitze, harmonisiert Herz und Psyche |
|
Besonderheit: |
·
Du14 ist ein überaus wichtiger übergeordneter und
koordinierender Punkt der Thorax- und Nackenregion
·
Leitet pathogene Faktoren aus dem Yang-Meridian
·
Sehr wichtiger Punkt!
|
|
Du 15
(Yamen)!
|
|
Lokalisation: |
Zwischen C 1 und C 2 |
|
Indikation: |
Schwerhörigkeit, Aphasie, Sprachstörung. Kopfschmerzen,
Migräne, HWS-Syndrom, Tortikollis, psychiatrische Erkrankungen |
|
Lokale Wirkung: |
|
|
TCM: |
|
|
Besonderheit: |
G Gefährlicher Punkt |
|
Du 16
(Fengfu)!
|
|
Lokalisation: |
Unterhalb Protuberantia occipitalis |
|
Indikation: |
Kopfschmerzen, Migräne, Apoplex, Hemiplegie,
psychiatrische Erkran-kungen |
|
Lokale Wirkung: |
|
|
TCM: |
Ist ein wichtiger "Windpunkt" der Windstörungen im ganzen
Körper eliminiert |
|
Besonderheit: |
|
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Du 20
(Baihui)!
|
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Lokalisation: |
In der Verlängerung der Verbindungslinie vom tiefsten zum
höchsten Punkt der Ohrmuscheln auf der Medianlinie des Kopfes; 7 Cun
oberhalb der Nackenhaarlinie, 5 Cun dorsal der Stirnhaargrenze. Hier ist
meist eine leichte Vertiefung zu tasten, die bei vielen Patienten eine
erhöhte Tastsensibilität aufweist |
|
Indikation: |
Psychisch stark wirksamer Punkt, sedierende und
harmonisierende Wirkung. Kopfschmerzen, Migräne, Schlafstörung,
Depression, Angst, Entzugserscheinungen, Apoplex, Gedächtnisstörung.
Fernpunkt bei uro-genitalen und anorektalen Erkrankungen |
|
Lokale Wirkung: |
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TCM: |
|
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Besonderheit: |
·
Sehr wichtiger Punkt! |
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Du 26
(Renzhong)!
|
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Lokalisation: |
Zwischen mittlerem und oberem Drittel zwischen Nase und
Oberlippe |
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Indikation: |
Wichtigster Punkt bei Notfällen. Epileptische Anfälle,
auch Grand mal können sofort unterbrochen werden |
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Lokale Wirkung: |
|
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TCM: |
Löst Blockaden von Qi und Blut und bringt die
Lebensenergie wieder zum Fließen |
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Besonderheit: |
·
Meisterpunkt der Wiederbelebung
·
Wichtig bei Kollaps und Lumbago
·
Sehr wichtiger Punkt! |
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EX KH 1
(Sishencong)!
|
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Lokalisation: |
4 Punkte am Kopf je 1 Cun vor, hinter, links und rechts Du
20 |
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Indikation: |
Kopfschmerz, Schwindel, Schlaflosigkeit, Apoplex,
psychische Störungen |
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Lokale Wirkung: |
|
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TCM: |
Beruhigt Herz, besänftigt Shen, erhellt das Augenlicht,
schärft Gehör |
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Besonderheit: |
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EX KH 3
(Yintang)!
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Lokalisation: |
Vordere Medianlinie zwischen den Brauen |
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Indikation: |
Kopfschmerz, Schwindel, Augenkrankheiten, allergische
Rhinitis, Sinusitis |
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Lokale Wirkung: |
|
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TCM: |
|
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Besonderheit: |
|
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EX AH 9
(BaXie)!
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Lokalisation: |
4 Punkte zwischen den Köpfen der Ossa metacarpalia |
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Indikation: |
Schmerzen, Bewegungsstörungen der Hand, Parästhesien |
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Lokale Wirkung: |
|
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TCM: |
|
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Besonderheit: |
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EX BF 4
(Neixiyan)!
|
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Lokalisation: |
Bei gebeugtem Knie in Vertiefung medial Lig. patellae
gegenüber Ma 35 |
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Indikation: |
Knieschmerzen, Gonarthrose |
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Lokale Wirkung: |
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TCM: |
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Besonderheit: |
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EX BF 6
(Dannang)!
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Lokalisation: |
2 Cun distal von Gb 34 |
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Indikation: |
Akute und chronische Cholecystitis |
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Lokale Wirkung: |
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TCM: |
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Besonderheit: |
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EX BF 10
(Bafeng)!
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Lokalisation: |
4 Punkte am distalen Rand der Interdigitalfalten |
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Indikation: |
Schwellung und Schmerzen des Fußes, Parästhesien der
unteren Extremität |
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Lokale Wirkung: |
|
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TCM: |
|
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Besonderheit: |
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Ex R 1
(Dingchuan)!
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Lokalisation: |
0,5 Cun lateral Proc. spinosus C7 |
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Indikation: |
Asthma, Bronchitis |
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Lokale Wirkung: |
|
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TCM: |
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Besonderheit: |
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EX R 2
(Jiaji)!
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Lokalisation: |
17 Punkte caudal und 0,5 Cun lateral vom Proc. spinosus
von Th 1 bis L5 |
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Indikation: |
Segmentale Organerkrankungen, WS-Probleme |
|
Lokale Wirkung: |
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TCM: |
|
|
Besonderheit: |
|
·
Ohrakupunktur
·
ECIWO-Akupunktur
·
Neue Schädelakupunktur nach Yamamoto
·
Chinesiche Schädelakupunktur
·
Hand- und Fußakupunktur
·
Mundakupunktur
·
Augenakupunktur
Es ist bekannt, dass bereits vor Jahrhunderten Erkrankungen
des Menschen über die Ohrmuschel behandelt wurden. Von Hippokrates (um 460 v.
Chr.) ist überliefert, dass er durch Anwendung von Aderlaß auf der Rückseite
der Ohrmuschel Patienten mit Impotenz behandelt habe. Im alten Ägypten wurden
durch Behandlung an bestimmten Ohrpunkten Schmerzen gelindert und auch gibt es
Hinweise über persische Behandler, die Ischiasbeschwerden mittels
Kauterisation an bestimmten Stellen auf der Anthelix therapierten. Ein
bekanntes Dokument stellt das Gemälde „Garten der Lüste“ von Hieronymus Bosch
(17. Jahrhundert) dar, auf welchem der Ischiaspunkt sowie die Punkte „Libido“
und „Äußere Genitale“ mit Nadeln durchstochen sind.
In China wurden erstmals im Huangdi Neijing (1. Jahrhundert v.
Chr.) rund 20 Akupunkturpunkte auf der Ohrmuschel erwähnt.
Der französische Arzt Dr. Paul Nogier entdeckte die
Ohrakupunktur oder auch Auriculotherapie im Jahre 1950 wieder, als er in der
Ohrmuschel einiger seiner Patienten Narben auffand, welche durch die
Kauterisation bestimmter Areale der Anthelix zur Behandlung von Ischias
entstanden.
Durch umfangreiche Forschung und klinische Praxis wies er
reflektorische Beziehungen zwischen Körper und Ohr nach, wie z.B. die
Korrespondenz von Anthelix und Wirbelsäule, und entwickelte mit der
Erarbeitung einer Ohrsomatotopie den Grundpfeiler eines neuen Diagnose- und
Therapiekonzeptes, welches 1961 in Deutschland von Dr. Niels Krack übernommen
und bekannt gemacht wurde.
1954 veröffentlichte er erstmals in der „Deutschen Zeitschrift
für Akupunktur“ seine Erkenntnisse und stellte diese 1961 auf einem
Akupunkturkongress in Deutschland erstmalig vor, welche von da an auf breite
Akzeptanz in China gestoßen sind und dann auch dort weiterentwickelt wurden.
Die Chinesische Schule unterscheidet sich allerdings von der französischen
Schule und wird in Europa („Wiener Schule“) unter den Hautvertretern Prof.
Bischko und seinen Schülern König und Wancura vorangetrieben.
Bis zu seinem Tod im Jahre 1996 publizierte Nogier seine
Erkenntnisse. Zu seinen bekannten Schülern zählen sein Sohn Raphael Nogier und
der deutsche Arzt Dr. Frank Bahr.
Abb. 32: Die
Anatomie der Ohrmuschel (aus Focks/Hillenbrand, 2006)
Innervation
Auch wenn die genaue Innervation der Ohrmuschel z.Z. noch
kontrovers diskutiert wird, besteht Einigkeit über die Hauptversorgung mit
drei Nerven:
·
Ramus auricularis des N. vagus
o
Innervation der Concha, in deren Gebiet sich die Organe des
entodermalen Keimblattes wie Magen, Lunge, Leber, Galle usw.,
projizieren.
·
N. auricularis magnus des Plexus cervicalis
o
Innervation des Helixrandes sowie Ohrläppchen. Hier projizieren
sich die Organe ektodermalen Ursprungs wie Haut, Nervensystem
usw.
·
N. auriculotemporalis des N. trigeminus
o
Restlicher Teil der Ohrmuschel wie Scapha, Fossa triangularis,
Antitragus, Anthelix. Hier projizieren sich die Organe mesodermalen
Ursprungs wie Muskeln, Knochen, Bänder, Bindegewebe, Herz, Milz und
Nieren.
Abb. 33: Keimblattebenen, Innervation
des Ohres, Noack 2006
Gefäßversorgung
Die Ohrmuschel wird im wesentlichen von 2 Gefäßen versorgt.
Der A. temporalis superficialis, ein Ast der A. carotis externa, und der A.
auricularis posterior. Die A. temporalis superficialis zweigt in eine variable
Anzahl von Ästen auf, die sog. Aa. auricularis anteriores.
Die Auriculotherapie nach Nogier stellt eine
Reflexzonentherapie dar. Aufgrund der erwähnten neurophysiologischen
Zusammenhänge führen Störungen der Peripherie sowie innerer Organe zu einer
Projektion auf die Ohrmuschel, welche als aktive oder auch virulente Punkte
nachweisbar werden, aber auch durch pathologische Veränderungen der Ohrmuschel
wie z.B. Rötungen, Erosionen, Schwellungen, Schuppungen, Hervortreten von
arteriellen oder venösen Blutgefäßen, sichtbar werden können und somit auch im
Rahmen der visuellen Diagnostik ihre Anwendung finden.
Abb. 34: Links visuelle
Diagnostik bei Schmerzprojektionen LWS, Knie, Innerer Organe, Rechts die
Ohrkarte der Akademie für Akupunktur und Moxibustion in Peking
Die Kerne der die Ohrmuschel innervierenden Nerven liegen im
Hirnstamm und stehen u.a. über die Formatio reticularis mit anderen
Schaltstellen des Gehirns in Verbindung.
Bei Manipulation eines Punktes auf der Ohrmuschel wird dieses
Signal auf sehr kurzem Wege über die Formatio reticularis zum Gehirn und zum
jeweiligen Erfolgsorgan weitergeleitet. Anders herum können auf diesem Wege
Störungen innerer Organe an der Ohrmuschel sichtbar werden oder als aktive
Punkte in den entsprechenden Korrespondenzzonen aufgefunden werden.
Wesentlich ist die Projektion der Wirbelsäule auf das Ohr. Sie
wird auf die Anthelix sowie auf die untere Anthelixwurzel projiziert. In der
Fossa triangularis finden wir die unteren Extremitäten, während die oberen im
Bereich der Scapha projiziert werden. Kopf und Nervensystem finden sich auf
der Helix sowie am Lobulus. Durch systematische Untersuchungen entstanden
komplexe Ohrkarten, wobei im großen und ganzen das Abbild eines Embryos in
utero dargestellt werden kann.
Abb. 35: Somatotopie
der Ohrmuschel nach Michael Noack, 2006
Abb. 36: Ohrkarte (aus Michael
Noack, Arbeitsbuch Ohrakupunktur, 2000)
Auswahl einiger therapierelevanter Punkte
Niere
Lage: Mitte der Hemiconcha sup.
Indikation: Erkrankungen des Urogenitalsystems, Migräne,
Gelenkerkrankungen
Lunge
Lage: Hemiconcha inf.
Indikation: Erkrankungen des respiratorischen Systems,
Hauterkrankungen
Herzpunkt
Lage: Kraniales Tragusende nahe Tragusrand
Indikation: Unterstützend bei Arrhythmien
Lendenschmerzpunkt
Lage: Schnittpunkt der beiden Anthelixwurzeln
Indikation: Schmerzen und Erkrankungen im LWS-Bereich
Shen men
Lage: Schnittpunkt der beiden Anthelixwurzeln in die Fossa
triangularis hineinragend nahe
dem Rand der oberen Anthelixwurzel
Indikation: Tachykardie, Unruhe, Schlaflosigkeit,
Analgetische Wirkung. Der Punkt Shen men oder
„Tor der Götter“ entspricht in der Wirkung
dem Punkt He 7 der klassischen chin.
Akupunktur
0-Punkt
Lage: Auf der Crus helix am Übergang in den aufsteigenden
Ast in einer Knorpelfurche
Indikation: Regulation des Vegetativums, Spasmolyse,
beeinflußt Funktion des Zwerchfells
Omega-Hauptpunkt (Omega 3)
Lage: Unterer dem Kopf zugewandten Teil des Lobulus
Indikation: Ängste, Aggressivität
Vegetativum I
Lage: Crus helix inf. unter der Helixkrempe
Indikation: Vegetative Störungen des Gastrointestinaltraktes
und des Herz-Kreislaufsystems
Da die Ohrakupunktur im Gegensatz zur Körperakupunktur eine
Reflexzonentherapie darstellt, ist auch der grundlegende Ansatz anders
definiert. So finden die Punkte am Ohr kein anatomisches Korrelat und sind
nicht immer vorhanden, wie es bei der Körperakupunktur der Fall ist, bei der
energetische Dysbalancen durch Akupunktur bestimmter Punkte ausgeglichen
werden können. So lässt sich beim gesunden Menschen kein Ohrpunkt nachweisen.
Erst eine Funktionsstörung eines Organs führt über den Reflexbogen in der
entsprechenden Korrespondenzzone zu einem aktiven, bzw. virulenten Punkt,
welcher zum einem druckschmerzhaft ist, aber auch eine höhere Sensibilität
gegenüber Wärme- und/oder Kältereize aufweisen kann. Weiterhin zeigt sich
diese Veränderung auch durch einen veränderten elektrischen Hautwiderstand und
ist somit physikalisch messbar. Aufgrund dieser Tatsache, dass die anatomische
Position eines pathologischen Punktes bei allen Menschen nahezu gleich ist,
konnten durch systematische Forschung entsprechende Punktlokalisationen zu
Ohrkarten zusammengetragen werden.
Es ist erforderlich anhand Anamnese, visueller und weiterer
Puntlokalisationstechniken eine für den Patienten individuelle Punktauswahl zu
treffen, da eine blinde Akupunktur mit ungefähren Lokalisationen anhand einer
Ohrkarte wirkungslos ist.
Auffinden von virulenten Punkten
Ohrpunkte sind klein, der Durchmesser beträgt ca. 0,2 bis 0,3
mm, daher ist eine exakte Punktlokalisation sowie entsprechend genaue
Akupunktur notwendig.
·
Inspektion
o
Durch visuelle Diagnostik ist es möglich, erste Hinweise auf
pathologische Zustände innerhalb der Reflexzonen zu finden, welche sich z.B.
in Erythemen, Schuppungen oder Prominenz arterieller oder venöser Gefäße
manifestieren können.
·
Mechanische Punktusche
o
Mit Kenntnis der Anamnese wird das Ohr systematisch mit einer
stumpfen Sonde, oder besser einem gefederten Drucktaster nach druckdolenten
Punkten abgesucht
o
Eine spezielle Form stellt die von Gleditsch entwickelte
Very-Point-Technik dar, bei der das Ohr systematisch mit einer
Akupunkturnadel im stumpfen Winkel abgetastet wird. Auch hier wird nach
besonders sensiblen Punkten gesucht, die auch durch spontane Mikroblutungen
auffallen können und sofort nach dem Auffinden gestochen werden.
·
Elektrische Punktsuche
o
Mit Hilfe eines elektrischen Punktsuchstiftes wird das Ohr
systematisch nach Potentialdifferenzen abgesucht. Ein aktiver Punkt zeigt sich
mit einem zur Umgebung veränderten Hautwiderstand.
·
Manuelle Punktsuche mittels RAC
o
Nogier entdeckte 1968, dass bei Hautreizungen am Ohr ein vom
vegetativem Nervensystem gesteuerter kutivaskulärer Reflex erfolgt. Bei
geringer Hautreizung verschiebt sich die Pulswelle der Art. radialis, welche
am Proc. styloideus palpiert und entsprechend diagnostisch bewertet werden
kann. Dieses Phänomen wird Reflex Auriculocardiaque (RAC) oder auch vaskuläres
autonomes Signal (VAS) genannt und stellt eine Technik dar, bei der vom
Untersucher ein hohes Maß an Erfahrung gefordert wird.
Der RAC sowie auch Störherde, das sind z.B. durch Entzündung
oder Vernarbung veränderte Areale, welche keine optimale Reizleitung
gewährleisten und somit die Therapie erschweren oder wirkungslos machen
können, sind in der chinesischen Schule unbekannt.
Ohrsegmente und Ohrgeometrie
Nogier zeigte weiterhin, dass sich Krankheiten durch
geometrische Abbildung von aktiven Punkten auf Linien an der Ohrmuschel
abbilden können. Alle aktiven Punkte auf dieser Linie stehen mit dem
Krankheitsprozess in Beziehung und können therapeutisch genutzt werden.
Verlaufen diese Behandlungslinien durch den 0-Punkt und liegen ihre Endpunkte
auf der Helixkrempe, sind diese besonders wirksam.
Abb. 37: Ohrgeometrie (Michael Noack, 2006)
Zusätzliche Bedeutung haben Ohrrandpunkte, die auf so
genannten Korrespondenzstrahlen auf einer Linie liegen, welche sich in einem
Winkel von 30° oder 60° zur Behandlungslinie abbildet. Daher liegt ein
Behandlungsansatz darin, alle virulenten Punkte auf der für die Erkrankung
relevanten Behandlungslinie (Segment) sowie entsprechende Korrespondenzpunkte
zu finden und zu behandeln.
In der Ohrakupunktur finden sowohl herkömmliche
Akupunkturnadeln, sowie auch Dauernadeln, Verwendung. Eine weitere Möglichkeit
der Punktstimulation liegt in der Applikation von Samenkörnern, welche mit
einem Pflaster am Ohr fixiert werden.
Die Nadel sollte in einem Winkel von 90° zum Hautareal und
exakt in den Punkt gesetzt werden. Wichtig dabei ist die Einhaltung der
Stichtiefe von 1,5 mm bis 2 mm, um eine Verletzung oder gar das Durchstechen
des Knorpels zu verhindern. Zu den seltenen Komplikationen zählen lokale
Infektionen bis hin zur Perichondritis. Eine sorgfältige Desinfektion der
Ohrmuschel und Verwendung steriler Nadeln sind unbedingt erforderlich.
ECIWO = Embryo Containing
Information of the Whole Organism
Nach dem Begründer dieser Sonderform der Akupunktur, Professor
Zhang Yingqin, können embryoanale Zellkomplexe auch nach ihrer Differenzierung
Informationen gestörter Funktionen des gesamten Organismus beinhalten. Diese
Informationen werden zur Therapie herangezogen und über bestimmte
Projektionsareale aktiviert.
Abgebildet werden die Projektionszonen auf dem Os
metacarpale II
·
Distales Ende d. Os metacarpale II - Oberer
Körperbereich (Kopf/ Hals)
·
Mittlerer Abschnitt d. Os metacarpale II - Körpermitte
(innere Organe)
·
Proximales Ende d. Os metacarpale II - unterer
Körperbereich (Unterleib/ untere Extremität)
Abb.
38: Korrespondenzbereiche Metacarpale II
Innerhalb der dieser nicht klar von einander trennbaren
Projektionszonen wird eine fünffache Untergliederung vorgenommen:
·
Zone Kopf – Hals – HWS
·
Zone Thorax – Rücken – Lunge – Herz
·
Zone oberes Abdomen – Leber/ Gallenblase – Magen
·
Zone mittleres Abdomen – Pankreas – obere Darmbereiche
·
Zone untere Darmbereiche – Niere/ Blase – Becken – LWS
Anwendung findet diese Form der Akupunktur beispielsweise bei:
·
Schmerzzuständen
·
Chronischen Erkrankungen
·
Degenerativen und neurologischen Erkrankungen
·
Psychovegetativen Störungen
·
Funktionellen Beschwerden
Das Auffinden der zu therapierenden Punkte erfolgt nach
Drucksensibilität. Eine Therapie-indikation besteht dann, wenn der
Palpationsbefund und die Diagnose, nach TCM oder westlicher Medizin, einander
entsprechen.
Yamamotos Neue Schädel-Akupunktur
kombiniert mehrere anatomische und funktionelle Somato-tope von Bauch, Hals
und Schädel. Die anatomischen Somatotope des Schädels werden in ein in ein
frontales und okzipitales Areal unterschieden.
·
Frontales Areal: im Bereich Stirn und der
Stirn-Schläfenhaar-Grenze, jeweils beidseits
der Medianlinie der Stirn
·
Okzipitales Areal: im nahezu spiegelbildlichen Bereich
hinter einer vertikalen Linie durch
den höchsten Punkt der Ohrmuschel
Abb. 39:
Anatomische und funktionelle Somatotope (aus Focks/Hillenbrand, 2006)
Diese Areale dienen lediglich der groben Orientierung, um die
eigentlichen, druckschmerzhaften, Basispunkte/ -zonen lokalisieren zu können.
So zum Beispiel:
Abb.
40: Basiszonen (aus Focks/Hillenbrand, 2006)
Zone Lokalisation
fontaler Basispunkte Zielgebiet
·
A-Zone 1-2 QF (Querfinger) parallel zur
Stirnmitte Kopf, HWS
·
B-Zone 1-2 QF parallel zu Zone
A HWS
·
C-Zone schräg in den
„Geheimratsecken“ obere Extremität, von kranial
nach kaudal: Schulter, Ellebo-
gen, Unterarm, Hand, Finger
·
D-Zone horizontal in der Schläfenhaargrenze, 1 QF
LWS, Becken, untere Extremi-
oberhalb des
Jochbogens tät
·
E-Zone schräg vom medialen Augenbrauenende zur von
kranial nach kaudal –
Stirnmitte (von Bl 2 zu Gb
14) BWS (Th1-12)
Die vier funktionellen Somatotope befinden sich in der Nähe
der anatomischen Areale, genauer gesagt in über deren kaudalen Anteilen.
·
Frontales Areal: Beidseits der Schläfe über dem
frontalen Breich d. M.temporalis
·
Okzipitales Areal: Spiegelbildlich hinter einer
Vertikalen durch den höchsten Punkt der
Ohrmuschel
über dem dorsalen Bereich d. M. temporalis
·
Kräutertherapie kommt besonders bei chronischen Krankheiten zum
Einsatz
·
Tao Hong Jing (452-536) Verfasser eines der umfassendsten
Bücher: Shen Nong Ben Cao Jing darin 365 Kräuter (jeweils 3 Funktionen)
beschrieben
Wirkungsbezug:
·
Oberfläche befreiende Kräuter
·
Yang wärme Kräuter
·
usw.
Einteilung der Kräuter
nach: Temperaturverhalten
(neutral, kühl, warm, heiß, kalt)
Meridian
(Gb, Pe, Lu, Mi, Ma …)
Geschmack (süß, scharf, salzig, bitter, sauer)
Indikation: Schmerz,
Füllesymptomatik, Mangelsymptomatik
Funktion: Qi-Mangel,
Blut-Stase, Qi-Stagnation usw.
Zubereitung der Kräuter
·
Zubereitung als Tee für 2-3 Tg., danach unbedingt frisch kochen
·
je akuter u. oberflächlicher, desto kürzer Kochzeit (15min)
·
Mineralien evtl. zweimal kochen (vorkochen u. kochen)
·
je geringer die Qualität, desto höhere Dosen nötig
Kosten
ca. 1 - 2 € pro Tag
Applikationsformen
·
zerkleinerte feste Pflanzenteile (Tee)
·
Pulver
·
Granulat
·
Fertigprodukt
·
Salben/ Pasten
·
Tinkturen
Tierische Arzneien
·
Schildkrötenpanzer (Ni/ Qi-Tonikum) : sehr unangenehm im
Geschmack
·
Heuschrecken/ Zikaden – bei Juckreiz, Urtikaria
·
Kakerlaken – Zerstreuung von Tumoren
·
Schlangenhaut – bei Hauterkrankungen (z.B. Psoriasis)
·
Skorpione
·
Hirschhorn
·
Tigerknochen
Fallbeispiel:
32 Jährige Frau, 500ml Blutverlust
subpartu, 10. Tag postpartum, in Laktation
Disharmoniemuster:
Qi-Blut-Schwäche
Symptome:
Blass, müde
Schwindel
Zahnimpressionen, blasse Zunge
Rückenschmerzen, Knieprobleme
Einschlafprobleme (Grübeln)
Rezept I
Si Jinzi Tang =
4-Qi-Tonikum (das! Qi-Tonikum)
·
Ren Shen (Ginseng) 6g
warm, scharf,
süß g Lu/ Mi
·
Bai Zhu 10g
warm, süß,
bitter, transformiert Feuchtigkeit (trocknend)
g Mi/ Ma
·
Fu Ling 10g
neutral, süß,
He/ Shen beruhigend g Mi/ Ma
·
Gan Cao 10g (evtl. durch Minze, frischen Ingwer ersetzen)
stabilisiert d.
Meridiane, harmonisiert Kräuter untereinander
g Mi/ Lu/ Ma/ He
Rezept II
Si Wu Tang =
Bluttonikum
·
Shu Di (in Weinessig eingelegt) 10g
warm, süß,
Bluttonikum g Ni (Ni-Qi)/
Le (Leberblut fließt zu Reproduktionsorganen)
[Shen Di (unpräpariert – nährt Blut
nicht)]
·
Chuan xiong 5g
warm, scharf, lindert Schmerz [bes.
Kopfschmerz, Menstruationsschmerz (Leere)],
klärt Wind, belebt Blut, fördert
Qi-Zirkulation g Le, Pe, Gb
·
Bai Shao 10g
bitter, sauer,
neutral/ kühl, reguliert Qi-Blut-Fluss, nährt Blut, stärkt Mi-Qi
g Mi/ Le
Mi
g Muskulatur
Le
g Sehnen/ Bänder, auch für
gestresste Menschen ohne Energie (fast jeder)
·
Dang Gui 5g
warm, scharf,
harmonisiert Blut g
Mi, Le, He
Rezept I + II = Ba Zhen Tang (auch
als Fertigrezeptur in Pillenform)
Grundsätzlich gilt, dass alle Therapien u. U. nützlich sein
können, auch Anwendung von Cortisonpräparaten. Priorität in der Therapie hat,
das Finden eines gemeinsamen Ziels und die Bereitschaft für den Therapieerfolg
alles zu tun (Änderung der Lebensführung, Nahrungsmittelum-stellung usw.).
Zu Grunde liegen eine Milz - Qi - Störung, die zu einer
innerlichen Verschleimung führt und eine Lu - Qi - Störung. Milz und Magen
sorgen bei guter Ernährung für ausreichend Energie (gutes Qi). Dabei ist die
Milz für die Umwandlung, die Trennung und den Transport zuständig.
Die Milz kontrolliert das Aufsteigen von Qi & Blut. Sie
beherbergt Denken, d.h. ausreichend Qi sorgt für Entscheidungsfreude, hingegen
führt Qi-Mangel zu Grübeln. Eine Milzproblematik öffnet sich im Mund, zum Bsp.
lassen sich Zahnimpressionen oder rissige Lippen feststellen.
Ein Milz–Qi–Mangel hat eine beeinträchtigte beeinträchtigte
Qi–Produktion (Erde erzeugt kein Metall) zur Folge. Es kommt zu einer
mangelnden Transformation von Feuchtigkeit und daraus resultierten
Schleimansammlungen mit der Milz als Quelle.
Sinnvoll ist es daher Schleim erzeugende nahrungsmittel zu
meiden. Weniger fette, rohe und kalte Nahrungsmittel sollten zu sich genommen
werden und nach Möglichkeit ganz auf Kuhmilch-Produkte, die schlecht
verstoffwechselt, werden verzichtet werden.
Da eine Wechselbeziehung zwischen der Milz und der Lunge
besteht, hat gesunde Atemluft positive Auswirkungen auf das Lunge – Qi.
Die Lunge kontrolliert und verteilt das Atmungs - Qi
·
Lu = kontrolliert & verteilt Qi
= herrscht über Atem
= Lu speichert Schleim, den Milz
produziert
(Reduktion von Kuhmilchprodukten!)
Therapie : Wind und Hitze
ausleiten
Ma 36, Ma 40 (Schleim aus Bindegewebe & Lunge elinimieren)
MP 6 (Schleim, Feuchtigkeit eliminieren)
Gb 20 (Gesichtsödeme entfernen, Wind ausleiten)
Di 11 (Hitze entfernen), Di 20 + Yangtan (Verschleim d. Nase entfernen)
Ohrakupunktur
: Organpunkte
Funktionskreise
g
Thymus, Antiaggression
Ursachen: In 50% d. Fälle erster Anfall
durch Trennung/ Verlust eines Menschen
Psychische Faktoren: Ärger, Wut, Ohnmacht, Verzweiflung,
Angst, Überempfindlichkeit,
psychisch labil,
Anlehnungsbedürftigkeit, ausgeprägte Gefühle v. Scham u.
Schuld
Prognose: Bei Kindern in 50% d. F. -
Ausheilung
Bei Erw. 20% d. F. Heilung und in 40% d. F. Besserung der Beschwerden
9.2.1.1 Wind-Kälte im Außen Fülle-Zustand
Leitsymptome
·
Blaß
·
Schlapp
·
Fröstelig
·
Kein Schweiß
Zunge
·
Zungenkörper: normal
·
Zungenbelag: dünn, weiß
Puls
·
Schwebend
Kräutertherapie
·
Herba Ephedrae Dekokt
·
Ma Huang Tang
Akupunkturtherapie
·
Di 4
·
Lu 6
·
Lu 7
·
Bl 12
9.2.1.2 Wind-Hitze im Außen Fülle-Zustand
Leitsymptome
·
Rotes Gesicht
·
Durst
·
Unruhe
·
Schweiß
Zunge
·
Zungenkörper: normal
·
Zungenbelag: dünn, gelb
Puls
·
Schwebend, beschleunigt
Kräutertherapie
·
Ephedra
·
Armeniaca
·
Gypsum und Glycyrrhiza Dekokt
·
Ma Xing Shi Gan Tang
Akupunkturtherapie
·
Di 11
·
Du 16
·
Lu 11
·
Du 14
9.2.2.1 Wind-Kälte-Invasion im Außen, bei vorbestehendem Milz-Qi-Mangel
mit Nässe
Leitsymptome
·
Frösteln
·
Kein Schweiß
·
Husten
·
Bronchiale Enge
·
Reichliches, schwer abhustbares seröses Sputum
·
Gliederschwere
Zunge
·
Zungenkörper: normal
·
Zungenbelag: dünn, Weiß
Puls
·
Schwebend
Kräutertherapie
·
Kleineres blaugrüner Drachen Dekokt
·
Xiao Qing Long Tang
Akupunkturtherapie
·
Di 4
·
Lu 1
·
Ren 17
·
MP 9
·
Ma 36
9.2.2.2 Wind-Kälte-Invasion Fülle im Außen leichter Milz- und
Lungen-Qi-Mangel
Leitsymptome
·
Akut-chronisch
·
Infektanfälligkeit
·
Neigung zu Chronizität
·
Kopfschwere oder- druck Husten mit viel Schleim
·
Meteorismus
·
Übelkeit
Zunge
·
Zungenkörper: normal
·
Zungenbelag: dünn, weiß
Puls
·
Kraftlos
Kräutertherapie
·
Radix Gingseng und Folium Perillae Dekokt
·
Shen Su Yin
Akupunktutherapie
·
Di 4
·
Lu 9
·
Ren 17
·
Bl 13
·
Bl 20
9.2.3.1 Schleim blockiert das
Fließen und Absenken des Lungen-Qi
Leitsymptome
·
Viel Schleim
·
Druck/ Enge im Thorax
·
Schmerz im Thorax beim Husten oder tiefer Inspiration
·
Bitterer Mundgeschmack
Zunge
·
Zungenbelag: klebrig, gelblich
Puls
·
Drahtig, beschleunigt
Kräutertherapie
·
Radix Bupleuri Dekokt,das in den Thorax sinkt
·
Chai Hu Xian Xiong Tang
Akupunkturtherapie
·
Ren 12
·
Ren 17
·
Ma 40
·
Pe 6
·
Lu 7
9.2.3.2 Schleim-Kälte blockiert Lungen-Qi-Fluß, Niere kann Qi nicht
aufnehmen, Nieren-Yang-Mangel
Leitsymptome
·
Fülle oben/ Leere unten
·
Husten
·
Giemen
·
evt. Schwäche der LWS und Ödeme der unteren Extremitäten
Zunge
·
Zungenbelag: klebrig, dick
Kräutertherapie
·
Fructus Perillae Dekokt, dass das Qi nach unten leitet
·
Su Zi Jiang Qi Tang
Akupunkturtherapie
·
Pe 6
·
Ren 17
·
Ren 6
·
Ni 7
·
Lu 7
9.2.4.1 Magen-Lungen-Yin-Mangel
Leitsymptome
·
Spastik
·
zäher Schleim
·
Globusgefühl
·
kein Schweiß
·
trockene Haut
Zunge
·
Zungenbelag: vermindert
·
Zungenkörper: rot, trocken
Puls
·
leer, beschleunigt
Kräutertherapie
·
Radix Ophiopogonis Dekokt
·
Mai Men Dong Tang
Akupunkturtherapie
·
Lu 5
·
Ren 22
·
Ren 6
·
Ma 44
9.2.4.2 Lungen-Yin-Mangel
Leitsymptome
·
trockene Schleimhäute
·
Durst
·
Nachtschweiß
Zunge
·
trockene, rote Spiegelzunge, evt. rissig
Kräutertherapie
·
Yin nährendes, Hitze vertreibendes Dekokt
·
Jiin Koka To
Akupunkturtherapie
·
Ren 17
·
Ren 6
·
Ni 6
·
Lu 10
(Chin.: Grüner Wind von
innen) = Chron. Le-Qi-Stagnation
a)
Aufsteigendes
Leber - Feuer
b)
Wind - Hitze
mit Schleimsymptomen
Leitsymptome
·
Neigungen zu Übelkeit/ Erbrechen
Zunge
·
Zungenkörper gerötet
·
Zungenbelag gelblich
Puls
·
schnell, drahtig
Akupunkturtherapie
·
Bl 1 Bl 2
·
Di 4 Di 11
·
Gb 34
·
Le 3 Le 14
·
Ma 1 Ma 2
·
„Wind
befällt das Auge“ (Wind eliminieren!)
Leber – Nieren – Yin – Mangel
Leitsysmptome
·
Schwindel
Zunge
·
Zungenkörper: rot, trocken, rissig
Puls:
·
dünn, schnell
Akupunkturtherapie (Le & Ni stärken)
·
Bl1 Bl2 Bl18 Bl23
·
MP6 (stärkt Le & Ni)
·
Ma1 (reguliert Blut – Qi – Fluss)
·
Gb1 Gb14 Gb20
·
Di4 Di11 (Wind eliminieren)
·
„Leberproblematik öffnet sich in den Augen“
·
evtl. auch Nierenschwäche vorhanden
9.3.3.1 Trockene Form (80%d. F.)
·
schwer durch Akupunktur zu therapieren
9.3.3.2 Feuchte Form (20% d. F.)
·
Leichter durch AP zu behandeln
·
Zusätzlich Lasertherapie bzw. Photodynamischer Therapie
Akupunkturtherapie
·
Le2 Le3
·
Gb2 Gb14 Gb20 Gb34 Gb43
·
3E5 3E17 3E21
·
Ma1 Ma36
·
MP6 MP9
·
Bl1 Bl2 Bl18 Bl23
·
Di4 Di11
Zunächst Erhebung der Anamnese
(Frage nach Lärmexposition, emotionalem Stress, Hitze erzeugenden
Lebensmitteln)
Dekompensierte Patienten brauchen Angst lösende Therapie (Ni3)
9.4.1.1 Nieren-Schwäche mit überwiegendem Yang-Mangel
Leitsymptome
·
ältere Patienten oft mit Nieren-Schwäche und Kälte-Zeichen
·
kalte Extremitäten
·
Schwäche der LWS
·
häufige Miktion
Zunge
·
Zungenkörper: eher blaß
·
Zungenbelag: dünn
Puls
·
Leer, tief
Kräutertherapie
·
Nieren-Qi-Pille aus Golden Cabinet
·
Jin Gui Shen Qi Wan
Akupunkturtherapie
·
Ni 3
·
Le 3
·
3E 17
·
3E 21
9.4.2.1 Nässe und Schleim, Milz-Qi-Mangel
Leitsymptome
·
Pappiger Mundgeschmack
·
Druck-, Völle und Spannungsgefühl im Epigastrium und Thorax
Zunge
·
Zungenbelag: weiß, schleimig
·
Zungenkörper: gedunsen
Puls
·
Schlüpfrig, drahtig
Kräutertherapie
·
Zweifach behandeltes Dekokt
·
Er Chen Tang
Akupunkturtherapie
·
Ren 12
·
Ma 40
·
3E 17
·
3E 21
9.4.2.2 Schleim blockiert das Aufsteigen des Yang-Qi zum Kopf
Leitsymptome
·
Schwindel
·
Übelkeit
·
Kurzatmig
·
Viel Sputum
·
Benebeltes dumpfes Schweregefühl im Kopf
Zunge
·
Zungenbelag: weiß, klebrig
·
Zungenkörper: gedunsen
Puls
·
Schlüpfrig
Kräutertherapie
·
Pinellia
·
Atractylodis macrocephalae und Gastrodia Dekokt
·
Ban Xia Bai Zhu Tian Ma Tang
Akupunkturtherapie
·
Le 3
·
Du 20
·
Ren 12
·
3E 17
·
3E 21
Nässe und Schleim, leichte Hitze
Leitsymptome
·
Ängste
·
Schwindelgefühl
·
Palpitation
Zunge
·
Zungenbelag: gelb, klebrig
Puls
·
beschleunigt, drahtig oder schlüpfrig
Kräutertherapie
·
Dekokt, das die Gallenblase wärmt
·
Wen Dan Tang
Akupunkturtherapie
·
MP 5
·
Ren 12
·
3E 17
·
3E 21
9.4.4.1 Hitze-Fülle und Gallenblase, Hitze-Nässe im Unteren Erwärmer
Leitsymptome
·
Schmerz an den Rippenbögen
·
Kopfschmerz
·
Gerötete Augen
·
Bitterer Mundgeschmack
·
Reizbar
Zunge
·
Zungenkörper: rot
·
Zungenbelag: gelb
Puls
·
Voll, drahtig, beschleunigt
Kräutertherapie
·
Radix Gentianae Dekokt, das die Leber entlastet
·
Long Dan Xie Gan Tang
Akupunkturtherapie
·
Le 2
·
Gb 41
·
Gb 2
·
Ren 12
·
3E 17
9.4.4.2 Aufsteigendes Leber-Yang bedingt Hitze im Herzen (Shen),
Nieren-Leber-Schwäche
Leitsymptome
·
reizbar
·
cholerisch
·
Hypertonus
·
Unruhe
·
rotes Gesicht
·
gerötete Augen
Zunge
·
Zungenkörper: rote Ränder oder rot
·
Zungenbelag: normal
Puls
·
drahtig, beschleunigt
Kräutertherapie
·
Rhizoma Gastrodiae und Ramulus Uncariae Dekokt
·
Tian Ma Gou Teng Yin
Akupunkturpunkte
·
Le 2
·
MP 6
·
3E 17
·
3E 21
9.4.5.1 leichter Leber-Blut-Mangel, Leber-Qi-Stagnation, Milz-Qi-Mangel
Leitsymptome
·
Psychische Symptome
·
Unruhe
·
Frustiert
·
Leichte aufsteigende Hitze
·
Abdominalbeschwerden
Zunge
·
Zungenkörper: relativ normal, rote Ränder, leicht gedunsen
·
Zungenbelag: dünn
Puls
·
Drahtig
Kräutertherapie
·
Erweitertes Umherstreifen Pulver
·
Jia Wie Xiao Yao San
Akupunkturtherapie
·
Le 3
·
MP 6
·
3E 17
·
Gb 2
9.4.5.2 Leber-Blut-Mangel, Leber-Qi-Stagnation und leichte Blut-Stase,
Nässe
Leitsymptome (ältere, erschöpfte Patienten)
·
Bauchkrämpfe
·
Schwellungsneigung der Beine
Zunge
·
Zungenkörper: blaß, rote Ränder
·
Zungenbelag: dünn
Puls
·
Leer, tief
Kräutertherapie
·
Radix Angelicae sinensis und Radix Paeoniae Pulver
·
Dang Gui Shao Yao San
Akupunkturtherapie
·
Le 8
·
MP 10
·
3E 17
·
Gb 2
Nieren-Yin-Mangel mit Leere-Hitze
Leitsymptome
·
Ältere Patienten mit Leere-Hitze und aufsteigender Hitze
·
Unruhe
·
Schlaflos
Zunge
·
Zungenkörper: rot
·
Zungenbelag: verringert
Puls
·
Leer, tief, beschleunigt
Kräutertherapie
·
Rehmannia Pille der sechs Geschmacksrichtungen
·
Liu Wie Di Huang Wan
Akupunkturtherapie
·
Ni 6
·
Le 3
·
3E 17
·
3E 21
9.5.1.1 Hitze-Fülle in Leber und Gallenblase, Hitze-Nässe im Unteren
Erwärmer
Leitsymptome
·
Schmerz an den Rippenbögen
·
Kopfschmerz
·
Gerötete Augen
·
Bitterer Mundgeschmack
·
Reizbar
Zunge
·
Zungenkörper: rot
·
Zungenbelag: gelb
Puls
·
Voll, drahtig, beschleunigt
Kräutertherapie
·
Radix Gentianae Dekokt, das die Leber entlastet
·
Long Dan Xie Gan
Akupunkturtherapie
·
Le 2
·
Gb 41
·
Gb 14
·
Gb 20
9.5.1.2 Aufsteigendes Leber-Yang
Leitsymptome
·
reizbar
·
cholerisch
·
Hypertonus
·
Unruhe
·
rotes Gesicht
·
gerötete Augen
Zunge
·
Zungenkörper: rote Ränder oder rot
·
Zungenbelag: normal
Puls
·
drahtig, beschleunigt
Kräutertherapie
·
Rhizomas Gastrodiae und Ramulus Uncariae Dekokt
·
Tian Ma Gou Teng Yin
Akupunkturtherapie
·
Le 2
·
Gb 40
·
Ren 6
·
Gb 20
·
Ni 6
Leber-Qi-Stagnation, leichter
Blutmangel
Leitsymptome
·
Unausgeglichen
·
Abdominalbeschwerden
·
Menstruationsbeschwerden
·
Frustriert
·
Reizbar
Zunge
·
Zungenkörper: relativ normal, evtl. rote Ränder, leicht gedunsen
·
Zungenbelag: dünn
Puls
·
drahtig
Kräutertherapie
·
Erweitertes Umherstreifen Pulver
·
Jia Wei Xiao Yao San
Akupunkturtherapie
·
Le 3
·
Gb 41
·
Ren 12
·
Gb 20
·
Di 4
Blut-Stase im kleinen Becken,
Blutandrang zum Kopf (Hara)
Leitsymptome
·
Kräftiger Typus
·
Gesicht eher rot
·
Zeichen der Blutstase mit Druckschmerzhaftigkeit im kleinen
Becken
·
Besonders linksinguinal
Kräutertherapie
·
Ramulus Cinnamomi und Poria Pille
·
Gui Zhi Fu Ling Wan
Akupunkturtherapie
·
MP 10
·
Le 3
·
Gb 8
·
Le 1
9.5.4.1 Schleim-Wind blockiert das Aufsteigen des Yang-Qi zum Kopf
Leitsymptome
·
Schwindel
·
Übelkeit
·
Kurzatmig
·
Reichlich Sputum
·
Benebeltes dumpfes Schweregefühl im Kopf
Zunge
·
Zungenbelag: weiß, klebrig
Puls
·
Drahtig, schlüpfrig
Kräutertherapie
·
Pinellia, Atractylodis macrocephalae und Gastrodiae Dekokt
·
Ban Xia Bai Zhu Tian
·
Ma Tang
Akupunkturtherapie
·
MP 5
·
Ma 40
·
Ren 12
·
Gb 8
9.5.4.2 Nässe und Schleim, Milz-Qi-Mangel
Leitsymptome
·
pappiger Mundgeschmack
·
Druck-, Völle- und Spannungsgefühl im Epigastrium und Thorax
Zunge
·
Zungenbelag: weiß, schleimig
·
Zungenkörper: gedunsen
Puls
·
Schlüpfrig
Kräutertherapie
·
Zweifach behandeltes Dekokt
·
Er Chen Tang
Akupunkturtherapie
·
MP 9
·
Ma 40
·
Dl 4
9.5.5.1 Nässe
Leitsymptome
·
Durst
·
Oligurie
·
Ödeme
·
Übelkeit, Erbrechen
·
Diarrhö
·
Dumpfe Kopfschmerzen mit Schweregefühl im Kopf
·
Schwindel
Zunge
·
Zungenkörper: blaß, gedunsen
·
Zungenbelag: weiß
Puls
·
Dünn, langsam
Kräutertherapie
·
Fünf Bestandteile Pulver mit Poria
·
Wu Ling San
Akupunkturtherapie
·
MP 9
·
Ma 40
·
Ren 12
·
Gb 8
9.5.5.2 Blut-Mangel und Nässe-Kälte
Leitsymptome
·
Schwäche
·
Zarte Konstitution
·
Inneres Frieren
·
Kalte Extremitäten
Zunge
·
Zungenkörper: blaß
Kräutertherapie
·
Radix Angelicae sinensis und Radix Paeoniae Pulver
·
Dang Gui Shao Yao San
Akupunkturtherapie
·
Ni 7
·
Le 8
·
Ren 6
·
Bl 17
9.6.1.1 Wind-Nässe-Hitze
Leitsymptome
·
Hitzegefühl
·
Gelenke heiß
·
Epikondylitis
·
Periarthritis humero-skapularis
·
Kein Durst
Zunge
·
Zungenkörper: rot
Kräutertherapie
·
Semen Coicis Dekokt
·
Yi Yi Ren Tang
Akupunkturtherapie
·
Di 4
·
Du 14
·
Di 11
·
Ma 38
9.6.1.2 Akute Wind-Kälte Invasion
Leitsymptome
·
Kein Schweiß
·
Frösteln
·
Steifer Nacken
·
Obere Rückenpartie schmerzhaft
Zunge
·
Zungenbelag: weiß
Puls
·
Schwebend
Kräutertherapie
·
Radix Puerariae Dekokt
·
Ge Gen Tang
Akupunkturtherapie
·
3E 5
·
Bl 10
·
Dü 3
·
Bl 60
9.6.1.3 Akute Wind-Kälte-Nässe Invasion
Leitsymptome
·
Frösteln
·
Kopfschwere und Schmerz
·
Wind-Nässe in den Leitbahnen führt zu Schwere und Schmerz
Zunge
·
Zungenkörper: unverändert
Puls
·
Schwebend, schlüpfrig
Kräutertherapie
·
Rhizoma Notopterygii Dekokt das Nässe überwindet
·
Qiang Huo Sheng Shi Tang
Akupunkturtherapie
·
MP 9
·
Lu 7
·
Gb 8
·
Ma 40
9.6.2.1 Wind-Kälte-Nässe mit lokaler Hitzeentwicklung
Leitsymptome
·
Gelenke geschwollen und warm
·
Schlechter nachts
·
Kopfschmerz
·
Schwindel
Zunge
·
Zungenbelag: weiß-klebrig
Puls
·
Drahtig, schlüpfrig
Kräutertherapie
·
Ramulus Cinnamomi
·
Paeonia und Anemarrhena
·
Gui Zhi Shao Yao Zhi Mu Tang
Akupunkturtherapie
·
3E 1
·
Gb 41
·
Lu 7
9.6.2.2 Wind-Kälte-Nässe bei Qi-Mangel
Leitsymptome
·
kräftige Konstitition
·
Wind
·
Nässe und Kälte verschlechtern
·
Keine Hitze-Zeichen
·
Neuralgien
·
Plexus-brachialis-Syndrom
Zunge
·
Zungenkörper: blaß
Kräutertherapie
·
Dekokt mit beiden Atractylodis
Akupunkturtherapie
·
3E 5
·
MP 9
·
Bl 12
·
Ren 6
9.6.3.1 Kälte und Nässe haben zu Blut-Stase und Blut-Mangel geführt
Leitsymptome
·
Kalte Extremitäten
·
HWS und LWS mit Nervenwurzelkompression
·
Neuralgien
·
Arthralgien
Zunge
·
Zungenkörper: blaß, livide, gedunsen
Hara
·
Druckschmerz im Unterbauch (oketsu)
Kräutertherapie
·
Dekokt, das die Meridiane entspannt und das Blut belebt
·
Shu Jing Huo Xue Tang
Akupunkturtherapie
·
Dü 3
·
Du 14
·
Bl 11
·
Mp 10
9.6.3.2 Blut-Stase
Leitsymptome
·
Kräftiger Typus
·
Rotes Gesicht
·
Aufsteigende Hitze
·
Kalte Füße
·
Kopfschmerzen
·
Dysmerorrhö
·
Neigung zu Myomen
Zunge
·
Zungenkörper: leicht livide
Hara
·
Druckschmerz im Unterleib (oketsu)
Kräutertherapie
·
Ramulus Cinnamomi und Poria Pille
·
Gui Zhi Fu Ling Wan
Akupunkturtherapie
·
3E 5
·
Du 14
·
Gb 34
·
Gb 40
9.6.3.3 Leber-Qi-Stagnation, leichter Blut-Mangel
Leitsymptome
·
Hitze oben/Kälte unten,
·
Emotional unausgeglichen
·
Reizbar
·
Frustriert
·
Evtl. aufsteigendes Hitzegefühl
·
Geschwächter Typus
Zunge
·
Zungenkörper: relativ normal evtl. rötliche Ränder
Puls
·
Drahtig
Hara
·
Druckschmerz im Unterbauch
Kräutertherapie
·
Erweitertes Umherstreifen Pulver
·
Jia Wie Xiao Yao San
Akupunkturtherapie
·
Bl 62
·
Bl 11
·
Le3
·
Di 4
8.7.1.1 Hitze oben, Kälte unten
Leitsymptome
·
Lumbalgie
·
Ischialgie
·
Nackenbeschwerden
·
Menstruationsbeschwerden
·
Aufsteigende Hitze
·
Kopfschmerzen
Zunge
·
Zungenbelag: unverändert
·
Zungenkörper: unverändert (Indiz für Störung im Außen, nur
Leitbahnen betroffen)
Puls
·
Schwebend
Kräutertherapie
·
Fünf Anhäufungen Pulver Wu Ji San
Akupunkturtherapie
·
Siehe Vorlesung
9.7.1.2 Wind-Nässe
Leitsymptome
·
Frösteln
·
Kopfschwere und Schmerz
·
Wind-Nässe in den Leitbahnen führt zu Schwere und Schmerz
Zunge
·
Zungenbelag/Zungenkörper: unverändert (Indiz für Störungen im
Außen, nur Leitbahnen betroffen)
Puls
·
Schwebend
Kräutertherapie
·
Rhizoma Notopterygii Dekokt, das Nässe überwindet
·
Qiang Huo Sheng Shi Tang
Akupunkturtherapie
·
Siehe Vorlesung
9.7.2.1 Bi-Syndrom besonders Nässe
Leitsymptome
·
LWS-Region ödematös
·
Aufgequollen
·
Neigung zu Adipositas
·
Blässe
·
Kälte verschlechtert
Zunge
·
Zungenkörper: blaß gedunsen
Kräutertherapie
·
Dekokt der beiden Atractylodis (modifiziert)
Akupunkturtherapie
·
Siehe Vorlesung
9.7.2.2 Bi-Syndrom besonders Wnid-Nässe
Leitsymptome
·
Beschwerden der LWS und Knie
·
Parästhesien mit Schwellung und Muskelatrophie der unteren
Extremitäten
Zunge
·
Zungenkörper: blaß gedunsen
Kräutertherapie
·
Großes Ledebouriella Dekokt
·
Da Fang Feng Tang
Akupunkturtherapie
·
Siehe Vorlesung
9.7.2.3 Bi-Syndrom besonders Wind-Nässe
Leitsymptome
·
Beschwerden der LWS und Knie
·
Parästhesien mit Schwellung und Muskelatrophie der unteren
Extremitäten
Zunge
·
Zungenkörper: blaß gedunsen
Kräutertherapie
·
Großes Ledebouriella Dekokt
·
Da Fang Feng Tang
Akupunkturtherapie
·
Siehe Vorlesung
9.7.3 Kälte, Nässe, Blut-Stase
Kälte und Nässe haben zu Blut-Stase und Blut-Mangel
geführt, Fülle und Schwäche-Zeichen
Leitsymptome
·
Kalte Extremitäten
·
HWS und LWS mit Nervenwurzelkompression
·
Neuralgien
·
Arthralgien
·
Ischialgie
Zunge
·
Zungenkörper: blaß, livide, gedunsen
Kräutertherapie
·
Dekokt, das die Meridiane entspannt und das Blut belebt
·
Shu Jing Huo Xur Tang
Akupunkturtherapie
·
Siehe Vorlesung
Betonte Qi-Stagnation und Blut-Stase
Leitsymptome
·
HWS
·
LWS
·
Gelenkbeschwerden
·
Postoperative und posttraumatische Beschwerden
Zunge
·
Zungenkörper: livide, leicht gedunsen
Kräutertherapie
·
Dekokt, das Blut-Stasen aus einem schmerzenden Körper treibt
·
Shen Tong Zhu Yu Tang
Akupunkturtherapie
·
Siehe Vorlesung
9.7.5 Nieren-Schwäche (eher höheres Lebensalter)
9.7.5.1 Kälte-Bi, Nieren-und Leber-Schwäche
Leitsymptome
·
LWS-Syndrom
·
Taubheitsgefühle
·
Parästhesien
·
Schwäche und Steifigkeit der LWS und unteren Extremitäten
Zunge
·
Zungenkörper: blaß, gedunsen
Puls
·
Dünn, schwach, langsam
Kräutertherapie
·
Radix Angelicae pubescentis und Loranthii Dekokt
·
Du Huo Ji Sheng Tang
Akupunkturtherapie
·
Siehe Vorlesung
9.7.5.2 Nieren-Yang-Mangel, Kälte im Innen
Leitsymptome (bei ältere, erschöpfte Patienten)
·
Kalte Extremitäten
·
Infektanfälligkeit
·
Kältegefühl im ganzen Körper
·
Lumbalgien
Zunge
·
Zungenkörper: blaß, gedunsen
·
Zungenbelag: weiß
Puls
·
Tief, langsam
Kräutertherapie
·
Rehmannia Pille mit Plantago und Achyranthis
·
Ji Sheng Shen Qi Wan
Akupunkturtherapie
·
Siehe Vorlesung
9.7.5.3 Nieren-Yin-Leere, mangelnde Nährung von Essenz und Mark,
Leere-Hitze
Leitsymptome
·
Hitzegefühl
·
Trockener Mund und Kehle
·
Unruhe
·
Nachtschweiß
·
Durst
·
Schwäche der LWS-, Hüft-, Knieregion
Zunge
·
Zungenkörper: rot, trocken
·
Zungenbelag: vermindert
Puls
·
Dünn, tief, beschleunigt
Kräutertherapie
·
Rehmanniae Pille der sechs Geschmacksrichtungen (modifiziert)
·
Liu We Di Huang Wan
Akupunkturtherapie
·
Siehe Vorlesung
9.8 Rheuma
9.8.1.1 Hitze-Bi, Wind-Nässe-Hitze
Leitsymptome
·
Durst
·
Gelenke heiß
·
Kälte besser
·
Fieber
Zunge
·
Zungenkörper: rot oder rote Stippchen
Puls
·
Beschleunigt
Kräutertherapie
·
Weißer Tiger Dekokt mit Ramulus Cinnamomi
·
Bai Hu Jia Gui Zhi Tang
Akupunkturtherapie
·
Di 11
·
Du 14
·
Ma 44
9.8.1.2 Hitze-Bi leichter Blut-Mangel; akut im Übergang zu chronisch
Leitsymptome
·
Hitzegefühl
·
Gelenke heiß, besonders Hände und Füße
·
Kein Durst
Zunge
·
Zungenkörper: rot oder rote Stippchen
Puls
·
beschleunigt
Kräutertherapie
·
Semen Coicis Dekokt
·
Yi Yi Ren Tang
Akupunkturtherapie
·
Di 4
·
3E 5
·
Bl 17
9.8.2.2 Hitze in den Gelenken ohne systemische Hitze-Zeichen
Leitsymptome (besonders untere Extremitäten betroffen)
·
Gelenke geschwollen, warm und oft deformiert, besonders nachts
·
Kopfschmerzen
·
Schwindel
Zunge
·
Zungenbelag: weiß-gelblich, klebrig
Puls
·
Drahtig, schlüpfrig
Kräutertherapie
·
Ramulus Cinnamomi
·
Paeonia und Anemarrhena Dekokt
·
Gui Zhi Shao Yao Zhi Mu
Akupunkturtherapie
·
Di 11
·
MP 9
·
Bl 11
·
Bl 23
9.8.2.3 Wind-Kälte Invasion bei vorbestehender Kälte im Innen; Qi-und
Blut-Stau durch Kälte
Leitsymptome
·
Fieber und Frösteln ohne Schweiß
·
Übelkeit
·
Nackensteife
·
Lumbalgie
·
Ischialgie
·
Menstruationsbeschwerden
·
Aufsteigende Hitze
Zunge
·
Zungenbelag: weiß-gelblich, klebrig
Puls
·
Drahtig, schlüpfrig
Kräutertherapie
·
Fünf Anhäufungen Pulver Wu Ji San
Akupunkturtherapie
·
Bl 11
·
Bl 23
·
MP 10
Leitsymptome
·
Kalte Extremitäten
·
Leichtes Fieber
·
Nachtschweiß
·
Geschwächter Typus
Zunge
·
Zungenkörper: blaß, Zahneindrücke
·
Zungenbelag: weißlich, evtl.dick
Puls
·
Schlüpfrig,evtl. drahtig
Kräutertherapie
·
Ramulus Cinnamomi und Radix Aconiti Dekokt
·
Gui Zhi Fu Zi Tang
Akupunkturtherapie
·
Ni 3
·
Bl 17
·
Di 4
·
lokal
9.8.3.2 Kälte-Bi; Nässe, Wind, Kälte
Leitsymptome
·
Schmerzen wandernd
·
Schweregefühl
·
Gelenksteife
·
Nackensteife
·
Schulter
·
BWS
·
Taubheit der Extremitäten
Zunge
·
Zungenkörper: blaß, Zahneindrücke
·
Zungenbelag: weißlich, evtl. dick
Puls
·
schlüpfrig, ectl. drahtig
Kräutertherapie
·
Dekokt, das schmerzhafte Blockaden beseitigt aus Selected
Formulas
·
Juan Bi Tang
Akupunkturtherapie
·
Ma 40
·
Gb 20
·
Bl 12
9.8.3.3 Kälte und Nässe haben zu Blut-Stase in den Leitbahnen geführt;
Blut-Mangel
Leitsymptome
·
kalte Extremitäten
·
HWS und LWS mit Nervenwurzelkompression
·
Neuralgien
·
Arthralgien
Zunge
·
Zungenkörper: blaß,Zahneindrücke
·
Zungenbelag: weißlich, evtl. dick
Puls
·
Schlüpfrig, evtl. drahtig
Kräutertherapie
·
Dekokt, das die Meridiane entspannt und das Blut belebt
·
Shu Jing Huo Xue Tang
Akupunkturtherapie
·
Dü 3
·
Du 14
·
Di 4
·
Le 3
·
Bl 60
9.8.3.4 Kälte-Bi
Leitsymptome
·
Große Bandbreite, besonders untere Extremitäten, Knie
Zunge
·
Zungenkörper: blaß, Zahneindrücke
·
Zungenbelag: weißlich, evtl. dick
Puls
·
Schlüpfrig, evtl. drahtig
·
Leitsymptome
·
Rezeptur mit großer Bandbreite, besonders untere Extremitäten,
besonders Knie
Kräutertherapie
·
Großes Ledebouriella Dekokt
·
Da Fang Feng Tang
Akupunkturtherapie
·
3E 5
·
Gb 34
·
Gb 41
·
Bl 60
9.8.3.5 Kälte-Bi Nieren-Leber-Schwäche
Leitsymptome
·
LWS-Syndrom
·
Taubheit
·
Parästhesien
Zunge
·
Zungenkörper: blaß, Zahneindrücke
·
Zungenbelag: weißlich, evtl. dick
Puls
·
Schlüpfrig, evtl. drahtig
·
Leitsymptome
·
LWS-Syndrom
·
Taubheit
·
Parästhesien
Kräutertherapie
·
Radix Angelicae pubesc. und Ramulus Loranthii Dekokt
·
Du Huo Ji Sheng Tang
Akupunkturtherapie
·
Ni 3
·
Bl 23
·
Bl 25
·
Bl 40
Die
Wahl der Therapie erfolgt mittels Symptom gesteuerten Zugangs
NADA-Konzept : Shen men
: Vegatativum1
: Leber
: Niere
: Lunge
-
Generell werden keine
Dauernadeln verwendet, da schnell Delirium erzeugt werden kann
-
OAP soll die Kraft geben
und Motivation erhalten entsprechend der „Hilfe zur Selbsthilfe“
-
Eine zu häufige Akupunktur
kann zu einer Reizüberflutung führen
-
Rauchen ist eine
Lebensstrategie im Sinne einer Problembehandlung (ein Ritual bei Stress,
Langeweile usw.)
-
Durch Ohrakupunktur (OAP)
schmecken die Zigarette nicht mehr
-
Dennoch entsteht eine
Entzugsproblematik
-
Einsatz von Dauernadeln
bei der ersten Sitzung möglich, wenn zuvor eine Grundbehandlung, d.h. nach
Verwendung von Arbeitsstrahl und Polster (= Öffnung) erfolgt ist
Konzept I
: Lungensektor
(je abhängiger, desto näher an Helixwurzel)
: Magen
:
Antiaggression
:
Begierdepunkt
Beginn des Therapieschema
bei Rechtshändern am am rechten Ohr. Ein Wechsel der Ohrseite erfolgt nach 14
Tagen. Ein weiterer Wechsel ist nicht unbedingt angezeigt. Bei Linkshändern
erfolgt die Therapie entsprechend anders.
Konzept II
Reicht das Konzept I nicht
aus, sollte eine strategische Behandlung einmal wöchentlich über fünf Wochen
durchgeführt werden. Dabei sollt eine maximale Entspannung erreicht werden.
Verwendete Punkte :
Lungendreieck
: Bronchien
: Endokrines System
: Kreislaufstärkung
: Leberstoffwechsel auf Helix
: Omega-Hauptpunkt
: Antiaggression
Zusätzlich können Kräuter, aus Calmuswurzel & Süßholz zu gleichen Teilen (je
25g), die gekaut werden, das Rauchverlangen reduzieren.
Die Ohrakupunktur wird hier
als Regulationstherapie angewendet, wodurch eine physiologische
Stoffwechselsituation erzeugt werden soll. Das heißt es durch diese Therapie
kann lediglich das Konstitutionskörpergewicht hergestellt werden, welches
nicht unbedingt dem Wunschgewicht ent-spricht. Allerdings wird der
unerwünschte Rebounderffekt nach erfolgter Therapie ausbleiben.
Konzept I
-
Bei unproblematsicher
Genese
-
Zunächst eine öffnende
Grundbehandlung an beiden Ohren
-
Dananch drei 14-tägige
Sitzungen
-
Akupuktur mit Dauernadeln
bei Rechtshändern im rechten Ohr beginnen
-
Ggf. unterstützend
Mineralstoffe zuführen (Schüßlersalze)
Verwendete Punkte :
Antiaggression
Begierdepunkt
Konzept II
-
bei
komplizierterer Genese
Verwendete Punkte:
„Fresspunkt“ (endokriner Punkt im Magenareal)
: Omega-Hauptpunkt
: Dickdarmareal
: Lungendreieck (Gelassenheit erzeugen)
: evtl. zusätzlich Leberareal
Abb.1: Das Tao..
14
Abb. 2: Yin und Yang..
14
Abb. 3: Zustände der Imbalance von Yin und Yang..
20
Abb. 4: Substanzen im Überblick..
22
Abb. 5: Die fünf Elemente..
24
Abb. 6: Fünf Elemente, Jahreszeiten und Klima.
25
Abb. 7: Fünf Elemente, Lebensphasen..
25
Abb. 8: Fünf Elemente, Emotionen..
26
Abb. 9: Fünf Elemente, Ernährungs-, Mutter-Sohn-Zyklus..
26
Abb. 10: Fünf Elemente, Kontrollzyklus..
27
Abb. 11: Zang-Fu-Organe (aus Focks/Hillenbrand, 2006)
33
Abb. 12: Meridianumläufe und Meridianuhr (aus Focks/Hillenbrand, 2006)
37
Abb. 13: Areale der Zunge..
48
Abb. 14: Lokalisation der Positionen bei der Pulspalpation..
53
Abb. 15: Technik der Pulspalpation..
54
Abb. 16: Fingermaße (aus Focks/Hillenbrand, 2006)
85
Abb. 17: Körpermaße (aus Focks/Hillenbrand, 2006)
86
Abb. 18: Verlauf Lungenmeridian..
87
Abb. 19: Verlauf Dickdarmmeridian..
90
Abb. 20: Verlauf Magenmeridian..
93
Abb. 21: Verlauf Milzmeridian..
98
Abb. 22: Verlauf Herzmeridian..
101
Abb. 23: Verlauf Dünndarmmeridian..
104
Abb. 24: Verlauf Blasenmeridian..
107
Abb. 25: Verlauf Nierenmeridian..
113
Abb. 26: Verlauf Pericardmeridian..
116
Abb. 27: Verlauf San-Jiao-Meridian..
119
Abb. 28: Verlauf Gallenblasenmeridian..
122
Abb. 29: Verlauf Lebermeridian..
127
Abb. 30: Verlauf Ren Mai (Konzeptionsgefäß)
130
Abb. 31: Verlauf Du-Mai (Lenkergefäß)
134
Abb. 32: Die Anatomie der Ohrmuschel (aus Focks/Hillenbrand, 2006)
140
Abb. 33: Keimblattebenen, Innervation des Ohres, Noack 2006.
141
Abb. 34: Links visuelle Diagnostik bei Schmerzprojektionen LWS, Knie, Innerer
Organe, Rechts die Ohrkarte der Akademie für Akupunktur und Moxibustion in
Peking 142
Abb. 35: Somatotopie der Ohrmuschel nach Michael Noack, 2006.
143
Abb. 36: Ohrkarte (aus Michael Noack, Arbeitsbuch Ohrakupunktur, 2000)
144
Abb. 37: Ohrgeometrie (Michael Noack, 2006)
147
Abb. 38: Korrespondenzbereiche Metacarpale II
148
Abb. 39: Anatomische und funktionelle Somatotope (aus Focks/Hillenbrand, 2006)
149
Abb. 40: Basiszonen (aus Focks/Hillenbrand, 2006)
150
Tabelle 1: Yin und Yang..
16
Tabelle 2: Ying und Yang..
17
Tabelle 3: Überblick Yin und Yang..
19
Tabelle 4: Die fünf Wandlungsphasen im Überblick..
32
Tabelle 5: Übersicht Zang-Fu-Organe..
32
Tabelle 6: Meridianumläufe (aus Focks/Hillenbrand, 2006)
36
Tabelle 7: Ba Gang..
40
Tabelle 8: Zang-Fu-Organe..
41
Tabelle 9: Schmerzformen..
43
Tabelle 10: Zustand des Shen..
47
Tabelle 11: Tonisierungs- und Sedierungspunkte..
82
Tabelle 12: Yuan- und Luo-Punkte..
83
Tabelle 13: Mu- und Shu-Punkte..
84
Deadman, Peter; Al-Khafaji; Baker
Grosses Handbuch der Akupunktur. Das Netzwerk der Leitbahnen
und Akupunkturpunkte
2002; Verlag f. Ganzheitl. Med.
3927344427
Focks,Claudia; Hillenbrand,Norman
Leitfaden Chinesische Medizin
2006; Urban & Fischer bei Elsevier
343756482X
Linde, Nikolaus
Ohrakupunktur. Leitfaden für Theorie und Praxis
1999; Sonntag
3877581269
Maciocia, Giovanni
Die Grundlagen der Chinesischen Medizin
1994; Kötzting; Verlag für ganzheitliche Medizin Dr. Erich
Wühr GmbH;
3-927344-07-9
Maciocia, Giovanni
Die Praxis der Chinesischen Medizin;
1997; Kötzting; Verlag für ganzheitliche Medizin Dr. Erich
Wühr GmbH
3-927344-17-6
Noak, Michael
Arbeitsbuch Ohr Akupunktur
2000; Akapit Verlag
3-980785-00-9
Noack, Michael
Zentrum für Ohrakupunktur Berlin (http://www.ak-ohrakupunktur.de/)
„Was ist Ohrakupunktur“, Oktober 2006, http://www.ohrakupunktur-ausbildung.de